22.2.19

Die Stille meiner Worte

von Ava Reed

Hannahs eineiige Zwillingsschwester Izzy ist bei einem verheerenden Unfall gestorben. Seither spricht sie nicht mehr. Einziger Halt ist Izzys Kater Mo, der seit dem Unglück nicht mehr von Hannahs Seite weicht. Als die Eltern keinen Ausweg mehr wissen, melden sie Hannah in einem Internat an, das spezialisiert ist auf traumatisierte Jugendliche. Bevor es dorthin geht, steht erst einmal Ferienlager auf dem Programm. Hannah freundet sich mit Levi an, der in Kürze die Schule verlassen muss. Er hat keinen Kontakt mehr zu seiner drogensüchtigen Mutter und dem ebenfalls drogensüchtige Bruder. Langsam und zaghaft fasst Hannah Vertrauen zu ihm. Sie freundet sich auch mit zwei Mädchen aus der Gruppe an. Nachdem sie zusammen mit Levi den Unfallort besucht hat, beginnt sie wieder zu sprechen. Langsam beginnt der Heilungsprozess. Die amerikanische Autorin schreibt auf Deutsch. Als Leserin wird man den High-School-Eindruck nicht los, ohne dass ich weiß, worin er sich manifestiert. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Hannah und Levi erzählt. Dazwischen gestreut sind Briefe an die tote Zwillingsschwester, die Hannah schreibt und verbrennt.

Mein Fazit: 
Sehr poetischen Buch, spannend, emotional. Wunderbares Titelbild. Themen: jeder hat sein Päckchen zu tragen dadurch wird es für alle leichter. Schuld? Verzeihen können? Neu anfangen? Der Kater als Therapeut.

Meine Empfehlung: 
Muss dringend im Jugendbuchregal eingeräumt werden!

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