17.9.21

Unter Wasser Nacht

von Kristina Hauff
Februar 2021 (hanserblau), 288 Seiten

In diesem Buch erzählt die Autorin die Geschichte zweier befreundeter Paare, die einen alten Hof in den Elbauen bewohnen. Alles hatte für die Familien so schön begonnen, die Landschaft war ein Traum, was konnte man vom Leben noch mehr erwarten!

Doch für Sophie und Thies schlug das Schicksal heftig zu. Vor einem Jahr ertrank ihr Sohn Aaron unter ungeklärten Umständen in der Elbe. Und von da an schien sich alles zu verändern. Nicht nur die Familie droht daran zu zerbrechen, auch die Freundschaft mit Inga und Bodo hat eine harte Probe zu bestehen. Da taucht plötzlich die unbekannte und geheimnisvolle Mara auf, die sofort mit jedem im Dorf eine ganz besondere Beziehung herstellt, obwohl sie so wenig von sich preisgibt. Sie scheint vieles zu wissen und alles zu verstehen. Deshalb ist sie in kürzester Zeit die wichtigste Person der Geschichte, um die sich alle anderen bemühen. Wie die jeweiligen Personen diese Zeit erleben, wird von deren Sicht erzählt, wodurch manchmal die unterschiedlichsten Aspekte einer Situation beleuchtet werden. Anfangs ist man schnell vom Schicksal der beiden Paare betroffen und von dem Mysterium dieser Unbekannten gefangen. Wieso ist Mara jetzt da, was hat sie mit der Sache zu tun? Diese Frage zieht sich durchs ganze Buch und erhält die Spannung. Aber nicht die Auflösung ist der Kern der Geschichte, sondern die menschlichen Verhaltensweisen, Ansichten und Interpretationen, die die Figuren im Laufe der Geschichte erleben und entwickeln.

Mein Fazit:
Das Buch ist sehr leicht zu lesen, enthält wunderschöne Beschreibungen und scheint mir immer wieder ein Spiegel der menschlichen Eitelkeiten zu sein!

Empfehlung:
Für alle Bibliotheken geeignet.

Nelly Gamper, Bibliothek Haslach

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