Nelson und Hamza sind Klassenkameraden und beste Freunde, seit Hamza Nelson in der 5. Klasse vor Ibos Mobbingattacken gerettet hat. Zu Beginn des Sommersemesters kommen zwei neue Mädchen in die Klasse. Die ultrakluge Marie, bald von allen nur „die Streberin“ genannt, und Barin, die erst vor einem halben Jahr mit ihren Eltern aus Afghanistan geflüchtet ist.
24.6.22
17.6.22
Der letzte Sommer in der Stadt
Januar 2022 (Zsolnay), 208 Seiten

Dieses Buch, das in den 1970ern in italienischer Sprache erschien und nun auch in Deutsch vorliegt, erzählt eigentlich eine normale Liebesgeschichte aus jener Zeit. Sie ist ganz einfach und schmucklos erzählt und spiegelt gerade durch diese lapidare Ehrlichkeit den Zeitgeist wider.
10.6.22
Die Gäste
Februar 2022 (S. Fischer), 256 Seiten
Die Hauptfigur des Romans wird am Tag ihres 50. Geburtstags zum Notar ihrer Großmutter beordert. Diese ist verstorben und hat der Enkelin ein ziemlich heruntergekommenes Café vermacht. Knall auf Fall beschließt die Erbin, das Café, das zurzeit verpachtet ist, zu übernehmen und selbst zu führen. Ihren Job in einem Institut, das seltene Wörter sammelt, kündigt sie, ohne mit der Wimper zu zucken. Dann zieht sie ins Café. Ihre Wohnung behält sie zwar, ist aber kaum mehr dort. Sie übernachtet in einem Ohrensessel im Café. Kasia, eine resolute Polin, die längst in Deutschland wohnt, aber immer wieder von Berlin nach Polen pendelt, weil ihr Bruder nicht ganz zurechnungsfähig ist, hilft der Erbin, so wie sie dem Pächter geholfen hat. Sie vermittelt einen Handwerker, ebenfalls polnischer Abstammung, der das Café auf Vordermann bringt. Die beiden kümmern sich um die Erbin, die ein wenig verloren, ein wenig planlos wirkt und deren Lebensinhalt plötzlich darin zu bestehen scheint, dass Gäste kommen.
3.6.22
Die Nacht so groß wie wir
von Sarah Jäger
September 2021 (Rowohlt Taschenbuch), 192 Seiten![]()
Ob die fünf Freunde eine Anspielung an Enid Blyton sind oder Zufall, ich weiß es nicht. Aber es könnte halt sein. Es geht, wie oft in Coming-of-Age-Romanen, um „die letzte Nacht unserer Jugend“. Pavlow, einer der fünf Freunde, findet, dass diese Nacht gebührend gefeiert gehört.

