8.12.23

Der Markt der Wünsche

von Robin Anderson
September 2023 (Wunderlich), 320 Seiten

Wir befinden uns in Südengland, in der Vorweihnachtszeit. Die Stadt Bath bereitet sich auf den traditionellen Weihnachtsmarkt vor. Julie, eine junge, alleinerziehende Mutter, hat es nicht leicht im Leben, denn ihr kleiner Sohn leidet an einer angeborenen Herzkrankheit. Da sie selbst keine eigene Familie hat, ist sie sehr froh, dass sie bei ihrer Tante wohnen kann. Hier verdient sie sich auch ein bisschen was für den Lebensunterhalt, indem sie im Spielzeugladen des schon eher betagten Mr. Wood mithilft.

Sie, eine begnadete Illustratorin, teilt mit ihm die Begeisterung für schöne, stimmungsvolle Weihnachtsdekoration und entwirft jedes Jahr einen ganz besonderen Adventskalender, den es nur bei ihm zu kaufen gibt. Als er beschließt, dass es in diesem Jahr auf dem Weihnachtsmarkt eine ganz besondere Attraktion geben soll, den „Wünschebaum“, ist sie sofort begeistert. Sie entwirft schöne stimmungsvolle Karten, und dekoriert sehr liebevoll das Schaufenster des Ladens, während sich die anderen Mitglieder des Organisationskomitees um den Baum bemühen. Der legendäre Markt ist stets gut besucht, von Jung und Alt, und so ist es kein Wunder, dass die Leute diese neue Attraktion bewundern und ihre Wunschzettel an den Baum hängen. Wenn abends alle in ihre Häusern zurückgekehrt sind, muss Nick unbemerkt die Wunschzettel vom Baum holen. Danach werden die Wünsche in der Runde der Organisatoren besprochen, und jeder übernimmt einen Wunsch, den man erfüllen kann. Dabei kommen sich Julie und Nick auch privat ein wenig näher, und Julie ist nun mit ihrer Sorge um Archie, der auf ein Spenderherz wartet, nicht mehr ganz so allein ...

Mein Fazit:
Eine berührende Geschichte, eine wundervolle Beschreibung eines alten Marktes, viele interessante Leute, die sich trotz einiger Schicksalsschläge am Leben erfreuen. Da braucht es nur noch eine schöne Tasse Tee, eine kuschelige Decke und einen bequemen Sessel, und schon ist man voll in Weihnachtsstimmung!

Nelly Gamper, Bibliothek Haslach

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