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2.8.19

Der Zorn der Einsiedlerin

von Fred Vargas

Lange haben die Fans dieser Autorin auf eine weitere Geschichte um den etwas sehr eigenen Polizisten und seiner interessanten Truppe warten müssen. Endlich treffen wir wieder auf die unterschiedlichsten Charaktere in diesem Team, die sehr gut beschrieben sind und einem im Laufe der Geschichten immer mehr ans Herz gewachsen sind.
Kommissar Adamsberg, der bei seinen Ermittlungen geduldig wartet, dass ihm die Erkenntnisse ins Bewusstsein gelangen und ihn mit Hilfe seiner Intuition auf die richtige Fährte bringen. Namen kann er sich sowieso nicht merken, und auf eine systematische Ermittlungsarbeit legt er überhaupt keinen Wert. Was seinen Mitarbeiterstab regelrecht zur Verzweiflung bringt.

24.5.19

Die Lügnerin

von Ayelet Gundar-Goshen

Die 17-jährige Schülerin Nuphar arbeitet während der Sommerferien in einer Eisdiele als Verkäuferin. Kurz vor dem Ende der Ferien gerät sie in eine tiefe Krise. Während der Ferien ist nichts passiert: während die Gleichaltrigen sich amüsieren und neue Bekanntschaften schließen, passiert in ihrem Leben rein gar nichts. Eines Tages kommt ein ehemals bekannter Sänger, der vor einiger Zeit den Songcontest gewonnen hat, in die Eisdiele. Doch seine Karriere ist ins Stocken geraten. Sein Agent hat ihm gerade eine schlechte Nachricht übermittelt. In dieser prekären Situation treffen die beiden in der Eisdiele zusammen. Nuphar wagt es, ihn zu korrigieren, er haut mit der Faust auf die Theke und sie stürzt schreiend aus dem Laden. Es entsteht ein Tumult, zwei Soldatinnen eilen herbei. Eine fragt Nuphar, ob er sie sexuell belästigt habe. Nach kurzem Zögern bejaht Nuphar.

10.5.19

Leere Herzen

von Juli Zeh 

Der Roman spielt in der nahen Zukunft in Deutschland: Angela Merkel ist abgewählt worden und die Besorgte Bürger Bewegung hat die Macht übernommen. Demokratische Errungenschaften werden sukzessive abgebaut, die UNO soll aufgelöst werden, gedruckte Zeitungen gibt es keine mehr, aber ansonsten geht es den meisten Deutschen recht gut. Man hat sich mit der neuen politischen Situation abgefunden. Im Mittelpunkt des Romans stehen Britta und Babak. Sie ist Therapeutin, er stammt aus dem Irak und ist IT-Experte. Sie haben eine geniale Geschäftsidee entwickelt. Babak fischt mithilfe von Algorithmen potenzielle Selbstmordkandidaten aus dem Netz, Britta therapiert sie.

12.4.19

Ikarien

von Uwe Timm

In vielen Romanen thematisiert der Autor die deutsche Geschichte, in einigen auch seine eigene Familiengeschichte. So ist seine Ehefrau die Enkelin von Prof. Ploetz, dem Begründer der Eugenik, aus der in der Nazizeit die Rassenhygiene und Euthanasie entstanden ist.
Der Roman beginnt mit einem Bild. Ein Junge mit Downsyndrom streift lallend und voller Freude durch die ausgebombten und ausgebrannten Straßen von Hamburg im Frühjahr 1945. Es ist Karlchen, er ist von seinen Eltern 12 Jahre lang versteckt worden. Er wäre sonst von den Nazis getötet worden. Mit diesem beeindruckenden Bild stimmt der Autor auf die Thematik des Romans ein. Hauptfigur des Romans ist der amerikanische Soldat Michael Hansen, Sohn von deutschen Emigranten, der den Auftrag bekommt, Täter und Umfeld der Eugeniker ausfindig zu machen, damit sie vor Gericht gestellt werden.

1.3.19

Die Geschichte einer kurzen Ehe

von Anuk Arudpragasam

Der Autor greift eine Geschichte aus dem Bürgerkrieg zwischen der Regierung von Sri Lanka und den Tamilen auf. Er beschreibt in eindringlichen Bildern die Geschichte einer kurzen Ehe, einer Ehe, die nur 24 Stunden dauert. Dinesh lebt allein in einem Flüchtlingslager, das aus Zelten besteht und das sich rings um ein Schulhaus, in dem ein behelfsmäßiges Krankenhaus eingerichtet wurde, entstanden ist. Dinesh hilft im Krankenhaus aus, er entsorgt Leichen und hält den Verwundeten und Sterbenden die Hand. Auch das Krankenhaus gerät unter Beschuss, da kommt eines Tages ein alter Mann zu Dinesh. Er hat ihn beobachtet und glaubt, er sei ein guter Mensch. Daher wolle er seine einzige Tochter, Ganga, mit ihm verheiraten.

1.2.19

Keinland

von Jana Hensel

Nadja, eine Journalistin aus Berlin, Mitte 30, bekommt den Auftrag vom Chefredakteur, eine Reportage über Länder zu schreiben, wo es Mauern gibt. Da sie aus der DDR stammt, kennt sie sich ja mit Mauern aus. Eine der Stationen ihrer Reise ist Israel. Im Laufe ihrer Recherchen trifft sie auf den aus Frankfurt gebürtigen Unternehmer Martin Stern, der in Tel Aviv lebt. Sie vereinbaren einen Interviewtermin. Sie reist nach Tel Aviv und verliebt sich in ihn. Martin ist ein attraktiver Mann, Mitte 50, der schon mit unzähligen Frauen zusammen war, doch bei keiner ist er geblieben. Er ist Sohn von Holocaustüberlebenden, die später aus dem kommunistischen Polen fliehen mussten. Die Romanhandlung setzt ein Jahr später ein, an dem Tag, als Martin sie verlässt. In Rückblenden wird ihre Liebesgeschichte erzählt. Die beiden reisen durch Israel und kommen sich näher.

7.12.18

Alle, außer mir

von Francesca Melandri
 
Ein junger Afrikaner sitzt auf dem Treppenabsatz vor der Wohnung von Ilaria Profeti, einer 46jährigen Lehrerin aus Rom, und behauptet ihr Neffe zu sein. Ilaria ist entsetzt und auch ratlos. Ihren Vater kann sie nicht mehr fragen, dieser lebt zwar noch, ist aber zu dement, um ihr Anliegen zu verstehen. Zusammen mit ihrem Halbbruder Attilio versucht sie hinter das Geheimnis der Herkunft dieses jungen Schwarzen zu kommen. Dabei wird die Geschichte von Attilio Profeti, des Vaters von Ilaria aufgerollt.
Er ist der Sohn eines Bahnhofsvorstehers und der Liebling seiner Mutter. Mit seinem guten Aussehen erobert er nicht nur die Herzen der Frauen, sondern kommt auch auf seinem Karriereweg weit nach oben.

30.11.18

Die Symphonie des Augenblicks

von Marie Fitzgerald

Beschreibung: 
Dieser wunderschöne Roman erzählt über Leben und Freundschaft, über schlimme Schicksale und tröstende Hoffnung. In dieser Geschichte lernen wir das Schicksal von vier Personen kennen, die das Leben zusammenbringt. Durch deren Perspektive erfährt man von den Ereignissen in ihrem Leben, aber auch von ihren Gedanken und Empfindungen. Claude, ein seit der Kindheit blinder Klavierlehrer, ist ein liebenswerter Mann, der, auch jetzt dem Tod sehr nahe, sein Schicksal mit bewundernswerter Gelassenheit meistert. Er ist derjenige, der alles lenkt. Alain ist ein Obdachloser, der viel Zeit auf der Bank vor Claudes Haus verbringt. Er ist unverschuldet in diese Lage geraten und die Gesellschaft macht es ihm nicht gerade leicht wieder integriert zu werden.

26.10.18

Das Leben des Vernon Subutex

von Virgine Despentes

Im Mittelpunkt des Romans steht Vernon Subutex. Er hatte in Paris einen Plattenladen, der sehr erfolgreich war, er liebt Sex und Drugs und Rock‘n Roll und er kennt sehr viele Leute. Doch mit dem Niedergang der Musikindustrie kommt auch der Niedergang der Plattenläden. Er ist pleite, in der ersten Zeit hält er sich am Leben, indem er auf eBay alte Platten, T-Shirts und Andenken verscherbelt. Dann verliert er die Wohnung. Der soziale Abstieg ist nicht zu vermeiden. Als dann auch noch ein Freund, der ihn finanziell unterstützt hat, plötzlich stirbt, ist er am Ende. Doch er trifft seinen alten Kumpel Xavier, einen Drehbuchautor, der das Glück hatte, eine reiche Frau zu heiraten, mit der er eine Tochter hat und einen Hund. Er hat sich angepasst und wird zum braven Familienvater. Xavier reist mit seiner Familie nach Kanada. Er bietet Vernon an, in der Zwischenzeit sein Haus und den Hund zu hüten.

5.10.18

Dann schlaf auch du

von Leila Slimani

„Das Baby ist tot!“ Mit diesem Satz beginnt der Roman. Zugegeben: die ersten drei Seiten des Romans sind nichts für zarte Gemüter. Die Nanny Louise bringt die beiden Kinder der Familie um. Nach diesem blutrünstigen Auftakt erzählt Slimani die Vorgeschichte. Myriam und Paul leben in Paris: es geht ihnen gut. Paul ist erfolgreicher Musikproduzent und Myriam möchte nach der Babypause wieder als Anwältin in einer Kanzlei arbeiten. Aus diesem Grund suchen sie eine Nanny. Und sie finden Louise: sie schließt nicht nur sofort die beiden Kinder ins Herz, sondern sie ist auch eine perfekte Hausfrau. Louise ist wirklich ein Glücksgriff. Sie nehmen sie sogar mit in die Ferien ans Meer. Alles scheint perfekt. Schritt für Schritt bekommt der Leser Einblick in das Leben von Louise. Sie ist zutiefst vereinsamt, wenn sie in ihre winzige Wohnung in den Banlieues zurückkehrt.

28.9.18

Töchter einer neuen Zeit

von Carmen Korn

Beschreibung: 
Eine Geschichte, die das Leben von vier Frauen in Hamburg in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erzählt. Da ist Henny, sie will die Hebammenschule besuchen, weil sie Frauen helfen will ihre Kinder zur Welt zu bringen. Hinter ihr liegt ein Weltkrieg und sie lebt täglich mit dessen Folgen. Auch Käthe ihre Freundin, wagt es sich gegen den Willen ihrer Eltern in der Schule anzumelden. Ida hingegen kommt aus einer wohlhabenden Familie und kennt die Probleme der einfachen Leute nicht. Lina ist Lehrerin und sorgt seit dem Tod ihrer Eltern allein für ihren Bruder. Diese Frauen erleben vieles gemeinsam, trotzdem macht jede ihre eigene Entwicklung durch, wie es für diese Generation eben war.

7.9.18

Weißzeit

von Christoffer Carlsson

Veda ist 16 und Schülerin. Sie wohnt mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Jakob in einem schwedischen Kaff, wo Fuchs und Hase sich gute Nacht sagen. Der Vater hat sich vor Jahren verabschiedet. Jakob betreibt zusammen mit seinem durch eine Kriegsverletzung behinderten Onkel einen illegalen Schnapshandel. Er ist für die Auslieferungen zuständig. Eines Tages wird er gerufen, um eine Leiche zu beseitigen. Veda kriegt das alles live mit. Jakob verschwindet spurlos, die Polizei ist ihm auf den Fersen und hat auch Veda im Visier. Diese will Jakob helfen und betätigt sich als Ermittlerin. Vedas Bettgeschichte Tom scheint mehr zu wissen, als Veda lieb ist. Christoffer Carlsson legt mit „Weisszeit“ sein erstes Jugendbuch vor. Spannend erzählt bis zur letzten Seite, voll krimineller und sexueller Energie. Das Titelbild ist außergewöhnlich schön.

27.7.18

Ein Gentleman in Moskau

von Amor Towles

Wir befinden uns in Moskau, wo Graf Alexander Rostov, ein 30jähriger Lebemann, im Hotel Metropol seit Jahren sein Leben genießt. Bis zu dem Tag 1922, an dem er gerade hier verhaftet wird, später dann gnädiger weise nicht zum Tode verurteilt wird, sondern zu lebenslangem Hausarrest im Hotel. Dabei verliert er alle Privilegien und muss sich nun eben hier als Kellner das Leben verdienen. Er wäre aber nicht der stets optimistische Graf Rostov, wenn er dabei verzweifeln oder gar seine Manieren vergessen würde. Nein, nichts kann ihn von seinem Glauben abbringen, dass jeder Mensch auch mit kleinen guten Taten viel für seine Umwelt leisten kann. Und so erfahren wir viel von Russland und dessen Geschichte, politischen Umbrüchen und Persönlichkeiten, sowie von seinen Weggefährten im Hotel.

13.7.18

Ich bin sehr hübsch, das sieht man nur nicht so

von Sarah Bosetti

Existentielles Scheitern und gescheiterte Existenzen sind die Hauptthemen in diesem Buch. Das klingt depressiv und grausam, ist aber absolut amüsant und witzig. Die Ich-Erzählerin hat aus Versehen ein Zwergkaninchen um die Ecke gebracht. Das ist nicht schön. Es ist Silvester und alle Freunde sind aufgrund des Kaninchenmordes keine Freunde mehr. Allein zum Jahreswechsel? Kein Gedanke. Da werden kurzerhand alle möglichen und unmöglichen Leute, die man so im Supermarkt trifft, eingeladen. Der Kassierer kommt als erster, dann Julia Roberts, die weder aussieht wie Julia Roberts noch Julia Roberts ist, ein frisch verliebtes knutschendes Pärchen, ein nicht mehr ganz so frisch verliebtes nicht knutschendes Pärchen, eine alternde Schauspielerin. Es gibt Spinatmuffins, Spinatcocktails, Sekt und geraucht werden Spinatjoints.

6.7.18

Die Schlange von Essex

von Sarah Perry 

Cora Seaborne lebt 1893 mit ihrem Mann und ihrem Sohn in London. Als ihr Mann an einer Krankheit stirbt, ist sie eigentlich erleichtert. Die Ehe war nie glücklich und sie fühlte sich immer in ihrer Freiheit sehr eingeschränkt. Der Arzt ihres Mannes, Dr. Luke Garrett, wegen seiner Größe von Cora als „Kobold“ bezeichnet, ist hoffnungslos verliebt in sie. Diese Liebe wird allerdings von ihr nicht erwidert. Zusammen mit ihrer Freundin Martha und ihrem Sohn reist Cora in den kleinen Küstenort Aldwinter. Dort geht das Gerücht um, der mythische Lindwurm von Essex sei zurückgekehrt und habe schon Menschen getötet. Cora sammelt mit Begeisterung Fossilien, ist eine Anhängerin der Naturwissenschaften und hofft eine neuartige Tierart zu entdecken. In Aldwinter lernt sie durch gemeinsame Bekannte den Pfarrer Will Ransome, dessen Frau Stella und deren drei Kinder kennen.

25.5.18

Wie ein Himmel voller Seehunde

von Sara Löwestam

Anna und Lollo sind so unterschiedlich, wie Mädchen nur sein können. Erstere aus ärmlichen Verhältnissen mit einem Vater, dem das Leben übel mitgespielt hat und einem Bruder, der „glücklicherweise nicht auf die schiefe Bahn gekommen ist“, letztere mit Ferienhäusern auf der kleinen Insel Sländo in Schweden und in Spanien. Annas „Paradies“ ist ein halb zusammengefallenes Haus auf Sländo. Lollo verbringt auf ebendieser Insel widerstrebend ihre Ferien zusammen mit den Eltern, ihrem Bruder und dessen Freund. Anna ist lesbisch, Lollo sich ihrer sexuellen Neigung noch nicht bewusst. Die beiden freunden sich an und schnell wird in der ruppigen Idylle mehr aus dieser ersten Begegnung. Aber Lollo fehlt der Mut, zu Anna zu stehen. Der Urlaub ist wie die zarte Romanze schnell vorbei, die Mädchen müssen zurück an ihre Schulen.

4.5.18

Drei Tage und ein Leben

von Pierre Lemaitre

Beschreibung: 
Der 12jährige Antoine verbringt gern viel Zeit im Wald, und liebt es mit dem Hund des Nachbarn zu spielen. Doch als dieser nach einem Unfall vom Nachbar vor seinen Augen erschossen wird, ist das eine riesige Enttäuschung, die er nicht verkraftet. Er zerschlägt zornig sein geliebtes Baumhaus und will auch nichts mehr mit dem sechsjährigen Nachbarsjungen zu tun haben. Doch seit diesem Tag ist Remi verschwunden. Als nach drei Tagen schwerem Unwetter die Suche nach dem Kleinen aufgegeben wird, kann Antoine aufatmen. Er könnte erklären, was mit Remi passiert ist; das macht er aber nicht und muss somit mit der Last seiner Schuld leben.

20.4.18

Durst

von Jo Nesbø

Eine Frau wird in ihrem eigenen Zuhause mit Bissspuren am Hals aufgefunden – ermordet mit Hilfe eines Eisengebisses, der Körper beinahe blutleer. Da Vampirismus ein heiß diskutiertes Thema in der Psychiatrie ist, geht ein Aufschrei durch die norwegische Presselandschaft. Und die Berichterstattung überschlägt sich erst recht, als ein zweiter, ähnlicher Mord geschieht und sich ein namhafter Psychiater mit Spezialgebiet Vampirismus – also der krankhaften Veranlagung, durch das Trinken von Menschenblut Befriedigung zu erlangen – den Medien als Experte zur Verfügung stellt.
Harry Hole arbeitet eigentlich nicht mehr als Kriminalkommissar, er unterrichtet an der Polizeihochschule.

13.4.18

Mein Freund Charlie

von Tanya Lieske

„Gute Literatur ist wie ein Leben, aus dem man die Langeweile herausgeschnitten hat.“ Langweilig ist es nicht in Tanja Lieskes neuem Jugendroman „Mein Freund Charlie“. Der 15-jährige Niks und sein Vater Marhis gehen nach Deutschland, genauer gesagt nach Düsseldorf, noch genauer gesagt, sie fahren mit einem Bus von ECOLINES über 50 Stunden von Lettland nach Düsseldorf. „Deutschland is’gut. In Deutschland haben alle Arbeit und wir haben ja jetzt den Euro.“ Die Realität in der Linienstraße sieht allerdings anders aus. Niks ist viel allein, weil Marhis auf verschiedenen Baustellen schuftet. Er freundet sich mit den Nachbarn an, mit der wunderschönen Natascha, in die er sich verliebt, mit Charlie, der sein bester Freund wird. Zusammen mit Charlies Bruder Vladimir, der irgendwie ballaballa ist, haben die zwei eine gut organisierte Einbrecherbande, zu der bald auch Niks gehört, weil er sich so gut anschleichen kann.

6.4.18

Nichts wünsche ich mir mehr

von Lena Hach

Buchcover und -titel, finde ich, sind eine heikle Angelegenheit. Deswegen ist eine eindeutige Aussage wichtig. „Nichts wünsche ich mir mehr“ zeigt ein Auge, das aus einer schwarzen Kapuze oder einem Kopftuch herausschaut – dachte ich. Das Schwarze ist keine Kapuze, auch kein Kopftuch, sondern es sind Haare. Wenn man das verstanden hat – was bei mir erst im Laufe der Geschichte war -, wird das Cover verständlich und man versteht auch das Thema.
Katha entdeckt münzgroße, kahle Stellen an ihrem Hinterkopf. Haarausfall? In ihrem Alter? Sie ist erst sechzehn und der Haarausfall hat einen Namen: Alopezie. Das bedeutet nicht nur Haarausfall auf dem Kopf, sondern am ganzen Körper. Zu Anfang lässt es sich noch gut verstecken, doch die Krankheit schreitet voran. Katha verliert immer mehr Haare und damit steigt die Angst, zur Schule zu gehen.