Ihr habt noch nie einen Science-Fiction-Roman gelesen? Dann ist es höchste Zeit, dieses Versäumnis nachzuholen und „Die linke Hand der Dunkelheit“ der amerikanischen Grande Dame dieser literarischen Gattung zu lesen. Keine Sorge, es treten keine Flotten Außerirdischer in hoch explosiven Kämpfen im Weltall gegeneinander an, um die Herrschaft über das Universum zu erlangen. Die Geschichte, die Le Guin erzählt, ist viel bescheidener und zurückhaltender, ohne deshalb weniger spannend zu sein.
Und das Beste dabei ist: Sie hat, auch wenn sie sich auf einem von der Erde sehr, sehr weit entferntem Planeten abspielt, mit uns heutigen Erdbewohner*innen zu tun. Denn dieses Buch ist, so die Autorin, ein Gedankenexperiment, dessen „Sinn es nicht ist, die Zukunft vorherzusagen, sondern die Wirklichkeit der Welt der Gegenwart zu beschreiben.“ Dazu schickt Le Guin in diesem neu übersetzten Klassiker der Science-Fiction-Literatur Genly Ai auf den unwirtlichen Planeten Gethen. Er ist der einzige Mensch dort. Seine Aufgabe ist es, die Bewohner*innen des Planeten zu überzeugen, dem Ekumen, einer kosmischen Konföderation gleichberechtigter Zivilisationen beizutreten. Wird der Auftrag Genly Ai dieses Ziel erreichen? Denn auf Gethen ist vieles anders.Mein Fazit:
Ein spannendes und aufschlussreiches Buch nicht nur für Liebhaber*innen der Gattung!
Sonja Hartner, Stadtbibliothek Bruneck

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