20.5.22

Alles ganz normal

von Roberta Marasco
Februar 2021 (Carlsen), 192 Seiten

Abwechselnd aus der Perspektive von Camilla und Luna geschrieben ist dieses im Original italienische Jugendbuch zum Thema Menstruation. Ja, auch darüber kann man einen Roman schreiben.

Camilla kriegt gerade keine Sonnenstrahlen vom Leben ab. Zusammen mit ihrem Vater und dem kleinen Bruder muss sie zur neuen Partnerin ihres Vaters ziehen, die nicht nur selber unsympathisch ist, sondern auch noch eine ebenso unsympathische Tochter mit in die Beziehung bringt. Diese stellt ein Video von Camilla, in dem sie über ihre erste Periode spricht, ins Netz. Das Video geht viral, und Camilla weiß sich nicht mehr zu helfen. Da kommt die hochnäsige Tiktokerin Luna, genannt Lunatika, ins Spiel. Sie ist eine Klassenkollegin, die beiden Mädchen können sich nicht ausstehen. Luna scheint überaus glücklich, doch auch bei ihr ist nicht alles Gold, was glänzt. Ihr Vater sitzt am anderen Ende der Welt, ihre übermotivierte Mutter hat keine Zeit für ihre Tochter. Luna macht sich zusammen mit Camilla für – ja, wie schreibe ich denn das? – mehr Sichtbarkeit der Regelblutung stark. Plötzlich tragen alle Menstruierenden rote Tücher ...

Mein Fazit:
Als selber Frau finde ich es immer faszinierend, wie beim Schwimmen riesige rote Blutlachen entstehen können. Kenne ich so nicht, habe ich auch noch nie gesehen, aber ja - man lernt nie aus ...

Empfehlung:
Soll wohl ein Mädchenbuch sein, ich finde es nicht besonders gelungen. Das Periodenthema gibt doch nicht so viel her, als dass es einen Roman gut füllen könnte.

Michaela Grüner, Stadtbibliothek Bruneck

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