30.12.22

Volovia

von Antonio Ferrara
Mai 2021 (Einaudi Ragazzi), 180 Seiten

Salvatore lebt in Neapel und hat die Bestattungsagentur seines Vaters geerbt. Damit kann er sich selbst und seiner Familie (Mutter und Schwester) ein gutes Leben sichern. Auch ist er sehr fleißig und schreibt in einem Büchlein auf, wen er wann bestattet, wie alt die Person war und warum sie gestorben ist.

Auch seinen Vater und seinen Onkel wird er in dieses Büchlein aufschreiben, leider aufschreiben müssen. Salvatore verbringt sein Leben im Spalt zwischen Liebe und Hass für seine Heimatstadt: Er liebt das Meer und die Süßspeisen, den Duft der Bäckereien, er hasst die mangelnde Sicherheit, die Reaktionsunfähigkeit, die Gewalt Tieren gegenüber. Mehrere Male hätte er weggehen wollen, bleibt aber in der Hoffnung, dass er seine Jugendliebe eines Tages wiedersehen wird.

Mein Fazit:
Eine traurige, aber schöne und gut geschriebene Geschichte mit wenigen heiteren Momenten zum Schmunzeln und – zum Glück – positivem Ausgang. Die kurzen Kapitel (eineinhalb Seiten) lassen einen schnell vorankommen und wecken die Neugier.

Empfehlung:
Ich habe das Buch verschlungen und die etwas andere Sicht auf Neapel sehr genossen. Ich würde das Buch ab 13 Jahren empfehlen, allerdings für Jugendliche mit guten Italienisch-Kenntnissen.

Silvia Costabiei, Schulbibliotheken Gadertal

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