30.10.15

Mein Vater ist Putzfrau

von Saphia Azzeddine

„Mein Vater ist Putzfrau“ der französischen Autorin Saphia Azzedine ist eine der schönsten Vater-Sohn-Geschichten, die ich je gelesen habe. Paul, von allen Polo genannt, ein Junge aus der Pariser Vorstadt, hilft abends seinem Vater beim Putzen. Dieser ist bei einer Putzfirma angestellt. Alle paar Monate wechselt er den Arbeitsort. Er putzt auch in der Bibliothek. Dort liest der Junge und lernt viele neue Wörter kennen. Die Mutter ist nach einem Unfall gelähmt und ist zu Hause und sieht fern. Die Schwester übt für einen Misswettbewerb. Er hat es nicht leicht als Weißer inmitten von Zuwanderern und im von Arabern dominierten Stadtteil. Während die anderen im Sommer in die Ferien fahren, bleibt er in der Stadt und hilft dem Vater beim Putzen. Polo versucht, so etwas wie Familienleben aufrecht zu halten: gemeinsam am Tisch zu essen statt vor dem Fernseher und er versucht seiner Schwester Manieren beizubringen.

23.10.15

Takeover

von Jussi Adler Olssen

Beschreibung:
Der niederländische Geschäftsmann Peter de Boer leitet ein Unternehmen, das darauf spezialisiert ist, große Firmen zu zerschlagen. Die junge Halbindonesierin Nicky Landsaat, die aus sehr schwierigen Familienverhältnissen stammt, hat trotz aller Widrigkeiten ihren Abschluss als Marketingmanagerin mit Bestnoten geschafft. Sie sieht Peter de Boer im Fernsehen, verliebt sich augenblicklich in den 50-Jährigen und bewirbt sich bei seinem Unternehmen um einen Job. Er stellt sie als Trainee an und macht die ehrgeizige junge Frau rasch zu seiner engsten Vertrauten.
Eines Tages gerät de Boer an den undurchsichtigen Chef einer Consultingfirma, der ihn im Auftrag des irakischen Nachrichtendienstes dazu zwingt, einen großen Ölkonzern in die Knie zu zwingen. De Boer ist nämlich durch ein schwarzes Kapitel in seiner Familiengeschichte erpressbar. Bald kommt zum ersten Auftrag auch noch ein zweiter dazu.

16.10.15

Der Träumer

von Andrea Hirata

Der zwölfjährige Ikal lebt mit seiner Familie auf der kleinen Insel Belitong im indonesischen Archipel. Er kommt aus sehr ärmlichen Verhältnissen. Sein Vater arbeitet im Tagebau, wo er bereits seit vierzig Jahren Zinnsand schaufelt und trotz der harten Arbeit hat die Familie kaum genug Geld zum Überleben.
Unterstützt von seinem Vater, der selbst weder lesen noch schreiben kann, besucht Ikal später, als einer der Besten seines Jahrgangs, die weiterführende Schule. Zusammen mit seinen Freunden Arai und Jimbron jobbt er nebenher noch als Hafenarbeiter, damit sein sehnlichster Traum, ein Stipendium an einer Universität in Paris, in Erfüllung geht. Ungeachtet der vielen Widrigkeiten, die Ikal auf seinem Weg bis dorthin erleiden muss, verliert er sein Ziel nie aus den Augen.

9.10.15

Himmelschlüssel

von Kristina Ohlsson

Nach einer fingierten Bombendrohung, die Schwedens Hauptstadt erschüttert, wird eine Passagiermaschine entführt, die sich auf dem Weg von Stockholm nach New York befindet. Zunächst gehen die Ermittler von einer Bombe an Bord aus, doch bald kommen sie zum Schluss, dass der denkbar schlechteste Fall eingetroffen ist: es ist gar nicht relevant, ob wirklich eine Bombe an Bord ist oder nicht, da der Pilot anscheinend zu den Entführern gehört. Viel Zeit bleibt den Ermittlern dies- und jenseits des Atlantiks nicht, den Fall zu lösen – gerade mal die Dauer eines Fluges von Stockholm nach New York…

2.10.15

Das Mädchen, das rückwärts ging

von Kate Hammer

Das ist die Geschichte von Beth, einer allein erziehenden Mutter, und ihrer achtjährigen Tochter Carmel. Der Vater Paul hat die Familie verlassen. Carmel ist ein wenig versponnen. Sie lebt in ihrer Fantasiewelt. Mutter und Tochter machen einen Ausflug zu einem Erzählfestival. Carmel versteckt sich unter einem Tisch mit Büchern, ganz vertieft in die Lektüre. Ein weißhaariger Mann, der sich als ihr Großvater ausgibt, den sie nicht kennt, teilt ihr mit, ihre Mutter habe bei der Suche nach ihr einen Unfall gehabt und sei im Krankenhaus. Er bringe sie hin. Das Mädchen steigt in sein Auto, doch er bringt sie in ein verlassenes Haus.
Nun wird der Fortgang der Handlung abwechselnd aus der Perspektive von Mutter und Tochter geschildert. Die verzweifelte Mutter sucht mit Hilfe der Polizei nach der Tochter, doch diese bleibt verschwunden.