7.11.14

Mit Worten kann ich fliegen

von Sharon M. Draper 

Die 11 - jährige Melody leidet an Zerebralparese, das heißt, sie ist seit frühester Kindheit an den Rollstuhl gefesselt. Sie kann ihren Körper kaum bewegen, nicht selbständig essen oder auf die Toilette gehen, und was das Schlimmste ist: sie kann nicht sprechen. Dabei ist sie hochbegabt, hat ein fotografisches Gedächtnis und ist imstande, bei Musik Farben zu hören oder Gerüche zu sehen. Ihre Eltern stellen zwar fest, dass Melody sie verstehen kann, bei Witzen an der richtigen Stelle lacht, aber weder Ärzte noch Lehrer nehmen das ernst. Melody besucht die Sonderklasse an einer amerikanischen Grundschule.
Erst als Melodys Betreuerin die Möglichkeit eines Sprachcomputers vorschlägt und Melody ihren „Medi-Talker“ erhält, wird auch ihr Umfeld auf ihre Hochbegabung aufmerksam. Sie wird nun zum Teil in die Regelklassen integriert und schafft es, Mitglied des angesehenen Quiz-Teams zu werden. Dieses Quizteam vertritt die Schule bei einem nationalen Wettbewerb über Allgemeinbildung, der auch im Fernsehen übertragen wird. Doch auch dort hat sie es alles andere als einfach.

„Mit Worten kann ich fliegen“ ist aus Melodys Sicht geschrieben und beginnt bereits bei ihren ersten Lebensmonaten: die Enttäuschung der Eltern, als sie nicht nach ihren Spielsachen greift, sich nicht umdreht und das Krabbeln nicht erlernt; die Belastung mit der eine Familie leben muss, die mit einem schwer behinderten Kind lebt.
Da die Geschichte aus Kindersicht erzählt wird, ist die Sprache einfach und bildhaft. Das Buch ist sehr emotional und hat im Grunde wenig Handlung. Laut Angabe des Verlages ist das Zielpublikum Kinder und Jugendliche ab 11 Jahren. Für Erwachsene aber ist es ein besonders berührendes und leicht zu lesendes Buch.

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