13.10.17

Auf Null

von Catharina Junk

Beschreibung:
Im Alter von 20 Jahren erfährt Nina, dass sie an Leukämie erkrankt ist. Diese Diagnose stellt ihr Leben vollkommen auf den Knopf. Gerade erst war sie nach Münster umgezogen, um dort ein Studium zu beginnen. Nach einem Jahr Kampf ums Überleben wird sie gesund aus dem Krankenhaus entlassen. Doch die ständige Angst, einen Rückfall zu haben, begleitet sie, und der Weg zurück in ein normales Leben ist alles andere als leicht. Ihr jüngerer Bruder Theo ist in der Zwischenzeit strenggläubig geworden, ihre Eltern fassen sie mit Samthandschuhen an. Mit Bahar, ihrer besten und starken Freundin, hat sie sich im Krankenhaus zerstritten. Auf der Heimfahrt von einer schrecklichen Party, bei welcher Nina eine Panikattacke erlitten hat, muss sie mitten im Nirgendwo aufgrund einer Autopanne stehen bleiben. So lernt sie Erik kennen, der sie mit einem Abschleppwagen abholen kommt. Sie verliebt sich recht schnell in ihn. Es könnte der Beginn eines neuen glücklichen Lebens sein. Doch das mangelnde Vertrauen Ninas in ihren Körper lässt sie vorerst alles kaputt machen.

Fazit:
Krebsbücher gibt es viele, bessere und schlechtere. Und dieses Buch würde ich eindeutig zu den besseren bzw. besten zählen. Eine sehr mitreißende, emotionale, aber auch humorvolle Geschichte, sehr authentisch erzählt, mit gut gezeichneten Charakteren. Die Autorin war selbst an Leukämie erkrankt, und genau wie Nina musste auch sie lernen, Lebendigkeit wieder zuzulassen. Die Sprache und der Schreibstil ihres Debütromans haben mich sehr überzeugt. Und besonders ein Satz, eine chinesische Weisheit, wird hoffentlich für immer abrufbar in meinem Gedächtnis bleiben: „Angst klopfte an. Vertrauen öffnete. Keiner war draußen.“ (S. 350)

Empfehlung:
Ein lebensbejahender Roman, zum Weinen und zum Lachen, für ältere Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen geeignet

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