26.7.19

Der Turm der blauen Pferde

von Bernhard Jaumann

Anfang Mai 1945 in Berchtesgaden. Der Krieg nähert sich dem Ende, die Amis und Franzosen haben die Nazis vertrieben. Xaver und Ludwig, zwei Halbstarke, glauben immer noch an den Sieg. Sie wissen, dass in einem Tunnel ein Zug versteckt wurde, schwer bewacht von der SS. Die SS-Männer haben sich aus dem Staub gemacht. Die beiden Jungs vermuten im Zug die berühmte Wunderwaffe, die den Sieg bringen wird. Sie brechen eine Kiste auf und entdecken ein Gemälde, auf dem blaue Pferde abgebildet sind. Sie sind schwer enttäuscht, doch einer der beiden, Ludwig, ist magisch angezogen vom Bild. Es kommt zu einem Handgemenge zwischen den beiden: der eine will das Bild nehmen und verschwinden, der andere will weiter nach der Wunderwaffe suchen. Ludwig erschlägt in Notwehr seinen Freund und nimmt das Bild an sich.

19.7.19

Keine halben Sachen

von Antje Herden

Das Buch hat den Peter-Härtling-Preis 2019 gewonnen. Dass ich es trotzdem nicht so glorreich fand, liegt an mir. Robin, 15, Langeweile und Pubertät bestimmen seinen Alltag. Bis aus dem Nichts der coole Leo auftaucht. Ein falscher Freund, der sich in der Schule auf den drei Jahre leer gebliebenen Platz neben ihn setzt. Leo kifft und konsumiert Speed. Er trinkt Mate und isst vegetarische Döner. Der Gesundheit wegen. Robin ist schwer von ihm beeindruckt und lässt sich auf allerlei Experimente ein. Er geht nicht mehr zur Schule und kommt mit der Polizei in Kontakt, obwohl er „ein guter“ ist. Seiner völlig überforderten Mutter erzählt er unglaubwürdige Geschichten, die diese dankbar glaubt.

12.7.19

Die Madonna der Berge

von Elise Valmorbida 

Erzählt wird die Lebensgeschichte von Maria Vittoria in Italien von 1923 bis 1950. Maria Vittoria wird mit 25 von ihrem Vater mit einem jungen unversehrten Mann verheiratet. Sie hat Glück, dass sie noch einen Mann bekommt, da durch den Krieg viele junge Männer verstorben oder verkrüppelt sind. Mit Achille zieht sie nach Fosso, einem kleinen Dorf in Venetien. Dort führt sie zusammen mit ihrem Mann ein Lebensmittelgeschäft und bekommt fünf Kinder, 3 Söhne und zwei Töchter. Die Faschistenzeit und der zweite Weltkrieg machen der Familie schwer zu schaffen. Die Lebensmittel werden rationiert und Achille wird denunziert, weil er Schwarzhandel betreibt. Er kommt ins Gefängnis. Inzwischen versucht Maria mit der Hilfe ihres Cousins Duilio, der bei der faschistischen Partei ist, ihren Mann freizubekommen.

5.7.19

Man muss auch mal loslassen können

von Monika Bittl

Inhalt:
Wieder die Geschichte dreier Frauen und ihre Lebenskrisen:
Wilma hat die Konzession für ihr Lokal verloren,
Charlotte hat die ihr verbleibende Lebenszeit nur noch an einem Buch gearbeitet, das niemand drucken will,
Jessie entdeckt ihren Freund in flagranti mit einer anderen in ihrer Wohnung.
Da will jede nur noch ein Ende dieses nutzlosen Lebens. Da es aber sogar jetzt nicht so einfach ist, begeben sie sich zu einer Beratungsstelle. Hier tun sie sich zusammen, haben aber trotz mehrfacher Versuche keinen Erfolg. Sie haben wohl viel zu gute Schutzengel! Um sich den ultimativen Mut anzutrinken, wollen sie an der Tankstelle Hochprozentiges besorgen.