von Alison McGhee
April 2021 (dtv), 208 Seiten
100 Kapitel mit jeweils 100 Wörtern. Ein gelungenes literarisches Experiment. Nur die untere Hälfte auf jeder zweiten Seite ist beschrieben, auf den linken Seiten gibt es chinesische Kalligraphien. Will jobbt in einem Ein-Dollar-Shop und hadert nach drei Jahren noch immer damit, dass sein Vater ohne erkennbaren Grund von einer Brücke gesprungen ist
Immer wenn seine Mutter Nachtschicht hat, versucht er das sagenhafte Maisbrot seines Erzeugers nachzubacken. Was nicht gelingt, weil es nicht gelingen kann. Papas Maisbrot war wie von einem anderen Stern. Und da ist dann noch Wills Kindergartenfreundin Playa. Sie wird auf einer Party von drei „Freunden“ vergewaltigt. Da hilft nur Gehen bzw. Laufen, da hilft nur Weg-Gehen bzw. Weg-Laufen. Und zum Schluss hilft dann Hin-Gehen bzw. Hin-Laufen.Mein Fazit:
Eine übersetzerische Meisterleistung, gespickt mit Zitaten aus David-Bowie-Songs. Don‘t let the bastards get you down: ein schönes Lebensmotto.
Empfehlung:
Sehr spezielles Jugendbuch, empfohlen allen Schulbibliotheken und Bibliotheken mit wohl sortiertem Jugendbuchbestand. Für versierte, konzentrierte Leser*innen.
Michaela Grüner, Stadtbibliothek Bruneck
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