27.4.18

Der Garten der Düfte

von Kirsty Manning

Die Autorin erzählt zeitgleich die Geschichte von zwei Frauen: die junge Meeresbiologin Pip lebt in Tasmanien und ist eine leidenschaftliche Köchin. Nach einem Streit mit ihrem Verlobten verläßt sie ihre Heimat und nimmt in Spanien eine Stelle als Hilfsköchin an.
Die zweite Geschichte erzählt von Artemisia, einer jungen Köchin, die 1487 im Chateau de Boschaud arbeitet und für ihren Herrn ein rauschendes Festmahl zur Hochzeit ausrichten muss. Dem Schloss ist ein Kloster angeschlossen und Artemisia unterliegt der Befehlsgewalt des Abts, der mit grausamer Strenge über die Bediensteten und die Mönche herrscht.
Das Verbindende dieser beiden Geschichten sind die Kupfertöpfe aus Frankreich, die Pip zur bevorstehenden Hochzeit geschenkt bekommt.

20.4.18

Durst

von Jo Nesbø

Eine Frau wird in ihrem eigenen Zuhause mit Bissspuren am Hals aufgefunden – ermordet mit Hilfe eines Eisengebisses, der Körper beinahe blutleer. Da Vampirismus ein heiß diskutiertes Thema in der Psychiatrie ist, geht ein Aufschrei durch die norwegische Presselandschaft. Und die Berichterstattung überschlägt sich erst recht, als ein zweiter, ähnlicher Mord geschieht und sich ein namhafter Psychiater mit Spezialgebiet Vampirismus – also der krankhaften Veranlagung, durch das Trinken von Menschenblut Befriedigung zu erlangen – den Medien als Experte zur Verfügung stellt.
Harry Hole arbeitet eigentlich nicht mehr als Kriminalkommissar, er unterrichtet an der Polizeihochschule.

13.4.18

Mein Freund Charlie

von Tanya Lieske

„Gute Literatur ist wie ein Leben, aus dem man die Langeweile herausgeschnitten hat.“ Langweilig ist es nicht in Tanja Lieskes neuem Jugendroman „Mein Freund Charlie“. Der 15-jährige Niks und sein Vater Marhis gehen nach Deutschland, genauer gesagt nach Düsseldorf, noch genauer gesagt, sie fahren mit einem Bus von ECOLINES über 50 Stunden von Lettland nach Düsseldorf. „Deutschland is’gut. In Deutschland haben alle Arbeit und wir haben ja jetzt den Euro.“ Die Realität in der Linienstraße sieht allerdings anders aus. Niks ist viel allein, weil Marhis auf verschiedenen Baustellen schuftet. Er freundet sich mit den Nachbarn an, mit der wunderschönen Natascha, in die er sich verliebt, mit Charlie, der sein bester Freund wird. Zusammen mit Charlies Bruder Vladimir, der irgendwie ballaballa ist, haben die zwei eine gut organisierte Einbrecherbande, zu der bald auch Niks gehört, weil er sich so gut anschleichen kann.

6.4.18

Nichts wünsche ich mir mehr

von Lena Hach

Buchcover und -titel, finde ich, sind eine heikle Angelegenheit. Deswegen ist eine eindeutige Aussage wichtig. „Nichts wünsche ich mir mehr“ zeigt ein Auge, das aus einer schwarzen Kapuze oder einem Kopftuch herausschaut – dachte ich. Das Schwarze ist keine Kapuze, auch kein Kopftuch, sondern es sind Haare. Wenn man das verstanden hat – was bei mir erst im Laufe der Geschichte war -, wird das Cover verständlich und man versteht auch das Thema.
Katha entdeckt münzgroße, kahle Stellen an ihrem Hinterkopf. Haarausfall? In ihrem Alter? Sie ist erst sechzehn und der Haarausfall hat einen Namen: Alopezie. Das bedeutet nicht nur Haarausfall auf dem Kopf, sondern am ganzen Körper. Zu Anfang lässt es sich noch gut verstecken, doch die Krankheit schreitet voran. Katha verliert immer mehr Haare und damit steigt die Angst, zur Schule zu gehen.