25.1.19

Hyde

von Antje Wagner

Beschreibung:
Seit sie denken kann, ist Hyde Katrinas Zuhause gewesen. Hier ist sie aufgewachsen, mit ihrer Schwester Zoe und ihrem Vater. Hyde lag versteckt mitten in einem Wald, unterrichtet wurden die beiden Schwestern von ihrem Vater. Und einmal im Jahr fuhren sie in die Stadt, nach Berlin, um dort alles an Kultur nachzuholen, was sie während des Jahres im Wald nicht haben konnten. Und um Kleidung und Nahrungsmittel einzukaufen. Jetzt ist Hyde verschwunden – und Katrina auf sich allein gestellt. Sie lebt jetzt bei Julia, ihrer Mutter, zu der sie keinerlei Beziehung aufbauen kann. Von dem, was geschehen ist, weiß sie nur noch Bruchstücke. Als sie beginnt, ein verfallenes Haus zu renovieren, mit dem sie sich auf seltsame Weise verbunden fühlt, führt sie dies auf die Spur eines ungeheuren Geheimnisses. Ist sie überhaupt diejenige, die sie glaubt zu sein?

18.1.19

Loyalitäten

von Delphine de Vigan

Das Buch erzählt von Theo, einem 12jährigen Jungen, der in Paris bei seiner geschiedenen Mutter lebt und jede zweite Woche bei seinem Vater verbringt. Soweit scheint alles ganz normal zu sein. Doch Helene, seine Lehrerin, glaubt, dass mit Theo etwas nicht in Ordnung ist. Denn Theo ist auffallend still und apathisch. Dass Helene die falschen Schlüsse aus Theos Verhalten zieht, liegt an den Erlebnissen ihrer Kindheit und Jugend. Theo wird nicht geschlagen, wie Helene vermutet; Theo versucht im Gegenteil seinen Vater zu retten. Das kostet ihn so viel Kraft, dass er und sein Freund Mathis zu trinken anfangen. Mathis, weil es – anfangs zumindest - cool ist in der Schule in einem geheimen Versteck etwas Verbotenes zu tun, Theo, weil er im Alkohol Wärme und Vergessen findet.

11.1.19

Eine Insel zwischen Himmel und Meer

von Lauren Wolk

Kein Buch, nein ein Juwel ist das neue Werk von Lauren Wolk. Wer ihren Erstling „Das Jahr, in dem ich lügen lernte“ kennt, weiß bereits um ihr ungeheuerliches Erzähltalent. Allein schon das Figurenensemble reißt mich zu Begeisterungsstürmen hin. Crow wurde als ein paar Stunden altes Baby in einem kleinen, kaputten Boot am Strand einer winzigen Insel angespült. Osh, der einzige Bewohner der Insel, rettet sie und nimmt sich ihrer an. Mit Hilfe der couragierten und liebreizenden Miss Maggie, die auf einer Nachbarinsel gestrandet ist und sich dort ein Leben aufgebaut hat, erzieht er das Mädchen. Crow hat keine leichte Kindheit, weil alle Inselbewohner sie wie eine Aussätzige behandeln. Sie haben regelrecht Angst davor, sie zu berühren.

4.1.19

Jahre später

von Angelika Klüssendorf

Der Roman bildet den dritten und letzten Teil einer Trilogie um das Mädchen April, das in der DDR aufgewachsen ist und dann als angehende Schriftstellerin nach Westdeutschland gekommen ist. Bei einer Lesung trifft April den Chirurgen Ludwig, den „Mann mit dem Kindergesicht“. Sie verlieben sich ineinander und unternehmen eine Fahrradtour durch Mecklenburg. Er wirbt um sie, ist sehr hartnäckig. Er ist ein ziemlicher Aufschneider und er hasst Routine. Sie unternehmen viele verrückte Sachen miteinander. Sie schreibt an ihrem ersten Roman, vernachlässigt ihren Sohn Julius. Der Roman erscheint, die Kritiken sind gut. Ludwig will sie unbedingt heiraten. Sie heiraten wirklich und unternehmen die Hochzeitsreise in die USA. Sie ziehen zusammen in die gemeinsame Wohnung nach Hamburg. Der Sohn Julius ist gar nicht einverstanden, dass sie über ihn verfügt wie über ein Ding.