Der Autor von „Nennt mich nicht Ismael!“ legt auch mit seinem neuen Roman ein grandioses Stück Literatur vor. Deklariert als Jugendbuch, möchte ich es so manchem Erwachsenen ans Herz legen. Sebastian und Frida treffen sich beim Schnuppertag an der Uni, die sie besuchen möchten. Sebastian ist mit seinem Freund Tolli da, Frida mit ... irgendwie niemandem.
Gemeinsam verbringen die drei einen halben Tag auf dem Campus, immer wieder verschwindet einer von ihnen. Sie erzählen sich, was man sich halt so erzählt, nehmen es aber mit der Wahrheit nicht so genau. Das verwirrt sie selber und mich als Lesende gleichermaßen. Die beiden entpuppen sich als Jugendliche, denen das Leben schon übel mitgespielt hat. Tod, Mobbing, abwesende Eltern, Heime ... die Palette ist breit gefächert.Mein Fazit:
„Dinge, die so nicht bleiben können“ macht betroffen, aber nicht mutlos. Ein starkes Stück Literatur, das nicht ganz einfach zu lesen ist.
Empfehlung:
Ein außergewöhnliches Jugendbuch, das bei fehlendem Bestand gerne im Erwachsenenbereich einsortiert werden kann.
Michaela Grüner, Stadtbibliothek Bruneck

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