28.11.14

Der Judaskuss

Anna Grue

Beschreibung:
In einem Gartenschuppen in der (fiktiven) dänischen Kleinstadt Christianssund wird die Leiche eines jungen Computerspezialisten gefunden. Kommissar Flemming Torp, der die Ermittlungen übernimmt, findet vorerst keine Spuren, keine Verdächtigen und auch kein Motiv. Gleichzeitig wird Felmmings Freund, der Werbetexter Dan Sommerdahl, von seiner Tochter Laura bedrängt, einen Heiratsschwindler aufzustöbern, der ihrer Lieblingslehrerin übel mitgespielt hat. Dan gelingt es nach und nach, das ganze Ausmaß der Betrügereien des Hochstaplers aufzudecken. Schnell wird klar, dass die beiden Fälle irgendwie zusammenhängen.

Fazit: 
Dan Sommerdahl, der sogenannte „kahlköpfige Detektiv“, wirkt beim Lesen oft unsympathisch und egoistisch. Gerade dieser Aspekt unterscheidet ihn von den zahlreichen, meist recht sympathischen und selbstlosen Krimihelden anderer Autoren. Auch gelingt es Anna Grue durch ihren ganz eigenen Erzählstil, der fast völlig auf spannungs- und actionreiche Szenen verzichtet, den/die Leser/in zu fesseln und Langeweile beim Lesen erst gar nicht aufkommen zu lassen.

Empfehlung: 
„Der Judaskuss“ ist Grues zweiter Krimi um den „kahlköpfigen Detektiv“ Dan Sommerdahl. Da der Plot recht einfach zu lesen ist, wird das Buch auch in kleineren Bibliotheken seine Anhängerschaft finden.

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