24.2.17

Sieben auf einen Scheiss

von Florian Wintels

Haben Sie schon mal versucht, einen Poetry-Slam-Text selber zu lesen? Wahrlich, ein Sch…Florian Wintels hat in seinem stilecht mit einem Hundeköttel verzierten Bändchen im Handtaschenformat 11 x 15,5 cm sieben wahrhaft beschissene Begebenheiten literarisch verarbeitet. Von gewollten und ungewollten Kindern ist da die Rede, von Partys, die ausarten und immer wieder ist Kot literarisches Thema. „Früher habe ich gerne Scheiße gesagt, weil es ein intensives Wort ist. Bei Scheiße ist immer viel Wut und Energie dabei, und Wut und Energie kommen sehr gut auf Slam-Bühnen.“ In letzter Zeit arbeitet der junge Herr, der eigenen Angaben zufolge weder ein passionierter Leser noch ein passionierter Schreiber ist, vermehrt mit „Glück“ als Wort.

17.2.17

Bella Germania

von Daniel Speck

Zwei Jahrzehnte, zwei Länder, drei Generationen ... Mailand Fashion Week 2014: Julia bereitet mit ihrem Partner Robin ihre Modenschau vor, die den Durchbruch für die beiden bedeuten könnte. Stress pur und Julia klappt während der Schau zusammen. Als sie wieder zu sich kommt, sieht sie einen besorgten älteren Herrn vor sich. Er behauptet, ihr Großvater zu sein und dass ihr tot geglaubter Vater noch leben würde... in Italien.
Julia ist geschockt, sucht vergebens Erklärungen bei ihrer Mutter, die jegliches Gespräch vehement verweigert. Tröpfchenweise erfährt Julia dann doch, was vor über 30 Jahren passiert ist und was es mit dem einzigen gemeinsamen Foto auf sich hat. Ihr Leben bricht auseinander. Der 1. Platz beim Modewettbewerb bringt Aufträge und Geld, aber gleichzeitig auch immensen Druck, Kollektionen abzuliefern.

10.2.17

Sorella morte. Über den Tod und das gute Leben

von Hannes Benedetto Pircher

Hannes Benedetto Pircher – 1971 in Meran geboren - hat einen ungewöhnlichen Beruf: Er arbeitet als Grabredner in Wien. In mehr als viertausend Todesfällen hat er, wie er im Vorwort zu seinem Buch sagt, Menschen dabei unterstützt, im Umgang mit dem Tod eine rituelle Form zu finden, die die unantastbare Würde jedes Menschen feiert. Sein Handwerk versteht er als Dienst am Menschen, der vor allem darin besteht, aufmerksam zuzuhören. Die Texte seines Buches sind kleine, manchmal skurrile und komische, manchmal auch satirische Betrachtungen und Geschichten, die gleichzeitig auch Einblick geben in das Tätigkeitsfeld des Grabredners. Vor allem aber erzählen sie vom Umgang der Menschen mit dem Tod, von den unterschiedlichen Gesichtern der Trauer.

3.2.17

Böse Leute

von Dora Heldt

Sylt ist einmal nicht Schauplatz von geruhsamem Strandleben, sondern einer Einbruchsserie. Dabei haben es die Verbrecher, die in immer kürzeren Abständen zuschlagen, scheinbar nicht auf Wertgegenstände und Luxusvillen abgesehen, sondern darauf, älteren alleinstehenden Frauen Angst und Schrecken einzujagen. Die Polizei tappt im Dunkeln und der frisch pensionierte Ex-Hauptkommissar Karl findet das einfach nur skandalös. Da seine ehemaligen Kollegen seine angebotene Hilfe freundlich, aber strikt ablehnen, beschließt er, mit einigen seiner Kameraden und Kameradinnen vom Inselchor selbst auf Verbrecherjagd zu gehen. Onno, Inge und Charlotte bilden sein flottes Ermittlerteam, das Karl mit seiner jahrelangen Erfahrung anleitet. Die Sache spitzt sich zu, als die erste Tote zu beklagen ist…