Juli 2020 (Carlsen), 128 Seiten
Mit Hilfe eines Protokolls rekonstruiert Tamara Bach die Vorfälle auf einer Klassenfahrt. Lehrer Utz ist mit einer Klasse unterwegs in einen Ort nahe am Meer. Seine Begleiterin, Frau König, die „Königin“ genannt, tickt so ganz anders als ihr kurz vor der Pensionierung stehender Kollege. Was aber nichts nützt, denn Utz „hat die Verantwortung“.
Klassenfahrt, das ist letztes Beisammensein, bevor die Wege sich trennen, das ist irgendwie romantisch, hier aber auch viel Stress. Museum, Wandertag, Referate, Küchendienst, Alkoholverbot, Handyverbot, ganz viel Bus fahren. Und das Meer noch nicht mal von der Weite gesehen. Utz ist nervös, sanktioniert jedes „Vergehen“ mit Küchendienst. Und dann taucht von irgendwo her ein Handy auf, ein altes, mit dem man nicht mal ins Internet kann. Solidarisch stellt sich die Klasse hinter das Mädchen mit dem Handy. Und irgendwann ist der Busfahrer auch solidarisch und bringt die Klasse ans Meer – die Lehrer bleiben zurück.Mein Fazit:
Einfach geschrieben, trotzdem sprachlich wertvoll. Tamara Bach ist in diesem Buch nicht in ihrer Bestform, aber sicher nahe an der Zielgruppe. Interessant die Texte abseits des Protokolls, wo mit Hilfe von Klatsch und Tratsch versucht wird, Licht in die undurchsichtige Situation zu bringen.
Empfehlung:
Einmal Tamara Bach, immer Tamara Bach! Ein Muss für jeden wohl sortierten Jugendbuchbereich!
Michaela Grüner, Stadtbibliothek Bruneck
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