8.2.19

Die Unmöglichkeit des Lebens

von Robin Stevenson

Der Roman steigt ein wie ein Pärchen auf dem Gelände einer Brücke steht und der Junge in die Tiefe springt. Jeremy überlebt den 90-Meter-Sprung oder Sturz mittelschwer verletzt. In Rückblenden und aus der Perspektive seiner Freundin wird die Chronologie der Ereignisse erzählt, die zu dem folgenschweren Sprung geführt haben. Im Zentrum des Romans steht die Schuldfrage. Hätte Mel Jeremy aufhalten können? Sie selber ist es, die sich zermartert an dieser Frage, dessen Antwort ihrer Meinung nach ja lautet. Sie hat die Zeichen gesehen aber ignoriert. Jeremy lebt ebenfalls mit einer großen Schuld. Sein Bruder Lucas ist bei einem Badeunfall ertrunken. Er hätte auf ihn aufpassen sollen, hat das aber nach einem Streit einfach gelassen. Sein Vater scheint an dem Unfall zerbrochen und hat die Familie verlassen und sogar den Kontakt zu ihr abgebrochen. Jeremy bewegt sich in einer Art Parallelwelt wo er sich mit Klarträumen befasst. Nach dem Selbstmordversuch schließt er sich der Hare-Krishnah-Bewegung an. Mels Mutter kämpft ehrenamtlich gegen die Todesstrafe. Der geplante Mord und der Selbstmordversuch laufen fast parallel ab. Ein wichtiges, offenes Buch über ein leider immer wieder aktuelles Thema. Das Titelbild ist verharmlosend und sieht nach Bungee-Jumping aus. Nur Oberschule.

Mein Fazit: 
Mir gefällt sehr gut, dass viele Fragen beantwortet werden, vieles aber offen bleibt. Es ist so eine Art Zwischending zwischen alles offen und alles geklärt.

Meine Empfehlung: 
Aufgrund der – leider immerwährenden - Aktualität des Themas überall einsetzbar.

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