29.11.19

Die Liebe im Ernstfall

von Daniela Krien 

Fünf Geschichten über fünf Frauen, die lose miteinander verknüpft sind. Sie kennen sich flüchtig, sie leben in Leipzig und sie sind mehr oder weniger vom Leben gebeutelt. Die Buchhändlerin Paula lebt von ihrem Mann Ludger, einem Architekten, getrennt, der auf ökologisches Bauen spezialisiert ist. Als die Tochter Johanna an plötzlichem Kindstod stirbt, wirft Ludger ihr vor, das Kind sei wegen einer Impfung gestorben. Er ist ein überzeugter Impfgegner. Daraufhin trennen sie sich. In der zweiten Geschichte steht die Ärztin Judith, eine Freundin von Paula aus Jugendtagen, im Mittelpunkt. Judith lebt allein und sucht ihre Partner auf Datingportalen. Als sie schwanger wird, lässt sie das Kind abtreiben. Die Beziehung geht in die Brüche. Eine ihrer Patientinnen ist die Schriftstellerin Brida, die unter der Beziehung zu Götz, mit dem sie zwei Kinder hat, leidet.

22.11.19

Die andere Frau

von Michael Robotham

Protagonist dieses Krimis ist der Psychologe Joe O’Loughlin. Seit 13 Jahren hat er Parkinson, kann die Krankheit aber mit Medikamenten noch gut unter Kontrolle halten. Seine Frau ist vor 16 Monaten gestorben und er ist nun allein für seine beiden Töchter Charlie, 19 Jahre, und Emma, 12 Jahre, verantwortlich. Er arbeitet auf Anfrage bei der Polizei mit und zusammen mit Vincent Ruiz, einem Kriminalkommissar im Ruhestand, hat er schon einige knifflige Fälle gelöst.
Eines Abends erhält er einen Anruf: sein 80jähriger Vater ist in London niedergeschlagen worden und liegt jetzt mit schweren Verletzungen im Krankenhaus. Der Anruf kommt von einer Frau, die sich im Krankenhaus als Ehefrau seines Vaters ausgibt und die Joe noch nie gesehen hat.

15.11.19

Weg

von Doris Knecht 

Vorausgeschickt: 
Ich mag Doris Knecht seit „Gruber geht“ und ich lese auch alles von ihr. Was ich an ihr mag? Dass sie ihrer Leserschaft den Spiegel vorhält. Gnadenlos. Viele Dinge, die ich, die man maximal denkt, spricht sie aus. Metaphern sind ihr fern. In „weg“ treffen ein Vater und eine Mutter aufeinander. Sie haben ein gemeinsames Kind, das mittlerweile erwachsen ist. Dieses Kind, das psychische Probleme hat, verschwindet eines Tages nach Thailand oder Vietnam oder Kambodscha. Gemeinsam machen sich Georg, Wirt in einem österreichischen Landgasthaus, verheiratet mit Lea, drei gemeinsame Kinder und Heidi, auch verheiratet mit Martin, mit dem es gerade nicht so läuft, einen 15-jährigen gemeinsamen Sohn, wohnhaft in einem Reihenhaus in der Nähe von Frankfurt, auf die Suche nach der gemeinsamen Tochter Charlotte.

8.11.19

Mein Leben mit Martha

von Martina Bergmann 

Die Personen in dieser Biografie sind Martina, Buchhändlerin, die sich im Dorf als selbständige Unternehmerin beweisen muss; Heinrich, der sein Leben mit Martha verbracht hat und nun da er erkrankt ist, sie versorgt wissen will; und Martha eine an Demenz erkrankte Frau, die ein sehr eigenwilliges Leben geführt hat. Martina wird von Heinrich, mit dem sie in ihrer Buchhandlung sehr interessante Gespräche geführt hat, „ausgesucht“, um nach seinem Tode für Martha zu sorgen. Das ist nicht ganz einfach mit ihrer Arbeit zu vereinbaren, weshalb sie am Ende zu Martha zieht. Und da lernt sie die alte Frau zu schätzen und zu mögen, obwohl das Leben mit ihr nicht immer einfach ist. Als es mit den Nachbarn zunehmend schwieriger wird, weil Martha isoliert und gemobbt wird, beschließt Martina mit Martha als ihre Familie in eine andere Wohnung zu ziehen. Zusammen sind sie nämlich stark!

1.11.19

Stella

von Takis Würger

Der Ich-Erzähler Friedrich wächst in den 20er und 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wohlbehütet in einem Haus am Genfer See auf. Der Vater ist Geschäfts- und Lebemann und ist viel unterwegs. Die Mutter ist Malerin, Alkoholikerin und glühende Anhängerin des Nationalsozialismus.
1942 beschließt der unbedarfte, naive und unerfahrene Friedrich, nach Berlin zu ziehen. Er möchte Maler werden und ist magisch angezogen von der Stadt. Er selber fühlt sich schwach; die Stärke der Deutschen fasziniert ihn. Er quartiert sich in einem Grand Hotel ein. Beim Aktzeichnen lernt er das Aktmodell Kristin kennen. Die beiden verlieben sich ineinander. Zusammen mit ihr taucht er ein in das Nachtleben in Berlin. Trotz des Krieges bekommt man gegen Geld alles, sogar französischen Camembert und Austern.