31.10.14

Die Toten, die niemand vermisst

von Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt

Als in den Bergen von Jämtland/Schweden eine Wanderin abstürzt, fällt sie auf eine menschliche Hand. Bei weiteren Ausgrabungen in der unmittelbaren Umgebung findet die Polizei sechs menschliche Leichen, darunter zwei Kinder, alle durch einen Kopfschuss getötet. Wie kann es geschehen, dass niemand sie vermisst? Müssten sie nicht irgendwo zur Schule gehen? Sollte es nicht auffallen, wenn eine ganze Familie verschwindet? Die Polizei tritt bei der Aufklärung ihrer Identitäten auf der Stelle, und auch die Verstärkung aus Stockholm kann kaum etwas ausrichten. Polizeipsychologe Sebastian Bergmann bietet ebenfalls wieder seine Dienste an, obwohl er im Team rund um Kommissar Höglund immer noch nicht bei allen gleich angesehen ist. Er arbeitet nur mit, um seiner Tochter, die dem Team angehört und von ihrem Verwandtschaftsverhältnis zu ihm keine Ahnung hat, nahe zu sein. Als er und Höglund endlich auf eine Spur zu stoßen glauben, schaltet sich der schwedische Geheimdienst ein und droht, die Ermittlungen platzen zu lassen…

Sympathisch ist er nicht, der Polizeipsychologe Sebastian Bergmann, eher im Gegenteil: Egoismus, Berechnung und Sexsucht sind seine hervorstechendsten Eigenschaften. Und obwohl man sich als Leser somit von der Hauptperson distanziert, tut das der spannenden Handlung keinen Abbruch. Dies ist bereits das dritte Buch über Bergmann, jedes so spannend und vielschichtig, dass man die nächste Folge kaum erwarten kann. Allen Krimiliebhabern und Fans von Stieg Larsson und Henning Mankell wärmstens empfohlen!

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