von Stefanie Höfler
Juli 2022 (Beltz & Gelberg), 234 Seiten
Was soll ich schreiben? Stefanie Höfler wurde bereits dreimal für den Jugendliteraturpreis nominiert. Ich bin jetzt mal dafür, dass sie ihn bekommt. Die Geschichte rund um die besten Freunde Nits und Mischa ist wieder was fürs Herz.
Authentisch Nits, der hyperaktiv und ständig quatschend eigentlich so richtig nervtötend ist, ebenso authentisch der superintelligente Mischa mit den weißen Hemden, der einfach alles weiß und alles unter Kontrolle hat. Da erwischt Nits seinen Blutsbruder beim Lügen. Mischa lügt? Nun ja, Mischas Leben ist eine einzige Lüge und Nits muss erkennen, dass er eigentlich gar nichts weiß über seinen Freund. Dieser lebt nämlich in absoluter Armut zusammen mit seiner Schwester und seinem nicht sehr für diese Rolle geeigneten Vater in einer Wohnung, die leer ist. Und seine Mutter, die als Forscherin im Urwald lebt und nie heim kommt, die gibt es auch nicht. Plötzlich verkehren sich die Rollen und der ungeschickte Nits muss jetzt mal zeigen, wie das ist, für seinen Freund da zu sein.Mein Fazit:
Wieder ein außergewöhnliches Buch von Stefanie Höfler, das sich dem Thema Kinderarmut widmet, ohne belehrend und pädagogisch wertvoll daher zu kommen, mit Protagonisten, die sich richtig gut selbst zu helfen wissen bzw. wissen, wie man an Hilfe kommt.
Empfehlung:
Eigentlich ein Kinderbuch so ab 10 würde ich sagen, durchaus auch für Jugendliche und Erwachsene geeignet. Ich glaube, die Autorin liebt Kinder oder weiß noch sehr genau, wie es war, als sie selber eines war.
Michaela Grüner, Stadtbibliothek Bruneck

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