Der Journalist Guillermo Albi ist beruflich gerade nicht sehr erfolgreich und nimmt daher den etwas eigenartigen aber sehr lukrativen Auftrag seiner Tante gern an: er soll die Lebensgeschichte seiner Urgroßmutter Amelia Garayoa recherchieren. Diese hat in den 30er-Jahren urplötzlich Mann und Kind verlassen und wird nie mehr in ihrer Heimatstadt gesehen. Die Familie verzeiht ihr diese Entscheidung nicht und verbietet ihr fortan jeglichen Kontakt zum Sohn. Amelia führt ein ziemlich abenteuerliches Leben, weil sie an die Liebe und die kommunistischen Ideale glaubt; sie reist um die ganze Welt, überlebt im Spanischen Bürgerkrieg genauso wie den sowjetischen Stalinismus und den deutschen Nationalsozialismus. Nach dem Berliner Mauerfall verlieren sich alle Spuren von Amelia Garayoa. Guillermo nimmt ihre Fährte auf, muss dazu genauso wie seine Urgroßmutter von einem Land und Kontinent zum anderen reisen und lässt uns dank der Erzählungen vieler Zeitzeugen die Geschehnisse dieser verwirrenden Jahre hautnah miterleben.
Mein Fazit:
Mein Fazit:
Auch wenn das Buch ein dicker Schmöker ist, liest er sich sehr flüssig. Die Geschichte dieser fiktiven Figur ist sehr spannend und fesselnd, das Buch ist traurig und schön zugleich und sicher für geschichtlich interessierte Leser sehr interessant. Er beleuchtet auch sehr gut den Unsinn so mancher Ideologien. Allerdings würde ich es nur Erwachsenen empfehlen, da die Beschreibung ihrer Folterungen kaum zu ertragen ist, die aber leider wirklich so geschehen sind.

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