27.9.19

Deutsch für alle

von Abbas Khider 

Abbas Khider ist vor dem Terrorregime des Saddam Hussein nach Deutschland geflüchtet. Dort hat er Deutsch gelernt und Philosophie studiert. Seine Erfahrungen mit der deutschen Sprache verarbeitet er in einem nicht ganz ernst gemeinten „endgültigen Lehrbuch“. In einleuchtender und überzeugender Art und Weise schildert er die Schwierigkeiten, auf die ein Nicht-Deutscher beim Erlernen der deutschen Sprache trifft. Khider hat zehn Jahre lang gebraucht, um die deutsche Sprache zu lernen. Deutsch sprechen und schreiben bedeutet für ihn nach wie vor eine große Anstrengung und eine intellektuelle Höchstleistung. Zu komplex sind Semantik und Grammatik. Vor allem auf die Grammatik hat Khider es abgesehen. Er verlangt eine grundlegende Vereinfachung.

20.9.19

Wie man bei Regen einen Berg in Flip-Flops erklimmt

von Carol Weston

Sofia ist 14. Vor zehn Monaten ist ihre Mutter, eine Spanierin, plötzlich und unerwartet mit nur 42 Jahren gestorben. Nichts ist mehr wie es war, und die Trauer schwappt immer wieder in großen Wellen über sie hinweg. Trost findet sie bei ihren Freundinnen und bei einer Briefkastentante namens Kate, der sie ihre tiefsten Geheimnisse anvertraut und deren Antworten ihr sehr helfen. Ihr Vater, ein anerkannter Gynäkologe, verliebt sich neu - ausgerechnet in Briefkastentante Kate, die er schon von früher kennt (sehr vorhersehbare Geschichte) Sofia weiß nicht, wie sie das finden soll. Zu allem Überfluss müssen Vater und Tochter auch noch aus der Wohnung ausziehen. Kate bietet ihnen an, zu ihr zu ziehen.

13.9.19

Liebe & Verderben

von Hannah Kristin 

1974 zieht die 13jährige Lenora Allbright, genannt Leni, mit ihren Eltern nach Alaska, weil ihr Vater von einem Soldaten, der mit ihm in Vietnam gekämpft hat und dort gefallen ist, ein Haus geerbt hat. Das Haus entpuppt sich als Bruchbude und Alaska als wildes schönes Land, in dem es keine technischen Errungenschaften gibt, sondern nur Nachbarschaftshilfe. Vor allem der Winter, der sehr lange dauert, ist hart und verlangt den Allbrights alles ab. Doch Leni und ihre Mutter hoffen, dass das Trauma, das der Vater von den Kämpfen in Vietnam erlitten hat, von der Ruhe und Einsamkeit in der schönen und unberührten Landschaft Alaskas geheilt wird. Die langen und dunklen Winter lassen jedoch die Dämonen in Ernt Allbright noch mehr aufleben.

6.9.19

Die jüdische Souffleuse

von Adriana Altaras

Vorstellung:
Adriana Altaras ist bekannt als quirlige Person, stets witzig und schlagfertig, aber gleichzeitig eloquent und tiefsinnig. Und genauso spritzig erzählt sie hier eine unterhaltsame Geschichte aus ihrer Arbeitswelt, der Theaterwelt. Sie ist nicht nur Schauspielerin und Autorin, sie ist auch eine gefragte Regisseurin.
Bei den Proben zu einer Mozartoper geht Sissele, die Souffleuse auf Adriana zu und trägt ihr einen seltsamen Wunsch vor. Sie will ihre jüdischen Verwandten finden, von der sie nichts mehr weiß, seit sie im Krieg in alle Richtungen verschwunden sind. Das Leben hat es nicht immer gut mit ihr gemeint, aber mit Adrianas Hilfe kann sich das jetzt noch ändern.