6.10.17

Cache

von Marlene Röder

Geocaching, abgeleitet von griechisch „Erde“ und englisch „geheimes Lager“, auf Deutsch auch GPS-Schnitzeljagd genannt, ist eine Art elektronische Schatzsuche. Die Verstecke, kurz „Caches“ genannt, werden anhand geographischer Koordinaten im Internet veröffentlicht und können anschließend mithilfe eines GPS-Empfängers gesucht werden. So erklärt das unser Freund Wikipedia. Doch zuerst die Geschichte: Max und Leyla sind seit einem Jahr ein ungleiches Paar. Max, der coole Schwimmer, Einzelkind mit Verwöhnt-Sein-Faktor und Leyla, halb Türkin, halb Deutsche und nicht unbedingt die Idealbesetzung für Max‘ Eltern. Während Max im Schwimmcamp ist, freundet sich Leyla mit dem geheimnisvollen Red an. Red ist Geo-Cacher aus Leidenschaft und legt komplizierte Caches quer durch Berlin, die Leyla suchen soll. Impulsiv, verrückt, ständig auf der Überholspur entwickelt sich aus der Freundschaft schnell mehr. Aber da ist noch Max … Leyla ist zwischen den zwei Jungs hin und her gerissen, soll sich entscheiden, kann aber nicht. Die Geschichte eskaliert total und zum Schluss steht Leyla alleine da. Trotz der vielen Rückblenden ein einfach und schnell zu lesendes Buch, dem es leider am nötigen Tiefgang mangelt. Entscheidungen sind unmotiviert und für den Leser unverständlich, ehrlich gesagt habe ich schon viel Besseres von der Autorin gelesen. „Zebraland“ zum Beispiel. Jugendliche wird bestimmt das Thema interessieren.

Mein Fazit:
Ich habe keine Ahnung von Geo-Caching und mein Interesse ist durch das Buch auch nicht geweckt worden. Die Figuren sind nur schemenhaft gezeichnet und handeln klischeehaft. Das Ende, ja das Ende. Es lässt einen allein und ich finde es wenig nachvollziehbar.

Empfehlung:
In der Jugendbuchabteilung finden sich ganz sicher viele Begeisterte, die Geo-Caching gut finden und denen der Schluss imponiert.

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