27.1.17

Hass gefällt mir

von Johanna Nilsson

Jonna und Gloria sind befreundet. Dies deshalb, weil beide neu an der Schule sind und „alle Cliquen schon die volle Mitgliederzahl hatten“. Jonna ist sportlich, Gloria schön – eine irre Kombination. Weil sie zu zweit sind, werden sie nicht zum Hackobjekt des Schuljahres gemacht – hoffentlich. Beim Lucia-Fest darf Gloria die Lucia sein. Die beiden Mädels ziehen mit einer Gruppe von anderen Mädchen um die Häuser, es beginnt mit Alkohol am frühen Morgen und es eskaliert ziemlich. Zum Schluss landen alle bei „irgendwem zu Hause“. Jonna wird es zu bunt und da Gloria nicht mitgehen will, geht sie allein zur Schule. Bis Montag meldet sich Gloria nicht bei Jonna, danach ist sie einsilbig und komisch. Was ist passiert? Gloria hat ihren Schwarm Robin getroffen und ihm scharfe Fotos von sich geschickt, die er auf Facebook postet. Und es gibt einen Film, wo Gloria Robin einen bläst … Auf Facebook bilden sich drei Gruppen: Hass die Hure 1 bis 3. Alles läuft komplett aus dem Ruder. Jonna stalkt Robin auf dem Handy, Gloria sucht sich „neue Freundinnen“, Gloria ritzt sich, schließlich wird auf einen Aufruf im Internet hin die Schule gestürmt …

Mein Fazit:
Cybermobbing in der Schule ist ein sehr aktuelles Thema. Aus Opfern werden Täter und umgekehrt, Gut und Böse sind schwer zu unterscheiden. Die Geschichte ist dreiteilig mit jeweils einem anderen Erzähler: Jonna, Robin, Gloria. Verwunderlich fand ich das Nicht-Eingreifen der Pädagogen.

Empfehlung:
Vom Thema her aktuell und brisant, auf jeden Fall ein „Diskussionsbuch“. Zielgruppe 15+, Schulbibliotheken und öffentliche Bibliotheken mit wohl sortierter Jugendbuchabteilung. Für Erwachsene nicht leicht zu lesen wegen der Nicknames.

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