10.3.17

Wie das Licht von einem erloschenen Stern

von Nicole Boyle Rødtnes

Beschreibung:
Die 17-jährige Vega leidet an Aphasie – einer Störung der Sprache, sowohl was das Verstehen, Sprechen als auch das Lesen und Schreiben betrifft. Grund dafür ist eine Gehirnblutung, verursacht durch einen Sturz in ein nur halb gefülltes Schwimmbecken bei einem Sommerfest von Vegas Schule. Für Vega beginnt ein mühevoller Weg zurück ins Leben. In die Schule kann sie vorerst nicht mehr. Zuhause kümmert sich ihre Mutter um sie, auch ihre jüngere Schwester Alma steht ihr zur Seite, hat manchmal aber auch Schwierigkeiten, mit der Situation umzugehen. Sie ist selbst ein Teenager und hat nicht immer Lust, auf Vega aufzupassen so wie ihr es ihre Mutter vorschreibt. Besuch bekommt Vega nur von ihrer besten Freundin Ida und ihrem Freund Johan, doch sie wird von den beiden bitter enttäuscht. Neuen Halt findet sie bei Theo, der ebenfalls an Aphasie leidet und den sie bei einer Selbsthilfeorganisation kennen lernt. Er ist es auch, der Vega bei der Suche nach der Wahrheit unterstützt. Denn in Erinnerungsblitzen und in ihren Träumen sieht Vega, dass sie nicht von alleine in den Pool gestürzt ist, sondern dass sie von jemandem geschubst worden ist. Vega ist fest entschlossen, das Rätsel um diesen schicksalhaften Abend zu lösen.

Fazit:
Einmal ein anderes Thema (Aphasie), welches mir sonst bisher in der Belletristik bzw. Jugendliteratur noch nicht untergekommen ist. Das Krankheitsbild war mir im Grunde vorher auch nicht so geläufig, und das Buch ermöglicht einen guten Einblick. Es handelt sich um eine authentische, berührende, zugleich auch fesselnde Teenager-Liebes- und Leidensgeschichte. Man fühlt sehr mit Vega mit. Wie schlimm und frustrierend muss es sein, sich nicht richtig ausdrücken zu können, die eigenen Gedanken und Gefühle nur mit Mühe und Not mitteilen zu können? Aber zum Glück gibt es da ja auch die Liebe… und die kommt oft auch ganz ohne Worte aus. Am Ende habe ich Vegas Mut und ihre Charakterstärke bewundert.
Das Cover mit den Pfauenfedern finde ich schön gestaltet; Jugendliche werden auch von alleine gerne nach dem Buch greifen.

Empfehlung:
Für Mädchen ab ca. 14 Jahren, die authentische Geschichten mögen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen