29.7.22

Sommernachtserwachen

von Meg Rosoff
Juli 2021 (Fischer KJB), 256 Seiten

Meg Rosoff schafft es meisterlich, eine Idylle zu zeichnen, in der man sich als Lesende*r einfach nur wohlfühlt. Ich für meinen Teil wünsche mir einzutauchen in den Familienurlaub, ich will mit den Protagonist*innen auf der Terrasse sitzen, essen, reden, Hochzeitsvorbereitungen treffen und mich einfach wohlfühlen. Aber Meg Rosoff wäre nicht Meg Rosoff, würde ihr das genügen.

22.7.22

Der Markisenmann

von Jan Weiler
März 2022 (Heyne), 336 Seiten

Hier erzählt eine junge Frau rückblickend von dem bedeutendsten Sommer in ihrem Leben. Das war jener, den sie als 15-Jährige nicht mit ihrer Familie in Miami verbringen durfte, sondern zur Strafe zu ihrem leiblichen Vater in den Ruhrpott geschickt wurde, zu einer ihr völlig unbekannten Person. In ihrer Familie gibt es keine finanziellen Sorgen, aber viel Langeweile und Unzufriedenheit. Ganz anders ist es bei Ronald Papen, dem Markisenmann.

15.7.22

Schön wie die Acht

von Nikola Huppertz
Januar 2021 (Tulipan), 224 Seiten

Eine feinfühlige „Familien-Freundschafts-Liebes-Selbstfindungsgeschichte voller Poesie“ nennt Rezensentin Christine Knödler Nikola Huppertz' Buch über einen Jungen namens Malte, der Zahlen liebt und Gedichte zu lieben lernt. In die heile Einzelkind-Welt bricht seine 16-jährige Halbschwester Josefine wie ein Taifun herein. Aufgrund der Krebserkrankung ihrer Mutter und der damit verbundenen Reha muss sie für ein paar Wochen zu ihrem Vater und besucht die Schule, die auch Malte besucht.

8.7.22

Die Ungeduldigen

von Véronique Olmi
Februar 2022 (Aufbau), 448 Seiten

Die Handlung spielt in Frankreich in den 1970-ern. Drei Schwestern, Hélène, Sabine und Mariette, leben mit ihren sehr katholischen Eltern in Aix-en-Provence. Der Vater ist Grundschullehrer an einer katholischen Privatschule, die Mutter, wie es sich gehört, Hausfrau. Es ist nie genug Geld da, denn der Lohn Brunos ist gering. Die drei Mädchen werden katholisch erzogen, es wird vor dem Essen gebetet, eine fromme Familie eben. Doch die Zeiten sind im Umbruch.

1.7.22

Das letzte Bild

von Anja Jonuleit
August 2021 (dtv), 480 Seiten

Die Schriftstellerin Eva entdeckt in der Zeitung das Foto einer Frau, die vor 50 Jahren in Norwegen getötet wurde. Entsetzt muss sie feststellen, dass diese Frau ihrer Mutter und ihr selbst frappierend ähnlich sieht. Sie beginnt Recherchen anzustellen und reist selbst nach Norwegen, um dem Geheimnis dieser Frau und damit dem Geheimnis ihrer Mutter auf die Spur zu kommen.