von Sebastian Fitzek
April 2023 (Droemer), 336 Seiten
Sascha Nebel ist ein Kleinkrimineller, der einen SUV stehlen will. Eine Frau drischt mit einem Baseballschläger auf diesen SUV ein. Die Polizei taucht auf, und die beiden müssen fliehen. Sie steigen in einen Bus ein, der die Eltern der Schüler*innen einer 5. Klasse zu einem Elternabend mit Übernachtung auf eine Insel in der Nähe von Berlin bringt.
Er und die ihm unbekannte Frau geben sich als Eltern von Hector aus. Dieser scheint ein richtiger Rüpel zu sein, er soll versucht haben, die Mathematikaufgaben zu stehlen und er soll eine Mitschülerin geschlagen haben. Viele der anwesenden Eltern fordern seinen Ausschluss aus der Schule. Der Elternabend beginnt mit einem Kennenlernspiel, bei dem vieles aus dem Ruder läuft, es wird über die Aufhebung des Notensystems diskutiert und das vegetarische Essen ausprobiert; im nächsten Schuljahr soll in der Schule nämlich nur noch vegetarisch gekocht werden. Für den späten Abend ist ein Treffen der Eltern und Schüler*innen irgendwo in der Nähe der Unterkünfte geplant. Da stellt sich heraus, dass Hector fehlt. Er ist verzweifelt und will sich das Leben nehmen. Sascha gelingt es, ihn davon abzubringen; er erzählt ihm, dass er selbst Selbstmordgedanken hat, da er mit dem Tod seiner Tochter nicht fertig wird. Es stellt sich heraus, dass nicht Hector das Mädchen geschlagen hat, sondern sein richtiger Vater, der plötzlich auf der Insel auftaucht und sich eine Schlägerei mit Sascha liefert.Mein Fazit:
Der Roman lebt von der Beschreibung der Dynamiken zwischen den Figuren, von den vielen Verwechslungen, den überraschenden Wendungen und den Versuchen Saschas, irgendwie wieder aus den Situationen herauszukommen. Das Buch liest sich teilweise wie eine Satire auf Elternabende und auf das Verhalten von Eltern, wenn es um ihre Schützlinge geht. Im zweiten Teil des Romans werden auch ernste Themen wie Depression, Suizid und Mobbing angesprochen.
Empfehlung:
Dieses Buch liest sich sehr gut und ist eine unterhaltsame Lektüre für den Liegestuhl: man kann oft schmunzeln und auch lachen.
Mathilde Aspmair
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen