von Alison McGhee
Februar 2022 (dtv), 256 Seiten
„Die Sache ist nämlich die: Schlimme Dinge beginnen ganz langsam, und du achtest nicht weiter darauf, weil du glaubst, sie hören von alleine wieder auf. Aber das tun sie nicht. Sie wachsen und wachsen, bis sie Wurzeln geschlagen haben.“ (Seite 107) --- Der 17-jährige Micah verschwindet zusammen mit seinen Eltern über Nacht. Mit einer Gruppe von Menschen wird die Familie von einem selbst ernannten Propheten in den Untergrund verschleppt.
Micahs Freundin Sesame ahnt sofort Schlimmes, aber weder die Polizei, noch ihre Freund*innen Inky und Sebastian, noch James und James, deren Hunde Sesame ausführt, glauben Sesames abstruser Theorie. Und so sucht sie allein nach ihrem Liebsten – Sesame, deren Leben sich nach dem Tod ihrer Großmutter in einer Garage abspielt. Die nicht das hat, was man einen festen Wohnsitz nennt, dafür aber in Micah einen Partner, der sie liebt, wie sie ist und der seine Zukunftspläne mit ihr teilt. „Sei wachsam. Verlass dich nur auf dich selbst. Bitte niemanden um Hilfe.“ Dieses abstruse Lebensmotto von Sesames Oma erweist sich als nicht sehr hilfreich. Und erst als Sesame Hilfe annimmt und ehrlich ist zu denen, die es gut mit ihr meinen, nimmt die scheinbar ausweglose Suche eine entscheidende Wende.Mein Fazit:
Gib niemals auf, will das Buch uns sagen, nimm nichts einfach so hin, äußere deine Zweifel und lass dich nicht beirren.
Empfehlung:
Nach „Wie man eine Raumkapsel verlässt“ ein weiterer großer Wurf der Autorin mit Charakteren, die man an Weihnachten an seinem Esstisch sitzen haben möchte. Danke für dieses Buch!
Michaela Grüner, Stadtbibliothek Bruneck
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