von Katharina Hacker
Februar 2022 (S. Fischer), 256 Seiten

Die Hauptfigur des Romans wird am Tag ihres 50. Geburtstags zum Notar ihrer Großmutter beordert. Diese ist verstorben und hat der Enkelin ein ziemlich heruntergekommenes Café vermacht. Knall auf Fall beschließt die Erbin, das Café, das zurzeit verpachtet ist, zu übernehmen und selbst zu führen. Ihren Job in einem Institut, das seltene Wörter sammelt, kündigt sie, ohne mit der Wimper zu zucken. Dann zieht sie ins Café. Ihre Wohnung behält sie zwar, ist aber kaum mehr dort. Sie übernachtet in einem Ohrensessel im Café. Kasia, eine resolute Polin, die längst in Deutschland wohnt, aber immer wieder von Berlin nach Polen pendelt, weil ihr Bruder nicht ganz zurechnungsfähig ist, hilft der Erbin, so wie sie dem Pächter geholfen hat. Sie vermittelt einen Handwerker, ebenfalls polnischer Abstammung, der das Café auf Vordermann bringt. Die beiden kümmern sich um die Erbin, die ein wenig verloren, ein wenig planlos wirkt und deren Lebensinhalt plötzlich darin zu bestehen scheint, dass Gäste kommen.