von Dörte Hansen
Das „Alte Land“ ist ein Gebiet an der Niederelbe, nahe bei Hamburg, auf der orographisch linken Seite des Flusses. Der Name ist fast schon Programm: Hier leben die Nachfahren jener Bauern, die der Elbe Land abrangen, es mit Deichen schützten, Äcker und Felder anlegten und stattliche Häuser aus Backsteinen bauten. Es ist – immer noch – ein Land der Bauern, ein traditionsreiches Land. Hierher verschlägt es Hildegard von Kamincke mit ihrer Tochter Vera. Sie sind Flüchtlinge, „Polacken“ nennt sie Ida Eckhoff, auf deren Hof sie 1945 in der Knechtekammer Unterkunft finden. Vera bleibt hier; sie erbt sogar den Hof. Doch Dorf und Menschen bleiben ihr zeitlebens fremd. Sie ist die herrische Einzelgängerin mit den Hunden und Pferden, die ihr Haus verkommen lässt. Einzig ihr Nachbar findet Zugang zu ihr. Eines Tages steht Anne mit ihrem kleinen Sohn an der Tür. Sie hat eine gescheiterte Beziehung hinter sich und fühlt sich – wie Vera – nirgendwo zugehörig. Anne bleibt auf dem Hof. Es gerät einiges in Bewegung im Leben der beiden Frauen: Die Vergangenheit, im Haus auf Schritt und Tritt spürbar, holt sie ein.
Das „Alte Land“ ist ein Gebiet an der Niederelbe, nahe bei Hamburg, auf der orographisch linken Seite des Flusses. Der Name ist fast schon Programm: Hier leben die Nachfahren jener Bauern, die der Elbe Land abrangen, es mit Deichen schützten, Äcker und Felder anlegten und stattliche Häuser aus Backsteinen bauten. Es ist – immer noch – ein Land der Bauern, ein traditionsreiches Land. Hierher verschlägt es Hildegard von Kamincke mit ihrer Tochter Vera. Sie sind Flüchtlinge, „Polacken“ nennt sie Ida Eckhoff, auf deren Hof sie 1945 in der Knechtekammer Unterkunft finden. Vera bleibt hier; sie erbt sogar den Hof. Doch Dorf und Menschen bleiben ihr zeitlebens fremd. Sie ist die herrische Einzelgängerin mit den Hunden und Pferden, die ihr Haus verkommen lässt. Einzig ihr Nachbar findet Zugang zu ihr. Eines Tages steht Anne mit ihrem kleinen Sohn an der Tür. Sie hat eine gescheiterte Beziehung hinter sich und fühlt sich – wie Vera – nirgendwo zugehörig. Anne bleibt auf dem Hof. Es gerät einiges in Bewegung im Leben der beiden Frauen: Die Vergangenheit, im Haus auf Schritt und Tritt spürbar, holt sie ein.
Ein liebenswertes Buch, das in leisen Tönen, manchmal etwas melancholisch, mit Witz und Herz zwei Einzelgängerinnen in den Mittelpunkt stellt und das „Alte Land“ an der Elbe in all seinen Widersprüchen beschreibt.

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