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16.4.21

Serverland

von Josefine Rieks
Februar 2018 (Hanser), 176 Seiten

Stellen Sie sich vor, es gibt kein Internet mehr. Nein, nicht nur bei Ihnen zuhause oder hier in Südtirol, nein überall auf der ganzen Welt. Kein Facebook, kein Youtube, kein Amazon, Uber, Bookingcom, kein Instagram, Whatsapp, Signal und wie sie sonst noch alle heißen, diese Plattformen, die unseren Lebensalltag maßgeblich mitbestimmen. Josefine Rieks, Philosophin aus Berlin, hat sich genau das vorgestellt.

23.10.20

Vielleicht tanzen wir morgen

Von Ruth Hogan
November 2018 (List), 320 Seiten

 
Maschas Leben orientiert sich an der Wassertemperatur des städtischen Freibads, in dem sie sich jeden Morgen im „Ertrinken“ übt. Dies ist die Strafe, die sie sich selbst für Gabriels Tod auferlegt hat. Seit jenem Tag, der nun schon einige Jahre in der Vergangenheit liegt, hat Mascha alle Freude, Hoffnung und Lebenslust verloren.

11.9.20

Die Liebe kennt keine Zeit - Die wahre Geschichte zweier wiedervereinter Seelen

von Brian L. Weiss
Juli 2018 (Allegria), 288 Seiten

Die 32-jährige Geschäftsfrau Elisabeth leidet seit dem Tod ihrer Mutter unter Depressionen, Angstzuständen und Schlafstörungen. Deshalb beginnt sie eine Therapie bei dem US-amerikanischen Psychiater Dr. Brian Weiss, der auf Rückführungstherapie spezialisiert ist: Mittels Hypnose versetzt er seine Patient*innen in frühere Leben, um so Ursachen für bestehende Schwierigkeiten und Probleme zu finden und diese aufzulösen. Zur selben Zeit sucht der Mexikaner Pedro den Psychiater auf; auch er ist in Trauer und verzweifelt.

7.8.20

Unser Platz in dieser Welt

von Luisa Strunk
Dezember 2018 (Books on Demand), 444 Seiten

Die 16-jährige Marie ist seit dem Vorfall mit ihrer Mutter vor einigen Jahren zur totalen Außenseiterin geworden. Fast täglich wird sie von ihren Mitschüler*innen verspottet und ausgelacht; die Schule ist eine einzige Qual für sie. Kein Wunder also, dass sie am liebsten unsichtbar wäre, in ihren geliebten Büchern verschwinden und in einer anderen Welt leben würde.

12.6.20

Die Ladenhüterin

von Sayaka Murata
Juni 2020 (Aufbau-Verlag), 256 Seiten

Keiko Furukura ist anders, Gefühle machen ihr Angst. Zur Erklärung eine kurze Episode aus ihrer Kindheit. Sie findet auf dem Spielplatz einen toten Vogel. Die Mutter und die anderen Kinder sind sehr betrübt und wollen ihn begraben, sie will ihn mit nach Hause nehmen und grillen. Ihr Vater liebt Gegrilltes. Die Lehrer glauben, sie sei verhaltensauffällig. Daraufhin beschließt Keiko sich zurückzuziehen, sich anzupassen. Sie hat keine Freunde, ist sehr unauffällig. So durchläuft sie das Gymnasium und auch die Universität. Sie lebt allein und sehr zurückgezogen. Eines Abends sieht sie in der Nähe ihrer Wohnung, dass ein neuer 24-Stunden-Supermarkt eröffnet. Ein so genannter Konbini. Sie bewirbt sich für die Stelle als Aushilfe und sie bekommt die Stelle.

17.1.20

Das Birnbaumhaus

von Anna Maria Leitgeb

Die Hauptfigur der in Südtirol angesiedelten Geschichte ist Emma. Es ist ihre Lebensgeschichte, von der Autorin behutsam und eindringlich erzählt vor dem Hintergrund historischer Umwälzungen - Faschismus und Repression der deutschsprachigen Bevölkerung in Südtirol, Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg, Widerstand gegen Rom, Feuernächte. Emmas Leben ist also durchaus ereignisreich. Und es ist kein einfaches Leben, gilt ihre erste große Liebe doch Theo, einem glühenden Anhänger des Nationalsozialismus, von dem sich Emma zeit ihres Lebens nicht zu lösen vermag, so wie sie auch nie zugeben wird, dass ihr heißgeliebter Theo ein Kriegsverbrecher war. So gestaltet sich auch die Beziehung zu ihrer einzigen Tochter zunehmend schwierig.

22.11.19

Die andere Frau

von Michael Robotham

Protagonist dieses Krimis ist der Psychologe Joe O’Loughlin. Seit 13 Jahren hat er Parkinson, kann die Krankheit aber mit Medikamenten noch gut unter Kontrolle halten. Seine Frau ist vor 16 Monaten gestorben und er ist nun allein für seine beiden Töchter Charlie, 19 Jahre, und Emma, 12 Jahre, verantwortlich. Er arbeitet auf Anfrage bei der Polizei mit und zusammen mit Vincent Ruiz, einem Kriminalkommissar im Ruhestand, hat er schon einige knifflige Fälle gelöst.
Eines Abends erhält er einen Anruf: sein 80jähriger Vater ist in London niedergeschlagen worden und liegt jetzt mit schweren Verletzungen im Krankenhaus. Der Anruf kommt von einer Frau, die sich im Krankenhaus als Ehefrau seines Vaters ausgibt und die Joe noch nie gesehen hat.

11.10.19

Pirasol

von Susan Kreller

Ich kenne Susan Kreller in erster Linie als wunderbare Jugendbuchautorin. Ich finde, ihr „Schneeriese“ ist einer der coolsten literarischen Figuren aller Zeiten. Wie er fast draufgeht an seiner unerfüllten Liebe Liebe ist auch in „Pirasol“ zentrales Thema. Gwendoline, die mittlerweile80 Jahre alte Protagonisten, wächst in einem liebevollen Elternhaus auf. Der 2. Weltkrieg bringt Angst und Schrecken. Der Vater, kriegsversehrt im 1. Weltkrieg, muss zwar nicht an die an die Front, wird aber aufgrund von „falscher Lektüre“ deportiert. Die Mutter zerfließt im Schmerz um ihren Mann und verschwindet eines Tages spurlos. Gwendoline, ein Kind noch, auf sich allein gestellt, wird von einer Frau unter die Fittiche genommen, die im Erdgeschoss in der Wohnung des jüdischen Arztes eingezogen ist. Eines Tages stehen drei polnische Frauen in der Tür. Sie ziehen in Gwendolines Wohnung ein.

4.10.19

Die Schwestern vom Ku’damm – Jahre des Aufbaus

von Brigitte Riebe

Das ist die Geschichte der Thalheim-Schwestern, Rike, Silvie und Florentine. Im Mai 45 ist der zweite Weltkrieg zu Ende, und in Berlin versucht man das tägliche Leben trotz aller Widrigkeiten zu meistern. Das gutgehende gleichnamige Kaufhaus wurde auch nicht vom Krieg verschont.
Rike, die älteste der 3 Schwestern, muss den kriegsversehrten Vater ersetzen und die Verantwortung für die Familie übernehmen. Sie, die schon als Kind die Welt der Stoffe geliebt hat, will ihren Traum mit neuen Schnitten, schönen farbigen Stoffen und 2 alten während des Krieges versteckten Nähmaschinen verwirklichen.

13.9.19

Liebe & Verderben

von Hannah Kristin 

1974 zieht die 13jährige Lenora Allbright, genannt Leni, mit ihren Eltern nach Alaska, weil ihr Vater von einem Soldaten, der mit ihm in Vietnam gekämpft hat und dort gefallen ist, ein Haus geerbt hat. Das Haus entpuppt sich als Bruchbude und Alaska als wildes schönes Land, in dem es keine technischen Errungenschaften gibt, sondern nur Nachbarschaftshilfe. Vor allem der Winter, der sehr lange dauert, ist hart und verlangt den Allbrights alles ab. Doch Leni und ihre Mutter hoffen, dass das Trauma, das der Vater von den Kämpfen in Vietnam erlitten hat, von der Ruhe und Einsamkeit in der schönen und unberührten Landschaft Alaskas geheilt wird. Die langen und dunklen Winter lassen jedoch die Dämonen in Ernt Allbright noch mehr aufleben.

6.9.19

Die jüdische Souffleuse

von Adriana Altaras

Vorstellung:
Adriana Altaras ist bekannt als quirlige Person, stets witzig und schlagfertig, aber gleichzeitig eloquent und tiefsinnig. Und genauso spritzig erzählt sie hier eine unterhaltsame Geschichte aus ihrer Arbeitswelt, der Theaterwelt. Sie ist nicht nur Schauspielerin und Autorin, sie ist auch eine gefragte Regisseurin.
Bei den Proben zu einer Mozartoper geht Sissele, die Souffleuse auf Adriana zu und trägt ihr einen seltsamen Wunsch vor. Sie will ihre jüdischen Verwandten finden, von der sie nichts mehr weiß, seit sie im Krieg in alle Richtungen verschwunden sind. Das Leben hat es nicht immer gut mit ihr gemeint, aber mit Adrianas Hilfe kann sich das jetzt noch ändern.

9.8.19

Vier. Zwei. Eins.

von Erin Kelly 

Kit und Laura, ein junges verliebtes Paar, erleben im Sommer 1999 eine totale Sonnenfinsternis in Cornwall. Die beiden beobachten dieses Phänomen in einem abgeschiedenen Waldstück und Laura sieht danach, wie ein Mann eine Frau vergewaltigt. Voller Mitgefühl bietet sie dem Opfer Beth ihre Hilfe an und sagt bei der Gerichtsverhandlung auch als Zeugin aus. Laura bleibt aber beim Prozess nicht ganz bei der Wahrheit und lebt danach in dauernder Sorge, dass der Meineid herauskommt und Kit sie deshalb verlässt. Beth hängt sich nach dem Prozess immer mehr an Kit und Laura und die beiden fühlen sich immer mehr eingeengt. Als ihre Wohnung Feuer fängt und die beiden Beth im Verdacht haben, tauchen sie unter und leben unter falschen Namen an einem anderen Ort. Doch 15 Jahre später taucht Beth wieder auf.

12.7.19

Die Madonna der Berge

von Elise Valmorbida 

Erzählt wird die Lebensgeschichte von Maria Vittoria in Italien von 1923 bis 1950. Maria Vittoria wird mit 25 von ihrem Vater mit einem jungen unversehrten Mann verheiratet. Sie hat Glück, dass sie noch einen Mann bekommt, da durch den Krieg viele junge Männer verstorben oder verkrüppelt sind. Mit Achille zieht sie nach Fosso, einem kleinen Dorf in Venetien. Dort führt sie zusammen mit ihrem Mann ein Lebensmittelgeschäft und bekommt fünf Kinder, 3 Söhne und zwei Töchter. Die Faschistenzeit und der zweite Weltkrieg machen der Familie schwer zu schaffen. Die Lebensmittel werden rationiert und Achille wird denunziert, weil er Schwarzhandel betreibt. Er kommt ins Gefängnis. Inzwischen versucht Maria mit der Hilfe ihres Cousins Duilio, der bei der faschistischen Partei ist, ihren Mann freizubekommen.

5.7.19

Man muss auch mal loslassen können

von Monika Bittl

Inhalt:
Wieder die Geschichte dreier Frauen und ihre Lebenskrisen:
Wilma hat die Konzession für ihr Lokal verloren,
Charlotte hat die ihr verbleibende Lebenszeit nur noch an einem Buch gearbeitet, das niemand drucken will,
Jessie entdeckt ihren Freund in flagranti mit einer anderen in ihrer Wohnung.
Da will jede nur noch ein Ende dieses nutzlosen Lebens. Da es aber sogar jetzt nicht so einfach ist, begeben sie sich zu einer Beratungsstelle. Hier tun sie sich zusammen, haben aber trotz mehrfacher Versuche keinen Erfolg. Sie haben wohl viel zu gute Schutzengel! Um sich den ultimativen Mut anzutrinken, wollen sie an der Tankstelle Hochprozentiges besorgen.

28.6.19

Und die Braut schloss die Tür

von Ronit Matalon 

Im ersten Absatz des Buches verkündet die Braut, dass sie nicht heiraten wolle und schließt sich im Zimmer ein. Vier Personen warten nun vor der Tür und überlegen, wie es nun weitergehen soll und vor allem: Warum will sie nicht heiraten? Der Bräutigam Matti zweifelt an ihrer Liebe. Mattis Eltern denken vor allem an die Kosten, wenn das Fest ins Wasser fällt. Wie in Israel üblich, sind Hunderte Menschen zum Fest eingeladen. Der Cousin Ilan will unbedingt helfen. Nur die schwerhörige Großmutter steht am Rande und beobachtet das Ganze aus der Distanz. Jeder macht sich seine eigenen Gedanken. Mittlerweile hat sich auch in der Nachbarschaft herumgesprochen, dass die Braut nicht heiraten will.

31.5.19

Jesolo

von Tanja Raich 

Andrea und Georg sind ein Paar, seit sie 16 Jahre alt sind. Jetzt sind sie 35, haben beide eine tolle Arbeit und fahren jedes Jahr zum Urlaub nach Jesolo. Andrea ist zufrieden mit dem Stand der Dinge. Sie hat eine Wohnung in der Stadt und verbringt die Hälfte der Woche in ihrer Wohnung und die andere Hälfte in der Wohnung ihres Freundes Georg. Mit Familie, Kinder kriegen und heiraten hat Andrea nichts am Hut. Georg hingegen drängt Andrea endlich zusammenzuziehen und eine Familie zu gründen. Auch die Eltern von Georg warten sehnsüchtig auf Enkelkinder. Nach einem heftigen Streit und einer Trennung auf Zeit merkt Andrea, dass sie schwanger ist. Die beiden kommen wieder zusammen und Georg ist überglücklich, dass er Vater wird.

3.5.19

Mittagsstunde

von Dörte Hansen

Bücher, in denen Sätze wie der folgende vorkommen: „Der Wind war immer noch der alte. Er schliff die Steine ab und knickte Bäume, beugte Rücken. Auch diesem alten Wind war es egal, was Menschen taten, ob sie blieben oder weiterwanderten. Es ging hier gar nicht um das bisschen Mensch.“, muss man einfach gelesen haben.
In Dörte Hansens „Mittagsstunde“ wird ruhig und unspektakulär von einem nordfriesischen Dorf namens Brinkebüll erzählt, dass es so nicht gibt, das aber dennoch überall sein könnte. Es ist in gewisser Weise die Geschichte des Niederganges eines Dorfes und seiner Strukturen, die jahrzehntelang so funktioniert haben. Die Dorfschule mit Lehrer Steensen beispielsweise oder der Dorfladen, wo man einkauft, weil es genau diesen einen Laden gibt.

26.4.19

Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren

von Ali Benjamin

Beschreibung:
Die zwölfjährige Suzy hat es schwer genug: Ihre Eltern lassen sich scheiden, ihr älterer Bruder zieht aus, weil er aufs College geht, und wenig später wendet sich auch noch ihre beste Freundin Franny immer mehr von ihr ab. Einst waren die beiden unzertrennlich, nun findet Franny sie peinlich und will nichts mehr mit ihr zu tun haben. Die Dinge spitzen sich immer mehr zu, doch noch bevor die beiden Freundinnen die Chance haben sich auszusprechen, geschieht das Unfassbare: Franny ertrinkt – und das, obwohl sie eine hervorragende Schwimmerin ist. Suzy ist fassungslos; sie beschließt, es im Gegensatz zu allen anderen nicht so einfach zu akzeptieren, und herauszufinden, woran Franny tatsächlich gestorben ist. Schnell scheint ihr ziemlich klar, was dahinterstecken könnte: eine Irukandji, eine winzige, aber hochgiftige Quallenart. Nun gilt es das nur noch zu beweisen.

19.4.19

Arminuta

von Donatella Di Pietrantonio

Ein 13jähriges Mädchen wächst behütet bei ihren Eltern auf. Sie wohnen in einem schönen Haus am Meer und als Einzelkind genießt sie Ballett- und Schwimmunterricht. Ihre Welt bricht zusammen, als sie erfährt, dass ihre Eltern nicht ihre richtigen Eltern sind und dass sie zu  ihrer Herkunftsfamilie zurück muss. Diese lebt in einem Dorf weiter weg. Sie hat auf einmal 4  Brüder und eine Schwester. Mit ihren Geschwistern muss sie in einem Zimmer schlafen und mit ihrer jüngeren Schwester sogar das Bett teilen. Diese ist noch Bettnässerin und die warme Feuchtigkeit mitten in der Nacht wird für sie zum Alltag. Von allen wird sie nur „Arminuta“, die Zurückgekommene genannt. Wenig Essen, Armut und grobe Umgangsformen, sogar Gewalt, prägen nun ihr tägliches Leben.

29.3.19

Stechmückensommer

von Jutta Wolke 

Madeleine genannt Made, fast 14, muss die Sommerferien in einem Camp in Südschweden verbringen. Ihre Eltern urlauben derweil in Japan. Madeleines Mutter hat eine Totgeburt hinter sich und muss mal raus. Madeleine ist wenig begeistert, sie kennt niemanden und übt sich in der Kunst des Unsichtbar-Seins. Gleich der erste Ausflug in ein still gelegtes Bergwerk endet in einem Fiasko. Madeleine wird samt VW-Bus von einem durchgeknallten 15-jährigen Punk entführt, der seinem Opa auf dem Totenbett versprochen hat, zu dessen Geburtstag am Nordkap zu sein. Eine Reise, die sie eigentlich gemeinsam machen wollten. Über holprige Nebenstraßen kommen sie nur schlecht voran. Madeleine genießt das Abenteuer, weil einmal nicht ihr fetter Körper im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht.