25.10.19

Der Sommer meiner Mutter

von Ulrich Woelk

Christoph Pichler hat das Buch auf Rai Südtirol besprochen. Nicht dass ich das gehört hätte. Aber ich habe den Ausschnitt gehört, wo der Autor liest. Der junge Protagonist wünscht sich eine Jeans zum 12. Geburtstag und seine Mutter geht mit ihm einkaufen. Sie probiert ebenso eine solche an und Tobias nimmt seine Mutter zum ersten Mal als Frau wahr. Die Ereignisse rund um die erste Mondlandung bilden das Fundament für diese kleine Geschichte. Tobias ist Einzelkind, das Elternhaus der damaligen Zeit entsprechend bieder und mit klaren Rollenverhältnissen. Im Nachbarhaus zieht eine Familie ein, die Eltern etwa gleichaltrig, die Tochter 13, frühreif und klug. Zwischen den ungleichen Familien - Kommunisten! die einen, religiös-konservativ die anderen, entsteht eine tiefe Freundschaft.

18.10.19

Cows

von Dawn O’Porter 

Die Protagonistinnen in diesem Roman sind drei Frauen, von denen unabhängig und parallel nebeneinander erzählt wird. Tara ist 42, alleinerziehende Mutter von einer sechsjährigen Tochter. Sie arbeitet in einer Filmfirma und produziert Dokus. Ihre Tochter ist das Ergebnis eines „One-Night-Stand“ und der betreffende Mann hat von der Schwangerschaft nie erfahren. Sie muss sich mit den perfekten Familien , vor allem den perfekten Müttern auseinandersetzen, deren Kindern mit ihrer Tochter in die Schule gehen.
Cam ist 36 und seit 16 Jahren eine erfolgreiche Lifestyle-Bloggerin. Mit ihrem jüngeren Liebhaber führt sie ein unkonventionelles Leben und schreibt feministische Artikel, mit denen sie viel Bewunderung aber auch Hass erntet.

11.10.19

Pirasol

von Susan Kreller

Ich kenne Susan Kreller in erster Linie als wunderbare Jugendbuchautorin. Ich finde, ihr „Schneeriese“ ist einer der coolsten literarischen Figuren aller Zeiten. Wie er fast draufgeht an seiner unerfüllten Liebe Liebe ist auch in „Pirasol“ zentrales Thema. Gwendoline, die mittlerweile80 Jahre alte Protagonisten, wächst in einem liebevollen Elternhaus auf. Der 2. Weltkrieg bringt Angst und Schrecken. Der Vater, kriegsversehrt im 1. Weltkrieg, muss zwar nicht an die an die Front, wird aber aufgrund von „falscher Lektüre“ deportiert. Die Mutter zerfließt im Schmerz um ihren Mann und verschwindet eines Tages spurlos. Gwendoline, ein Kind noch, auf sich allein gestellt, wird von einer Frau unter die Fittiche genommen, die im Erdgeschoss in der Wohnung des jüdischen Arztes eingezogen ist. Eines Tages stehen drei polnische Frauen in der Tür. Sie ziehen in Gwendolines Wohnung ein.

4.10.19

Die Schwestern vom Ku’damm – Jahre des Aufbaus

von Brigitte Riebe

Das ist die Geschichte der Thalheim-Schwestern, Rike, Silvie und Florentine. Im Mai 45 ist der zweite Weltkrieg zu Ende, und in Berlin versucht man das tägliche Leben trotz aller Widrigkeiten zu meistern. Das gutgehende gleichnamige Kaufhaus wurde auch nicht vom Krieg verschont.
Rike, die älteste der 3 Schwestern, muss den kriegsversehrten Vater ersetzen und die Verantwortung für die Familie übernehmen. Sie, die schon als Kind die Welt der Stoffe geliebt hat, will ihren Traum mit neuen Schnitten, schönen farbigen Stoffen und 2 alten während des Krieges versteckten Nähmaschinen verwirklichen.