26.12.14

Deiner Seele Grab

von Inge Löhnig

Beschreibung:
Wieder ein Fall für den Münchner Kommissar Dühnfort. Mehrere Morde an älteren Menschen scheinen von einem Täter begangen worden zu sein, der sich selbst als „der Samariter“ bezeichnet und durch seine Taten auf die unhaltbaren Zustände in der Altenpflege hinweisen will. Im Zuge seiner Nachforschungen gerät der Ermittler auch auf die Spur der geheimnisvollen Elena, die sich illegal als Putzfrau in Deutschland aufhält und die irgendwie in das Geschehen involviert zu sein scheint. Aber auch der Kommissar selbst hat einiges durchzustehen, gerät er doch nach einem angeblichen Übergriff auf eine Inhaftierte ins Visier der internen Ermittler. Er muss zur Kenntnis nehmen, dass er unter seinen Kollegen nicht nur Freunde hat.

19.12.14

Es wird keine Helden geben

von Anna Seidl

Beschreibung:
Eigentlich sollte es ein ganz normaler Schultag werden. Doch plötzlich fallen Schüsse. Ein Schüler, Matias, läuft Amok und schießt auf Mitschüler und Lehrer. Zuerst begreift niemand so richtig, was passiert. Dann bricht Chaos aus. Die 15-jährige Miriam flüchtet mit ihrer besten Freundin Joanne auf die Toilette. Als sie die Tür wieder öffnen, liegt davor ein Klassenkamerad, erschossen. Kurz darauf findet Miriam im Gang einen weiteren Jungen, ihren Freund Tobi, schwer verletzt am Boden liegend. Miriam ist wie paralysiert. Sie muss mit ansehen, wie Tobi seinen Verletzungen erliegt und wie der Amokläufer vom Sondereinsatzkommando getötet wird. Von einer Sekunde auf die andere ist nichts mehr wie es war. Die Welt des jungen Mädchens und jene ihres Umfelds gerät aus den Fugen.

12.12.14

Mehr als das

von Patrick Ness

Der sechzehnjährige Seth treibt im eisigen Meerwasser, er versucht zu schreien, doch seine Lungen füllen sich mit Wasser, dann schwemmt eine gigantische Welle seinen Körper an die Klippen und sein Körper zerschellt. Er hört sein Genick brechen.
Einige Sekunden nach seinem Tod wacht der Jugendliche vor dem Haus in England auf, in dem er seine Kindheit verbracht hat. Sein Körper ist mit seltsamen Bandagen umwickelt, die nur seine Geschlechtsteile, sein Gesäß und seinen Kopf freilassen. Die Landschaft scheint ausgestorben, alles ist mit einem seltsamen Schlamm bedeckt und das Wetter wechselt im Stundenrhythmus. Er ist äußerst schwach und fällt immer wieder in tiefen Schlaf, in dem er vom Leben vor seinem Tod träumt. Er erinnert sich daran, dass sein kleiner Bruder als Kleinkind von einem entflohenen Sträfling entführt wurde, und Seth selbst daran Schuld war, weil er dem Mann die Tür öffnete.

5.12.14

Die Lebenden und die Toten

von Nele Neuhaus

Es ist kurz vor Weihnachten, Kriminalkommissarin Pia Kirchhoff hat gerade erst heimlich geheiratet und plant über die Feiertage mit ihrem Ehemann Christoph in die Flitterwochen zu fahren. Doch Pia wird unerwartet zu einen Leichenfund gerufen. Eine ältere Dame wurde beim Spazierengehen aus dem Hinterhalt erschossen. Kurz darauf wird eine weitere Frau durch das Küchenfenster in Anwesenheit ihrer Enkelin per Kopfschuss hingerichtet. Da Pia und ihr Chef Oliver von Bodenstein zwischen den beiden Opfern anfänglich keinen Zusammenhang erkennen können, sind sie überzeugt, es handle sich bei dem „Taunus-Sniper“ um einen wahnsinnigen Psychopathen, der seine Opfer wahllos ermordet. Die Polizei tappt zunächst im Dunkeln. Als dann noch ein junger Mann erschossen wird, der vor Jahren ein Spenderherz von einer scheinbar hirntoten Patientin erhalten hat, stoßen die Ermittler auf eine erste heiße Spur. Langsam verbinden sich die Schicksale der einzelnen Opfer, doch es sind nicht die Toten, die sich schuldig gemacht haben, sondern deren Angehörige. Somit beginnt für die Polizei ein Wettlauf mit der Zeit, um weitere Morde durch den „Richter“ zu verhindern.

Mein Fazit: 
Nele Neuhaus greift in ihrem Buch das heikle Thema der Organtransplantation auf. Sie beschreibt die Ängste, mit denen sich die Angehörigen in solch einer Situation konfrontiert sehen so genau, dass man die Verzweiflung regelrecht spüren kann. Für mich ein wirklich spannender Krimi, der mich von Anfang an gefesselt aber auch nachdenklich gestimmt hat.