29.3.19

Stechmückensommer

von Jutta Wolke 

Madeleine genannt Made, fast 14, muss die Sommerferien in einem Camp in Südschweden verbringen. Ihre Eltern urlauben derweil in Japan. Madeleines Mutter hat eine Totgeburt hinter sich und muss mal raus. Madeleine ist wenig begeistert, sie kennt niemanden und übt sich in der Kunst des Unsichtbar-Seins. Gleich der erste Ausflug in ein still gelegtes Bergwerk endet in einem Fiasko. Madeleine wird samt VW-Bus von einem durchgeknallten 15-jährigen Punk entführt, der seinem Opa auf dem Totenbett versprochen hat, zu dessen Geburtstag am Nordkap zu sein. Eine Reise, die sie eigentlich gemeinsam machen wollten. Über holprige Nebenstraßen kommen sie nur schlecht voran. Madeleine genießt das Abenteuer, weil einmal nicht ihr fetter Körper im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht.

22.3.19

Jetzt ist alles, was wir haben

von Amy Giles

Beschreibung:
Hadley hat hervorragende Schulnoten, ist Kapitänin des Lacrosse-Teams und nahe dran, den Flugschein zu machen – und alles nur für ihren Vater. Der Geschäftsmann, der sehr darauf bedacht ist, immer und überall der Beste zu sein, macht seiner Familie das Leben zur Hölle. Nach außen hin um jeden Preis das Bild einer Vorzeigefamilie vermittelnd, ist er zuhause tyrannisch, launenhaft und unberechenbar. Hadley muss jeden Tag um halb fünf aufstehen, um mit ihm joggen zu gehen oder um im Fitnessraum zu trainieren. Sie und auch ihre Mutter und Schwester dürfen nur das essen, was der Vater absegnet. Und selbst bei der Wahl des Colleges darf die 17-Jährige nicht mitreden.

15.3.19

Das Tal im Nebel

von Lenz Koppelstätter

Beschreibung:
Grauner will gegen den Büro-Stress, den Bozen-Stress und den Commissario-Stress ankämpfen, und zwar mit den Übungen die ihm der Tierarzt empfohlen hatte. Er unterbricht die Atemübung nur kurz, um den schweren, würzigen Stallgeruch zu genießen und sortieren: eine zarte Note von Löwenzahn, ein Hauch von Tannenzapfen, die ganze Almwiese und der Duft seiner Kühe. Da wird er vom Alltag eingeholt – Im Südtiroler Unterland hat man die Leichen zweier Frauen in den Apfelwiesen gefunden, und ein Verdächtiger steht auch sehr schnell fest. Da muss Grauner seinem Kollegen Saltapepe einiges erklären; denn er glaubt nicht so einfach an die Schuld des Zwölfer-Heinrich, wie es die Bauern und Winzer im Dorf hingegen zu wissen glauben.

8.3.19

Der Apfelbaum

von Christian Berkel

Beschreibung:
Berlin 1932: Sala und Otto sind dreizehn und siebzehn Jahre alt, als sie sich ineinander verlieben. Er stammt aus der Arbeiterklasse, sie aus einer intellektuellen jüdischen Familie. 1938 muss Sala ihre deutsche Heimat verlassen, kommt bei ihrer jüdischen Tante in Paris unter, bis die Deutschen in Frankreich einmarschieren. Während Otto als Sanitätsarzt mit der Wehrmacht in den Krieg zieht, wird Sala bei einem Fluchtversuch verraten und in einem Lager in den Pyrenäen interniert. Dort stirbt man schnell an Hunger oder Seuchen, wer bis 1943 überlebt, wird nach Auschwitz deportiert. Sala hat Glück, sie wird in einen Zug nach Leipzig gesetzt und taucht unter.

1.3.19

Die Geschichte einer kurzen Ehe

von Anuk Arudpragasam

Der Autor greift eine Geschichte aus dem Bürgerkrieg zwischen der Regierung von Sri Lanka und den Tamilen auf. Er beschreibt in eindringlichen Bildern die Geschichte einer kurzen Ehe, einer Ehe, die nur 24 Stunden dauert. Dinesh lebt allein in einem Flüchtlingslager, das aus Zelten besteht und das sich rings um ein Schulhaus, in dem ein behelfsmäßiges Krankenhaus eingerichtet wurde, entstanden ist. Dinesh hilft im Krankenhaus aus, er entsorgt Leichen und hält den Verwundeten und Sterbenden die Hand. Auch das Krankenhaus gerät unter Beschuss, da kommt eines Tages ein alter Mann zu Dinesh. Er hat ihn beobachtet und glaubt, er sei ein guter Mensch. Daher wolle er seine einzige Tochter, Ganga, mit ihm verheiraten.