29.3.13

Wovon wir träumten


von Julie Otsuka 

Kurzbeschreibung:
Aufgrund von Heiratsvermittlern wird eine Gruppe junger Japanerinnen Anfang des 20. Jahrhunderts an gut situierte, strahlende Männer vermittelt. Bei der Ankunft im fremden Amerika erwartet die meisten Jungfrauen ein ganz anderes Bild ihrer zukünftigen Männer. Die besonderen Schicksale der Japanerinnen, die nicht vordergründig mit fremder Sprache und Kultur ringen, sondern vor allem hart arbeiten, viele Kinder gebären und stets als Außenseiterinnen leben, sind unvorstellbar.

22.3.13

Leben

von David Wagner
Februar 2013 (Rowohlt), 288 Seiten

Kurzbeschreibung:
Ein chronisch Kranker beschreibt sein Leiden. Seine Schmerzen, seine Hoffnungen, seine Zweifel. Er wartet auf eine Organtransplantation. Nach erfolgreicher Operation ist der lange Weg zur Genesung schwieriger als angenommen. Die Gedanken, die den Protagonisten in seinem Bett bewegen, handeln von den wichtigen Dingen im Leben: Liebe und Tod, Freude und Trauer, Verantwortung und Abhängigkeit.

Mein Fazit:
Das Buch hat nicht umsonst letzte Woche den Preis der Leipziger Buchmesse 2013 erhalten. Mich hat das Buch sehr berührt.

Empfehlung:
Abgesehen vom unansehnlichen Cover kann das Buch allen Bibliotheken empfohlen werden. Besonders kann es unzufriedenen gesunden Lesern empfohlen werden, die bei der Lektüre erfahren, wie gut es ihnen eigentlich geht.

Raimund Rechenmacher, Bibliothek Schlandersburg

Bonus: Interview mit David Wagner auf der Leipziger Buchmesse:

http://www.youtube.com/watch?v=dkFvyUYckOI

15.3.13

Die Abenteuer des Joel Spazierer

von Michael Köhlmeier

Kurzbeschreibung:
Das Lesejahr 2013 beginnt mit einem Highlight: „Die Abenteuer des Joel Spazierer“.

Anfang der 50er Jahre wird in Ungarn ein Vierjähriger allein in einer Wohnung zurückgelassen. Die Großeltern werden vom Geheimdienst verhaftet, der Großvater, ein angesehener Arzt, wird beschuldigt, einen Parteikader während einer Operation umbringen zu wollen. Unter Folter gesteht er. Die Großmutter, eine bekannte Ägyptologin, wird mehrmals vergewaltigt. Der Enkel verbringt fünf Tage und vier Nächte allein in der Wohnung, bis ihn seine Mutter, eine Medizinstudentin, findet.

8.3.13

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

von John Green

Die sechzehnjährige Hazel ist krebskrank – und ohne Heilungschance. Ein normales Teenagerleben führt sie schon lange nicht mehr, ihr Alltag ist von der Krankheit überschattet und spielt sich zwischen Kinderklinik, Couch und der Selbsthilfegruppe für krebskranke Kinder und Jugendliche ab. Dort lernt sie Isaac kennen, dem der Augenkrebs bereits ein Auge genommen hat und der kurz vor der Entfernung seines zweiten Auges und somit vor einem Leben in Blindheit steht, sowie dessen Freund Augustus. Augustus, dem der Knochenkrebs ein Bein raubte, der aber als geheilt gilt, umwirbt sie vom ersten Tag an. Doch weil Hazel ihm durch ihren Tod nicht das Herz brechen will, wehrt sie sich gegen seine Annäherungsversuche, obwohl er sie sehr fasziniert. Als Augustus seinen „Herzenswunsch“ für sie opfert, damit sie in Amsterdam einen abgewrackten Schriftsteller treffen kann, der ihr die mündliche Fortsetzung seines abrupt endenden Romans, ihres Lieblingsbuches, versprochen hat, kann sie ihm nicht länger widerstehen. Doch Augustus hat ein Geheimnis, das er bisher vor ihr verborgen hat ...

1.3.13

Verlossn – Als Kind von der Mutter weggegeben

von Rosalma Giradelli

1923 kam s Hansile als uneheliches Kind eines italienischen Dienstmädchens und ihres Dienstherren, eines Weingutsbesitzers aus St. Pauls, zur Welt. Sein Vater wollte nichts von ihm wissen und so musste seine Mutter ihn bei Pflegeeltern zurücklassen. Als er knapp sechs Jahre alt war, wanderte seine Pflegefamilie aus und der Vater brachte den Buben auf einen Bauernhof in St. Lorenzen. Dort erlebte der Junge eine gefühlskalte Kindheit, die von harter Arbeit und vielen Schlägen geprägt war. Sein Leben war auch als Erwachsener stets hart und voller Schicksalsschläge …