28.4.17

Nacht über Reykjavik

von Indridason Arnaldur

Der junge Streifenpolizist Erlendur Sveinsson arbeitet in Reykjavik und macht vor allem Nachtschichten. Betrunkene Autofahrer, häusliche Gewalt, Einbrüche und Drogen sind an der Tagesordnung! Und dann ertrinkt der Obdachlose Hannibal in einem Tümpel. Erlendur hat ihn schon ein paarmal getroffen und sein Schicksal läßt ihm keine Ruhe. Er beginnt heimlich Nachforschungen anzustellen. Von Hannibals Schwester Rebecca erfährt Erlendur, was ihn zu dem obdachlosen Alkoholiker gemacht hat: ein Autounfall, den er verschuldet hat und bei dem seine große Liebe Helena stirbt. Der Verlust seiner großen Liebe und das Bewußtsein daran schuld zu sein, zerstörten sein Leben.

21.4.17

Eins

von Sarah Crossan

Beschreibung:
Die zwei Teenager Tippi und Grace sind siamesische Zwillinge: Sie sind an der Hüfte zusammengewachsen, teilen sich ein Paar Beine und einige innere Organe. Bisher sind sie privat zu Hause unterrichtet worden, doch der Familie gehen die finanziellen Mittel aus. Die Mädchen sollen nun auf eine normale Schule gehen – zu ihrem Unmut, denn sie fürchten die Blicke und Kommentare der Mitschüler. Glücklicherweise lernen sie dort Yasmeen und Jon kennen, die völlig ungezwungen mit ihnen umgehen. Zusammen verbringen sie schöne Momente und leben das Leben von völlig normalen Jugendlichen. Zuhause sehen sich Tippi und Grace indessen zunehmend mit Problemen konfrontiert: Der arbeitslose Vater flüchtet sich mehr und mehr in den Alkohol, die Mutter arbeitet viel, bis auch ihr schließlich gekündigt wird, die etwas jüngere Schwester Dragon muss ständig zurückstecken und auf vieles verzichten.

14.4.17

Schlamm oder Die Katastrophe von Heath Cliff

von Louis Sachar

Der Autor von „Löcher“ hat mit „Schlamm“ einen Roman vorgelegt, der sich wiederum an der Grenze zwischen Kinder- und Jugendbuch herumtreibt. Hauptfigur ist die Fünftklasslerin Tamaya, deren Eltern in Scheidung leben. Sie geht auf eine Privatschule, die nur von Strebern mit Stipendium oder von stinkreichen Tunichtguten besucht wird und seit neuestem von Chad, der angeblich schon von drei Schulen geflogen ist. Chad mobbt Tamayas Freund Marshall. Als Marshall in der Schule eine Frage beantwortet, die Chad nicht beantworten konnte, eskaliert die Situation. Chad verspricht, Marshall zu verprügeln, worauf dieser eine Abkürzung durch den Wald nimmt, um nach Hause zu kommen. Tamaya mit ihm, weil sie nicht allein nach Hause gehen darf. Die beiden verlaufen sich und treffen - wie könnte es anders sein – auf Chad …

7.4.17

Nur ein Wimpernschlag

von Anna Rottensteiner

In diesem zweiten Roman der aus Bozen stammenden Autorin geht es um ein höchst aktuelles Thema, um die Frage nach dem Gehen-Müssen und Bleiben-Können. Erzählt wird die Geschichte zweier Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, was ihre Lebensumstände anbelangt. Da ist Meta, eine nicht mehr ganz junge Frau, die sich an ihre Kindheit und Jugend erinnert, als sie das Haus am Hang betritt, das sie geerbt hat. Es ist gleichzeitig ein Sich-Erinnern, ein Aufarbeiten ihrer Familiengeschichte. Denn Metas Großeltern sind ausgewandert und nicht mehr zurückgekehrt in ihr Heimatland. Auch wenn die Orte nicht genannt sind, keinen Namen tragen, so liegt eine Verknüpfung mit der jüngeren Geschichte Südtirols nahe.