Posts mit dem Label Gesellschaft werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gesellschaft werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

27.10.23

Einzeller

von Gertraud Klemm
März 2023 (Kremayr & Scheriau), 312 Seiten

Fünf ganz unterschiedliche Frauen ziehen zusammen in eine WG. Was sie eint? Der Feminismus. Oder das, was jede von ihnen dafür hält. Abwechselnd aus der Perspektive der Dinosaurier-Feministin Simone Hebenstreit und der „woken“ Lilly erzählt, prallen hier Frauenwelten aufeinander. Oder doch nicht?

18.8.23

Blue Skies

von T.C. Boyle
Mai 2023 (Hanser), 400 Seiten

Der Roman spielt in einer Zeit, in der die Klimaveränderungen akut werden. Überschwemmungen und Dürren bedrohen die USA. Mittendrin versucht eine Familie mit zwei erwachsenen Kindern, ihre eigenen Probleme und die Klimakrise zu meistern.

9.6.23

Das Café ohne Namen

von Robert Seethaler
April 2023 (Claassen), 288 Seiten

Schauplatz des neuen Romans von Robert Seethaler ist der 2. Wiener Bezirk in den sechziger und beginnenden siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Die Trümmer des Zweiten Weltkriegs sind noch sichtbar, aber es herrscht auch Aufbruchstimmung, an allen Ecken und Enden wird gegraben und gebaut.

5.5.23

Zwischen Welten

von Juli Zeh und Simon Urban
Januar 2023 (Luchterhand Literaturverlag), 448 Seiten

Theresa und Stefan kennen sich seit ihrem Studium, verlieren sich dann aus den Augen und laufen sich nach 20 Jahren wieder über den Weg. Er ist Journalist bei der größten deutschen Wochenzeitung „Der Bote“, engagiert sich gegen Klimawandel und für gendergerechte Sprache, sie hat in Brandenburg den Hof ihres Vaters übernommen, ihr Bio-Milchhof kann kaum überleben. Die beiden entscheiden, in Kontakt zu bleiben, und so schreiben sie sich zwischen Jänner und Oktober 2022 unzählige E-Mails und WhatsApp-Nachrichten; sie berichten über ihr Leben, die Herausforderungen im jeweiligen Beruf, sie diskutieren über aktuelle Themen wie Rassismus und Krieg und die Macht der sozialen Medien.

14.4.23

Meter pro Sekunde

von Stine Pilgaard
Februar 2022 (Kanon), 255 Seiten

Die Ich-Erzählerin, eine junge Frau, zieht mit ihrem Partner und ihrem ein paar Monate alten Baby in ein Dorf in Dänemark irgendwo in Westjütland. Er arbeitet dort als Lehrer in einer Heimvolkshochschule, das ist eine Art Internat, die Lehrpersonen leben auf dem Schulgelände und die Familienangehörigen sind als „Anhängsel“ mit dabei. Sich in das Dorfleben zu integrieren, fällt alles andere als leicht.

7.4.23

Der letzte weiße Mann

von Mohsin Hamid
August 2022 (DuMont), 160 Seiten

Was wäre, wenn du am Morgen aufwachst und feststellst, dass du sich deine Hautfarbe verändert hat? Diesen Gedanken spielt der Autor, der in London und Lahore lebt, konsequent durch. In einer kleinen, nicht näher bezeichneten Stadt wachen die Menschen aus ihrem Schlaf auf und stellen fest, dass sich ihre Hautfarbe verändert hat: Sie sind nicht mehr weiß.

24.2.23

Adas Raum

von Sharon Dodua Otoo
Oktober 2022 (Fischer Taschenbuch), 320 Seiten

Ada ist eine Frau an unterschiedlichen Orten, zunächst in Totope, später in London und Berlin. Wie die Orte wechseln auch die Jahrhunderte, aber immer geht es irgendwie um Raum, der entsteht, auch nur vermietet wird und der zugestanden wird oder auch nicht. Verschiedene Erzählebenen verschwimmen und finden immer wieder zusammen. Dadurch wird in Schleifen ein Bild vieler Frauen geschaffen, vielleicht aller. 

30.9.22

Iglhaut

von Katharina Adler
April 2022 (Rowohlt), 288 Seiten

Hier geht es um viele kurze Erzählungen über Ereignisse aus dem Leben einer jungen Frau und ihren Empfindungen, die im Buch in vier Kapitel unterteilt sind, die nach Jahreszeiten benannt sind. Die Protagonistin ist eine unscheinbare Frau, aber unabhängige Schreinerin mit eigener Werkstatt in einem Münchner Hinterhof. 

9.9.22

Ein Haus für viele Sommer

von Axel Hacke
März 2022 (Kunstmann), 256 Seiten

Das Haus, von dem man in diesem Buch lesen kann, steht in Italien auf der Insel Elba. Die Familie des Autors hat dieses Haus geerbt und nutzt es schon seit mehreren Jahren hauptsächlich als Sommerferienhaus. Das bedeutet, dass man bei der Ankunft nicht immer weiß, was einen erwartet. Sicher aber ist, dass es nie langweilig wird in einem Dorf, in dem so viele interessante Personen leben.

10.6.22

Die Gäste

von Katharina Hacker
Februar 2022 (S. Fischer), 256 Seiten

Die Hauptfigur des Romans wird am Tag ihres 50. Geburtstags zum Notar ihrer Großmutter beordert. Diese ist verstorben und hat der Enkelin ein ziemlich heruntergekommenes Café vermacht. Knall auf Fall beschließt die Erbin, das Café, das zurzeit verpachtet ist, zu übernehmen und selbst zu führen. Ihren Job in einem Institut, das seltene Wörter sammelt, kündigt sie, ohne mit der Wimper zu zucken. Dann zieht sie ins Café. Ihre Wohnung behält sie zwar, ist aber kaum mehr dort. Sie übernachtet in einem Ohrensessel im Café. Kasia, eine resolute Polin, die längst in Deutschland wohnt, aber immer wieder von Berlin nach Polen pendelt, weil ihr Bruder nicht ganz zurechnungsfähig ist, hilft der Erbin, so wie sie dem Pächter geholfen hat. Sie vermittelt einen Handwerker, ebenfalls polnischer Abstammung, der das Café auf Vordermann bringt. Die beiden kümmern sich um die Erbin, die ein wenig verloren, ein wenig planlos wirkt und deren Lebensinhalt plötzlich darin zu bestehen scheint, dass Gäste kommen.

24.7.20

Im Ernstfall keine halben Sachen

von Dan Mooney
März 2020 (HarperCollins), 368 Seiten

Frank ist der neue Zimmergenosse im Altersheim, in das Joel mit seiner Frau vor ein paar Jahren gezogen war; die ist aber inzwischen verstorben, hat ihn also "verlassen”. Auch der Komapatient im Bett nebenan, mit dem er so viele Stunden verbracht hat, ohne je eine Widerrede zu erhalten, stirbt genau dann, als Joel beschlossen hat, dass er keine Lust mehr auf Leben hat.
Und jetzt soll er sich auf Frank einlassen, einen ehemaligen Schauspieler, der bei Insassen und Personal sofort gut ankommt. Er weiß mit einer gewissen Leichtigkeit jede Situation zu meistern. In dieser Lebenslage finden der “Traurige” und der “Komische” den holprigen Weg zu einer Freundschaft, die viele Aspekte des Lebens beleuchtet und viele Lösungen hervorbringt.

12.6.20

Die Ladenhüterin

von Sayaka Murata
Juni 2020 (Aufbau-Verlag), 256 Seiten

Keiko Furukura ist anders, Gefühle machen ihr Angst. Zur Erklärung eine kurze Episode aus ihrer Kindheit. Sie findet auf dem Spielplatz einen toten Vogel. Die Mutter und die anderen Kinder sind sehr betrübt und wollen ihn begraben, sie will ihn mit nach Hause nehmen und grillen. Ihr Vater liebt Gegrilltes. Die Lehrer glauben, sie sei verhaltensauffällig. Daraufhin beschließt Keiko sich zurückzuziehen, sich anzupassen. Sie hat keine Freunde, ist sehr unauffällig. So durchläuft sie das Gymnasium und auch die Universität. Sie lebt allein und sehr zurückgezogen. Eines Abends sieht sie in der Nähe ihrer Wohnung, dass ein neuer 24-Stunden-Supermarkt eröffnet. Ein so genannter Konbini. Sie bewirbt sich für die Stelle als Aushilfe und sie bekommt die Stelle.

22.5.20

Welch schöne Tiere wir sind

von Lawrence Osborne 

Der Roman spielt auf der griechischen Insel Hydra. Reiche Amerikaner und Briten haben dort ihre Sommerresidenzen. So auch die Familien Haldane und Codrington. Naomi Codrington verbringt mit ihrem Vater Jimmie, einem reichen Kunstsammler und der verhassten griechischen Stiefmutter Phaine den Sommer auf Hydra. Naomi ist 25 Jahre alt, Rechtsanwältin, sie hat vor kurzem ihren Job verloren, man hat ihr gekündigt. Naomi freundet sich mit Samantha Haldane, genannt Sam, an. Während eines Ausflugs finden sie einen halbnackten verwahrlosten jungen Mann, wahrscheinlich ist er ein syrischer Flüchtling. Die beiden jungen Mädchen beschließen, ihm zu helfen. Sie versorgen ihn mit sauberer Kleidung und Essen. Naomi ist die treibende Kraft.

31.1.20

Dreissig Tage

von Annelies Verbeke 

Der Roman umfasst 30 Kapitel, er beginnt mit der Zahl 30 und endet mit der Zahl 1. Alphonse ist Musiker und stammt aus dem Senegal. Er ist mit seiner Frau Kat in ein kleines flämisches Dorf gezogen. Kat arbeitet zu Hause als Übersetzerin. Zu Beginn des Romans ist Kat auf einer Yogawoche. Kat hat eine Krebsoperation hinter sich. Alphonse macht Gelegenheitsarbeiten, er räumt Keller und Dachböden aus, streicht Wände, kümmert sich um den Garten. Er ist sehr beliebt, er arbeitet gut und vor allem kann er gut zuhören: bei seinen Arbeiten hört er viele Geschichten. Alphonse ein gutes Verhältnis zu seinem Nachbarn Willem, dessen Frau gestorben ist. Er hilft einem Dönerverkäufer, der sich den Finger abgetrennt hat und bringt ihn ins Krankenhaus und wieder nach Hause.

13.12.19

Ein wirklich erstaunliches Ding

von Hank Green 

Die 23jährige Grafikdesignerin April May lebt in New York und sieht eines Nachts in Manhattan eine riesige Skulptur eines Roboters, den sie Carl nennt. Zusammen mit ihrem Freund Andy stellt sie sofort ein Video darüber ins Netz und ist damit die erste, die darüber berichtet. Aber nicht nur in New York steht so ein „Carl“, auch in vielen anderen Städten auf der ganzen Welt gibt es diesen Roboter. Diese Skulptur ist bewegungslos, sie steht nicht am Boden, sondern sie schwebt leicht und ist nicht zu entfernen. Die ganze Menschheit ist entsetzt und erstaunt. April mutiert nun zur Internet-Expertin für „Carl“, wird weltberühmt und verdient damit bald sehr viel Geld. Twitter, Youtube, Instagram und Facebook sind nun ihre täglichen Arbeitsfelder. Sie postet ununterbrochen Videos und Berichte über „Carl“ und hat bald ein ganzes Expertenteam um sich herum.

8.11.19

Mein Leben mit Martha

von Martina Bergmann 

Die Personen in dieser Biografie sind Martina, Buchhändlerin, die sich im Dorf als selbständige Unternehmerin beweisen muss; Heinrich, der sein Leben mit Martha verbracht hat und nun da er erkrankt ist, sie versorgt wissen will; und Martha eine an Demenz erkrankte Frau, die ein sehr eigenwilliges Leben geführt hat. Martina wird von Heinrich, mit dem sie in ihrer Buchhandlung sehr interessante Gespräche geführt hat, „ausgesucht“, um nach seinem Tode für Martha zu sorgen. Das ist nicht ganz einfach mit ihrer Arbeit zu vereinbaren, weshalb sie am Ende zu Martha zieht. Und da lernt sie die alte Frau zu schätzen und zu mögen, obwohl das Leben mit ihr nicht immer einfach ist. Als es mit den Nachbarn zunehmend schwieriger wird, weil Martha isoliert und gemobbt wird, beschließt Martina mit Martha als ihre Familie in eine andere Wohnung zu ziehen. Zusammen sind sie nämlich stark!

23.8.19

Die Mauer

von John Lanchester

Der Roman spielt in der Zukunft, nach der weltweiten Klimakatastrophe. Großbritannien schützt seine Küsten mit einer meterhohen Mauer. Joseph Kavanagh, der Ich-Erzähler, tritt den zweijährigen Dienst an der Mauer an. In zwei Schichten wird die Mauer rund um die Uhr bewacht. Schwer bewaffnet und Wind und Wetter ausgesetzt schützen die Männer und Frauen das Land vor Eindringlingen, die im Roman „die Anderen“ genannt werden. Wenn es von den „Anderen“ dennoch jemand schaffen, sollte ins Land zu kommen, wird er als Dienstling versklavt. Großbritannien ist ein totaler Überwachungsstaat. Jeder Bürger hat einen Chip implantiert. Das Verhältnis zwischen der jungen Generation und der älteren ist angespannt. Die früheren Generationen haben die Welt in die Klimakatastrophe geführt. Nirgendwo auf der Welt gibt es noch Strände. Alles ist überflutet.

3.5.19

Mittagsstunde

von Dörte Hansen

Bücher, in denen Sätze wie der folgende vorkommen: „Der Wind war immer noch der alte. Er schliff die Steine ab und knickte Bäume, beugte Rücken. Auch diesem alten Wind war es egal, was Menschen taten, ob sie blieben oder weiterwanderten. Es ging hier gar nicht um das bisschen Mensch.“, muss man einfach gelesen haben.
In Dörte Hansens „Mittagsstunde“ wird ruhig und unspektakulär von einem nordfriesischen Dorf namens Brinkebüll erzählt, dass es so nicht gibt, das aber dennoch überall sein könnte. Es ist in gewisser Weise die Geschichte des Niederganges eines Dorfes und seiner Strukturen, die jahrzehntelang so funktioniert haben. Die Dorfschule mit Lehrer Steensen beispielsweise oder der Dorfladen, wo man einkauft, weil es genau diesen einen Laden gibt.

9.11.18

Der Boxer

von Szczepan Twardoch

Warschau in den 30er Jahren. Jakub Shapiro, ein jüdischer Boxer, gewinnt einen Kampf nach dem anderen und gewinnt dadurch die Aufmerksamkeit des Unterweltpaten Kaplica, Chef der jüdischen Mafia in Warschau. Dieser versteht sich als „König der Stadt“. Der Roman beginnt mit einem Boxkampf zwischen dem Juden Shapiro und einem Faschisten. Damit wird auch schon zu Beginn der historische Hintergrund aufgezeigt. Der Kampf gegen den aufkommenden Faschismus und den Antisemitismus, den es auch in Polen gab. Der Pate beginnt jeden Tag im Café, wo er in Ruhe seinen Kaffee trinkt. Dann kommen seine Gefolgsleute, die ihm Geld überbringen und wo er neue Aufträge erteilt. Es geht vor allem um Schutzgeld. Nur Shapiro darf an seinem Tisch sitzen. Shapiros Frau bemerkt die Veränderungen in der Gesellschaft: sie möchte ihren Mann überreden, das Land zu verlassen, denn für Juden wird es immer schwieriger. Doch er hört nicht auf sie.

26.10.18

Das Leben des Vernon Subutex

von Virgine Despentes

Im Mittelpunkt des Romans steht Vernon Subutex. Er hatte in Paris einen Plattenladen, der sehr erfolgreich war, er liebt Sex und Drugs und Rock‘n Roll und er kennt sehr viele Leute. Doch mit dem Niedergang der Musikindustrie kommt auch der Niedergang der Plattenläden. Er ist pleite, in der ersten Zeit hält er sich am Leben, indem er auf eBay alte Platten, T-Shirts und Andenken verscherbelt. Dann verliert er die Wohnung. Der soziale Abstieg ist nicht zu vermeiden. Als dann auch noch ein Freund, der ihn finanziell unterstützt hat, plötzlich stirbt, ist er am Ende. Doch er trifft seinen alten Kumpel Xavier, einen Drehbuchautor, der das Glück hatte, eine reiche Frau zu heiraten, mit der er eine Tochter hat und einen Hund. Er hat sich angepasst und wird zum braven Familienvater. Xavier reist mit seiner Familie nach Kanada. Er bietet Vernon an, in der Zwischenzeit sein Haus und den Hund zu hüten.