von Franziska Gänsler
Juli 2022 (Kein & Aber), 208 Seiten
Dieser Debütroman beginnt ganz einfach und erzählt die Geschichte von Iris, die in dem einstigen Kurort die letzten Sommertage verbringt. Eigentlich ist es ja schon Oktober, aber der Herbst will sich nicht ankündigen. Im Hotel, das sie geerbt hat und dessen Fortbestehen sie sichern will, wird es zunehmend trostloser.
Die Hitze will nicht nachlassen, die Waldbrände kommen immer näher, und Iris ist schon seit längerem allein geblieben mit allen Nöten und Sorgen. Gäste gibt es nämlich keine mehr. Wen wundert’s? Wer möchte auch in einem Gebiet Urlaub machen, das direkt an die brennenden Wälder grenzt! Sie kümmert sich so gut es geht um das Hotel, möchte es weiterhin instand halten, auch wenn sie keine Perspektiven für die Zukunft sieht. Da taucht plötzlich, ganz unerwartet, eine junge Frau mit einem Kind auf, die ihr sehr geheimnisvoll erscheint. Die Frau sucht Unterschlupf, nur deshalb ist sie an diesen Ort gelangt. Davon ist Iris überzeugt. Behutsam kümmert sie sich um die kleine Familie, eine wie sie sie selbst nicht hat. Zwischen den beiden Frauen entsteht eine ganz besondere Beziehung; Sie fühlen irgendwie ähnlich, obwohl sie scheinbar komplett unterschiedliche Leben führen. Langsam versteht man, was manche Frau im Leben durchmachen muss und was das für nachfolgende Entscheidungen bedeutet.Mein Fazit:
Man fühlt sich sehr schnell von dieser Geschichte berührt und erlebt gespannt die Verbundenheit der beiden Frauen mit. Die gesamte Geschichte ist eingebettet in einer Zeit, in der man immer mehr mit den Folgen des Klimawandels zu kämpfen hat. Im Vordergrund aber steht die Geschichte zweier Frauen und deren Entwicklung. Leicht und flüssig zu lesen, mit ausdrucksstarken Beschreibungen!
Nelly Gamper, Bibliothek Haslach
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