von Luisa Strunk
Dezember 2018 (Books on Demand), 444 Seiten
Die 16-jährige Marie ist seit dem Vorfall mit ihrer Mutter vor einigen Jahren zur totalen Außenseiterin geworden. Fast täglich wird sie von ihren Mitschüler*innen verspottet und ausgelacht; die Schule ist eine einzige Qual für sie. Kein Wunder also, dass sie am liebsten unsichtbar wäre, in ihren geliebten Büchern verschwinden und in einer anderen Welt leben würde. Doch eines Abends trifft sie eine einzige kleine Entscheidung – und verändert damit ihr ganzes Leben. Sie begegnet Gwen, dem Mädchen mit den traurigen Augen, das nach außen hin ein scheinbar perfektes Leben führt. Doch je besser Marie sie kennenlernt, desto mehr wird ihr klar, dass dieser Schein trügt. Die beiden unternehmen immer mehr zusammen und werden trotz zahlreicher Hindernisse gute Freundinnen. Endlich, nach so langer Zeit, ist Marie wieder glücklich. Ein Happy End scheint zum Greifen nah. Wäre da nur nicht ihr Herz, das jedes Mal wie verrückt schlägt, sobald Gwen in der Nähe ist ...
Mein Fazit:
„Unser Platz in dieser Welt“ ist eine Geschichte über Außenseiter, Mobbing, Freundschaft, Liebe, Sexualität, Selbstbewusstsein; spricht also viele Themen an. Die kurz gehaltenen Kapitel stören den Lesefluss nicht; sie tragen vielmehr dazu bei, die Spannung zu erhöhen. Diese wird auch dadurch unterstützt, dass man z.B. erst relativ spät im Buch erfährt, was denn genau mit Maries Mutter passiert ist. Die Hauptfigur ist sehr gut durchdacht und tiefgründig aufgebaut. So wird man als Leser*in richtig hineingezogen in die Geschichte, man fiebert mit der Protagonistin mit, wird vielleicht sogar selbst ein bisschen zu deren Freund*in. Sehr einfühlsam geschrieben. Angenehm zu lesen.
Empfehlung:
Für alle, die noch auf der Suche nach ihrem Platz in dieser Welt sind – nicht nur ein Jugendbuch.
Silvia Griessmair, Stadtbibliothek Bruneck

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