31.10.14

Die Toten, die niemand vermisst

von Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt

Als in den Bergen von Jämtland/Schweden eine Wanderin abstürzt, fällt sie auf eine menschliche Hand. Bei weiteren Ausgrabungen in der unmittelbaren Umgebung findet die Polizei sechs menschliche Leichen, darunter zwei Kinder, alle durch einen Kopfschuss getötet. Wie kann es geschehen, dass niemand sie vermisst? Müssten sie nicht irgendwo zur Schule gehen? Sollte es nicht auffallen, wenn eine ganze Familie verschwindet? Die Polizei tritt bei der Aufklärung ihrer Identitäten auf der Stelle, und auch die Verstärkung aus Stockholm kann kaum etwas ausrichten. Polizeipsychologe Sebastian Bergmann bietet ebenfalls wieder seine Dienste an, obwohl er im Team rund um Kommissar Höglund immer noch nicht bei allen gleich angesehen ist. Er arbeitet nur mit, um seiner Tochter, die dem Team angehört und von ihrem Verwandtschaftsverhältnis zu ihm keine Ahnung hat, nahe zu sein.

24.10.14

Inselgrab

von Johan Theorin

Beschreibung:
Die Insel Öland brütet unter der ungewohnten Sommerhitze. Die Mitglieder der wohlhabenden Familie Kloss, Betreiber einer luxuriösen Campinganlage, rüsten für die Mitsommernacht. Die Sommergäste freuen sich auf das kommende Fest. Nur einer von ihnen hat ganz andere Pläne. Er ist nach vielen Jahrzehnten auf die Insel zurückgekehrt, um eine alte Schuld zu begleichen, und im Zentrum seiner Rachegelüste steht die Familie Kloss.
Durch Zufall gelangt der junge Jan Kloss nachts auf ein mysteriöses Schiff, das sich als „Geisterschiff“, mit sterbenden Matrosen und einem axtschwingenden Monster, entpuppt. Nur mit Not gelangt es Jan vom Schiff zu fliehen. Er findet Unterschlupf bei Gerlof Davidsson. Gerlof, ein alter, gebrechlicher, aber kluger und geistvoller Mann, ahnt was hinter der schier unglaublichen Geschichte steckt. Er hat Erfahrung genug, um langsam zu verstehen, welches Unheil sich über „seiner“ Insel und der Familie Kloss zusammenbraut…

17.10.14

Geschenkt

von Daniel Glattauer

Beschreibung:
Gerold Plassek arbeitet als Journalist bei der Gratiszeitung „Tag für Tag“. Neuerdings teilt er sein Büro am Nachmittag mit seinem 14-jährigen Sohn Manuel, weil dessen Mutter einen längeren Einsatz als Ärztin in Afrika hat. Bis vor Kurzem wusste Gerold nichts von der Existenz seines Sohnes. Und Manuel ahnt nicht, dass sein gänzlich unmotiviertes, lethargisches Gegenüber, das seine freie Zeit am liebsten in seiner Stammkneipe verbringt, sein Vater ist. Plötzlich kommt jedoch Bewegung in Gerolds Leben: Nach der Veröffentlichung seines Artikels über eine überfüllte Obdachlosenschlafstätte trifft dort wenig später eine anonyme Geldspende in der Höhe von 10.000 Euro ein, zusammen mit dem Zeitungsausschnitt von Gerolds Bericht. Damit setzt eine Serie von Geldspenden an Organisationen ein, über die Gerold schreibt. Manuel bittet ihn, über seinen tschetschenischen Basketballkollegen und seine Familie, welche aus Österreich abgeschoben werden sollen, zu schreiben.

10.10.14

Zweiundzwanzig

von Jean-Philippe Blondel

Mit zweiundzwanzig Jahren muss der Erzähler sein Leben neu beginnen. Im Sommer 1986, mit achtzehn Jahren, verliert er seinen älteren Bruder und seine Mutter bei einem Autounfall, verursacht durch seinen Vater. Der Erzähler überlebt, weil er den machohaften Fahrstil seines Vaters verweigert und stattdessen den Zug nimmt. Vier Jahre später stirbt sein Vater ebenfalls bei einem Autounfall.
Eine fixe Idee entsteht im Kopf des Erzählers: er muss nach Morro Bay an der Pazifikküste, wie sie im Lied „Rich“ von Lloyd Cole besungen wird. Mit seiner Ex-Freundin Laure und seinem besten Freund Samuel, die nun ein Paar sind, macht er einen Roadtrip durch Kalifornien, finanziert durch den Verkauf seines Elternhauses. Die Reise zum Meer führt über viele Umwege, Begegnungen, interessante Bekanntschaften und Erinnerungen an seine Kindheit zu einem Weg aus der dramatischen Lebenssituation des jungen Mannes.

3.10.14

Schattenkind

von Anne Holt: Schattenkind

Während in Oslo der Ausnahmezustand ausbricht, als im Regierungsviertel eine Bombe hochgeht, stirbt in einem ruhigen Villenviertel am Stadtrand ein achtjähriger Junge. Für die Eltern Ellen und Jon Mohr bricht eine Welt zusammen. Die Kriminalpsychologin Johanne Vik, eine Freundin der Familie, wird um Hilfe bei der Aufklärung des Falles gebeten. Nun hätte sie Rückhalt und Rat von ihrem Mann Yngvar gebraucht – der ist jedoch so sehr mit den Ermittlungen der Terroranschläge beschäftigt, dass sie ihn kaum noch zu Gesicht bekommt. Dabei geht es ihr auch persönlich nicht gut, sie glaubt, wieder schwanger zu sein… Und immer deutlicher sieht sie, dass die Harmonie der Familie Mohr nur gespielt war.