30.5.14

Jagdhunde

von Jørn Lier Horst 

William Wisting, erfahrener Hauptkommissar in Tønsberg im Süden Norwegens, wird wegen eines alten Falls vom Dienst suspendiert. Der damals verurteilte Mörder hat mittlerweise seine Strafe abgesessen und klagt nach seiner Haftentlassung an, dass damals die Beweismittel gefälscht worden seien. Wisting, der sich keiner Schuld bewusst ist, versucht nun, alleine der Sache nachzugehen und seine Unschuld zu beweisen. Immer mehr gelangt er zur Überzeugung, dass damals wirklich jemand Beweisgegenstände vertauscht hat - aber wer? Unerwartete Hilfe bekommt er dabei von einigen pensionierten ehemaligen Polizeikollegen und von seiner Tochter, die Journalistin für Kriminalfälle und gerade selbst in einen aktuellen Mordfall auf der anderen Seite des Oslofjords, in Fredrikstad, verwickelt ist.

23.5.14

Rotwild

von Roman Voosen und Kerstin Signe Danielsson

Beschreibung:
Auf einer kleinen Insel im småländischen Växjö wird die Leiche eines von Pfeilen durchbohrten Lehrers gefunden. Bald darauf werden weitere Mordopfer entdeckt, alle auf bestialische Weise regelrecht hingerichtet. Die Taten erinnern erschreckend an den Leidensweg frühchristlicher Märtyrer. Kommissarin Ingrid Nyström und ihr Ermittlerteam geraten massiv unter Druck die Mordserie aufzuklären. Als schließlich die Lage eskaliert, schalten sich die Stockholmer Kriminalbehörden ein und entziehen Kommissarin Nyström den Fall. Die, und vor allem ihre heißblütig Kollegin, die junge Stina Forss, lassen sich jedoch nicht so einfach aus den Ermittlungen drängen. Sie recherchieren ihrerseits weiter und stoßen schließlich auf eine Spur, die nach Deutschland und weit in die Vergangenheit zurückreicht.

Fazit:
Spannend und packend vom Anfang bis zum Ende! Der ständige Wechsel von einem Schauplatz zum nächsten und die durchwegs kurz gehaltenen Kapitel machen den Roman nie langweilig. Es ist dies der zweite Krimi um das Ermittlerduo Nyström und Forss. Schon das erste Buch „Später Frost“ hat bei den Lesern/innen für Begeisterung gesorgt und wurde von der Fachpresse gelobt. Es kann mit einiger Zuversicht gehofft werden, dass die bereits in Planung stehenden weiteren Bände den bisher erschienen in nichts nachstehen werden.

Empfehlung:
Das deutsch-schwedische Autorenpaar Kerstin Signe Danielsson und Roman Voosen haben mit „Rotwild“ wieder einen klassischen Schwedenkrimi vorgelegt, der jedem/jeder Krimifreund/in wärmstens empfohlen werden kann.

16.5.14

Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau

von Dimitri Verhulst

Was macht ein über 70-Jähriger ehemaliger Bibliothekar, der mit einer Frau zusammenlebt, die er nicht liebt und die ihn sein Leben lang schikaniert hat, dessen Kinder ihm fremd geworden sind, um dieser Hölle zu entkommen? Er entwickelt einen Plan: er spielt den Demenzkranken. Der erste Schritt seines Plans: Bei einem Essen mit der Familie wird er in die Konditorei geschickt, um eine Torte zu kaufen. Nach eineinhalb Stunden kommt er mit einem Toaster zurück. Tage später geht er in eine Boutique und probiert neue, ziemlich extravagante Kleider, mit denen er ohne zu bezahlen in der Stadt herumspaziert. Die Polizei greift ihn auf, muss ihn aber frei lassen, da er nicht mehr alle Tassen im Schrank hat. Schließlich wird er offiziell für dement erklärt. Besteht den MMST nicht, den Mini-Mental-Status-Test. Schließlich kommt er in das Pflegeheim mit dem bezeichnenden Titel „Winterlicht“.

9.5.14

Die Geschichte eines schönen Mädchens

von Rachel Simon

Beschreibung:
Amerika, 1968: Die Witwe Martha, eine pensionierte Lehrerin, lebt abgeschieden in einem kleinen Häuschen. Nur zu einigen ihrer ehemaligen Schüler hält sie Briefkontakt, und regelmäßig zu Weihnachten erhält sie Besuch von diesen. Eines Nachts stehen zwei wildfremde verzweifelte Menschen vor ihrer Tür: Homan, ein Afroamerikaner, der taubstumm zu sein scheint, und Lynnie, ein junges Mädchen, das ebenfalls nicht spricht. Trotzdem gewährt sie ihnen Eintritt ins Haus und erkennt bald, dass sie auf der Flucht sind. Sie sind aus der Anstalt für schwer Erziehbare und geistig Behinderte geflohen. Die skrupellosen, wenig zimperlichen Wächter der Anstalt tauchen wenig später bei Marthas Haus auf. Homan kann entkommen, Lynnie hingegen wird in die Anstalt zurückgebracht. Doch ihre Peiniger ahnen nichts davon, dass Lynnie bei ihrem Fluchtversuch ein Baby geboren und es bei Martha versteckt hat, welcher sie vor ihrer Abfahrt das Versprechen abringt, sich um die Kleine zu kümmern.

2.5.14

Sauerkrautkoma

von Rita Falk

Dorfpolizist Eberharter wird von Niederkaltenkirchen nach München zwangsbefördert, hat aber nicht vor, dort seine sehr autarke Arbeitsweise zu ändern. Da er den heimischen Hof aus Protest verlassen hat, weil dort sein ungeliebter Bruder Einzug gehalten hat, kommen ihn der Papa und die Oma in der bayrischen Metropole besuchen. Dabei wird das uralte Auto vom Papa geklaut - und taucht wenig später mit einer Leiche im Kofferraum wieder auf. Eberharter beschließt, dass dies sein neuer Fall wird - vom neuen Vorgesetzten lässt er sich ja eh nix sagen. Und seine Fälle pflegt er zu lösen... egal, auf welche Art und Weise.