4.3.22

Wir sind schließlich wer

von Anne Gesthuysen
November 2021 (Kiepenheuer & Witsch), 416 Seiten

Anna von Betteray übernimmt nach einem traumatischen Erlebnis in einem kleinen Dorf die Vertretung des erkrankten Pastors. Die Dorfbewohner sind von der jungen Pastorin nicht überzeugt, da sie jung, geschieden und adelig ist. Im Nachbardorf wohnt Annas Familie, die gerade einen Skandal durchlebt. Der Mann von Annas Schwester Maria wird wegen Betrug verhaftet und ihr Neffe Sascha wird entführt. Trotz aller Streitigkeiten hält die Familie zusammen und auch die anfangs so kritische Dorfbevölkerung hilft mit, Annas Neffen wiederzufinden.

Mein Fazit:
Der Roman liest sich recht flüssig, hat allerdings einige Lücken und bleibt sehr oberflächlich. Das traumatische Erlebnis von Anna wird nur angerissen. Was genau passiert ist, bleibt für den/die Leser*in ein Geheimnis. Bei der Entführung des Neffen ist dem/der Leser*in sofort klar, wer dahintersteckt. Nur die Polizei und die Familie hat keine Ahnung. Zum Schluss löst sich alles in Wohlgefallen auf, alle sind ein Herz und eine Seele, weitere Erklärungen bezüglich der Entführung gibt es nicht.

Empfehlung:
Nett zu lesen, wenn man den Inhalt nicht genau hinterfragt. Mit Vorbehalt empfohlen!

Karin Marini, Bibliothek Kaltern

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