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15.12.23

Die Goldschmiede im Sternenweg

von Lena Hofmeister
September 2023 (HarperCollins Taschenbuch), 272 Seiten

Paula hat in ihrer Jugend eine Lehre als Goldschmiedin begonnen, weil es schon immer ihr Herzenswunsch war, in der alten Goldschmiede in ihrer Nachbarschaft zu arbeiten. Als aber der alte Herr, bei dem sie so viele Stunden verbracht hatte, starb, konnte sie hier ihre Gesellenprüfung nicht mehr ablegen. Sie wünschte sich innigst, dass ihre Eltern ihr erlauben würden, dies bei einem anderen Goldschmied machen zu dürfen. Leider hatte ihre Mutter aber ganz andere Pläne für die Tochter.

7.7.23

Toffee

von Sarah Crossan
Januar 2023 (Hanser), 352 Seiten

Sarah Crossans Bücher in Versen haben wenige Worte, aber viel zu sagen. So auch das neueste Werk, „Toffee“. Die 15-jährige Allison haut von zu Hause ab, nachdem ihr der Mann, der ihr Vater ist, mit dem Bügeleisen eine Brandwunde im Gesicht zugefügt hat. Nach und nach enthüllt sich die Grausamkeit dieses Menschen, der nicht nur sein Kind, sondern auch seine Lebensgefährtin – nicht nur körperlich – misshandelt.

28.4.23

Hannas Regen

von Susan Kreller
September 2022 (Carlsen), 192 Seiten

Es interessiert mich nicht so sehr, was Susan Kreller schreibt, es interessiert mich mehr, wie sie das tut. Ich gebrauche das Wort „fulminant“ für ihren Schreibstil. Für ihren Sprachwitz, ihre messerscharfe Beobachtungsgabe, ihre unglaublichen Sprachbilder, die Explosionen im Gehirn auslösen.

31.3.23

Feuerwanzen lügen nicht

von Stefanie Höfler
Juli 2022 (Beltz & Gelberg), 234 Seiten

Was soll ich schreiben? Stefanie Höfler wurde bereits dreimal für den Jugendliteraturpreis nominiert. Ich bin jetzt mal dafür, dass sie ihn bekommt. Die Geschichte rund um die besten Freunde Nits und Mischa ist wieder was fürs Herz.

24.6.22

Keiner zwischen uns

von Carolin Hristev 
Februar 2021 (Ueberreuter), 224 Seiten

Nelson und Hamza sind Klassenkameraden und beste Freunde, seit Hamza Nelson in der 5. Klasse vor Ibos Mobbingattacken gerettet hat. Zu Beginn des Sommersemesters kommen zwei neue Mädchen in die Klasse. Die ultrakluge Marie, bald von allen nur „die Streberin“ genannt, und Barin, die erst vor einem halben Jahr mit ihren Eltern aus Afghanistan geflüchtet ist.

15.10.21

Adresse unbekannt

von Susin Nielsen
September 2020 (Urachhaus), 284 Seiten

Der 12-jährige Felix lebt mit seiner alleinerziehenden Mutter Astrid seit vier Monaten in einem Wohnwagen. Was zuerst etwas von Abenteuer hat, entwickelt sich schnell zum Albtraum. Felix mag nicht mehr daran glauben, dass die Situation „vorübergehend“ ist, als Astrid zum wiederholten Mal ihre Arbeit verliert. Trickreich gaukeln Mutter und Sohn der Umgebung eine heile Welt vor, bis – ja bis sie in eine Situation geraten, die Felix die Polizei rufen lässt. Damit bekommt die untragbare Geschichte eine unerwartete Wende.

13.8.21

Das Leben ist zu kurz für irgendwann

von Ciara Geraghty
März 2021 (Goldmann), 379 Seiten

Das ist die Geschichte von zwei Freundinnen, die in Irland vollkommen unterschiedliche Leben führen. Die eher schüchterne Terry hat einen vielbeschäftigten Mann und zwei jugendliche Töchter, die sie den ganzen Tag auf Trab halten und beanspruchen. Zudem kümmert sie sich auch um ihren betagten Vater, der in einem Heim lebt und dessen Demenz bedenklich voranschreitet. Als ihre unheilbar kranke Freundin Iris beschließt, dass sie selbst bestimmen will, wann und wie ihr Leben zu Ende geht, wird die Freundschaft auf eine harte Probe gestellt.

25.6.21

Nach vorn, nach Süden

von Sarah Jäger
März 2020 (Rowohlt Taschenbuch), 224 Seiten

Der Debütroman von Sarah Jäger ist ein Roadmovie par excellence. Die Hauptfigur, von allen wenig liebevoll „Entenarsch“ genannt, ist schuld daran, dass Jo verschwunden ist. Einfach weg. Und weil sie die einzige aus der Hinterhofclique ist, die über Auto und Führerschein verfügt, ist klar, wer den alten Corsa steuert. Im Schlepptau: Marie, Jos Ex-Freundin, und Can. Es ist Sommer, es ist heiß und sie haben bald auch eine heiße Spur.

8.1.21

Ein Wochenende

von Charlotte Wood
Mai 2020 (Kein & Aber), 288 Seiten

Drei Freundinnen aus alten Tagen treffen sich an einem Wochenende in Sylvies Strandhaus, um nach deren Tod ihren Nachlass aufzulösen. So lernen wir nach und nach Jude, Wendy und Adele kennen. Zusammen mit Sylvie waren sie über viele Jahrzehnte ein unschlagbarer Freundeskreis; jetzt müssen sie ohne diejenige auskommen, die eigentlich alle und alles zusammengehalten hat. Also müssen drei alte Frauen dieses eine Wochenende überstehen, mit ihren unterschiedlichen Lebensentwürfen klarkommen und immer wieder schwierige Situationen meistern.

27.11.20

Freischwimmen

von Adam Baron
Januar 2020 (Hanser), 224 Seiten

Cymbeline ist neun und ein richtiger kleiner Klugscheißer. Zusammen mit seiner Mutter lebt er ein einfaches („wir haben nicht so viel Geld“), aber glückliches Leben. Bis – ja, bis Schwimmkurs auf dem Stundenplan steht. Cymbeline war noch nie schwimmen, nicht in einem Schwimmbad, nicht in einem See, nicht im Meer. Was soll’s? Schwimmen kann so schwierig nicht sein. Frag Dr. Google.

13.11.20

Mein Sommer mit Anja

von Steffen Schroeder
Januar 2020 (Rowohlt), 208 Seiten


Konrad und Holger verbringen in diesem Sommer die Schulferien gemeinsam. Sie sind befreundet und verstehen sich gut. Am liebsten sind sie im Freibad, wo Konrad auf seinen behinderten Freund aufpasst und dieser ihn unterstützt, wenn es ums Geldverdienen geht. Denn mit seinem „Spasti-Blick“ lassen sich die Badbesucher gut beeindrucken. Oder wenn Konrad als „lebende Juke Box“ fungiert, kassiert Holger beim Publikum ab. Da treffen sie auf Anja, die einen toten Specht betrachtet. Vorsichtig bahnt sich eine ganz besondere Freundschaft an mit diesem sehr eigenartigen Mädchen, das auf der Straße lebt. Wir erleben jeden von ihnen in besonderen Situationen, manchmal lustig, manchmal traurig, aber immer sehr gefühlvoll erzählt. Wie gefährlich dieser Sommer für ihr Leben und ihre Freundschaft ist, stellt sich erst nach und nach heraus.

25.9.20

Alles okay

von Nina LaCour
August 2019 (Hanser), 208 Seiten

„Alles okay?”, zu Dialekt „Geht’s do guit?“, fragt man gerne mal so, wenn man sich trifft. Und legt seinem Gegenüber die Antwort schon in den Mund: „Logo, alles okay.“ Bei Marin ist gar nichts okay.

7.8.20

Unser Platz in dieser Welt

von Luisa Strunk
Dezember 2018 (Books on Demand), 444 Seiten

Die 16-jährige Marie ist seit dem Vorfall mit ihrer Mutter vor einigen Jahren zur totalen Außenseiterin geworden. Fast täglich wird sie von ihren Mitschüler*innen verspottet und ausgelacht; die Schule ist eine einzige Qual für sie. Kein Wunder also, dass sie am liebsten unsichtbar wäre, in ihren geliebten Büchern verschwinden und in einer anderen Welt leben würde.

10.7.20

Elektrische Fische

von Susan Kreller
Oktober 2019 (Carlsen), 192 Seiten

Susan Kreller wurde bereits dreimal für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. 2015 erhielt sie ihn für „Schneeriese“. Ihr neuer Roman über die Suche nach Heimat ist wieder absolut preisverdächtig. Emma zieht mit ihrer kleinen Schwester Aoife, ihrem attraktiven großer Bruder Dara und ihrer Mutter von Dublin zurück aufs Land, genauer gesagt in ein heruntergekommenes Kaff in Mecklenburg-Vorpommern. Das Haus, in dem die Großeltern wohnen, ist winzig und alle gehen sich gegenseitig auf die Nerven. Emmas Plan ist es, so schnell wie möglich nach Irland zurückzukehren. Dabei ist ihr ihr Mitschüler Levin behilflich. Der hat es auch nicht einfach. Seine psychisch kranke Mutter macht Normalität fast unmöglich. Ganz gleich kann Emma nicht zurück. Sie muss warten, bis Aoife wieder spricht. Der hat der Umzug nämlich die Sprache verschlagen. Fast vergisst sie ihre Pläne, doch dann geschehen unvorhersehbare Dinge…

10.4.20

Heldenhaft

von Andreas Thamm

Andi ist 17. Sein Leben ist herrlich durchschnittlich. Er schwärmt für das Nachbarmädchen Lea nur von der Weite. Und verbringt seine Tage mit seinem besten Freund Ferdl. Es sind Schulferien. Gemeinsam machen sie den üblichen Quatsch. Bis ihr Freund Mitch nach einem Jahr Knast wieder freikommt. Und gehörig Wirbel in das beschauliche Dasein der beiden bringt. Plötzlich finden sie sich als Komplizen bei einem Einbruch in ein Antiquitätengeschäft wieder. Beinahe werden sie erwischt. Mitch verschwindet immer so schnell von der Bildfläche, wie er wieder auftaucht. Andi beschließt, bei Lea Nägel mit Köpfen zu machen. Doch das ist gar nicht so einfach. Leas Eltern sind Angehörige einer erzkatholischen Bewegung, die ihrer Tochter fast das Atmen verbieten.

5.7.19

Man muss auch mal loslassen können

von Monika Bittl

Inhalt:
Wieder die Geschichte dreier Frauen und ihre Lebenskrisen:
Wilma hat die Konzession für ihr Lokal verloren,
Charlotte hat die ihr verbleibende Lebenszeit nur noch an einem Buch gearbeitet, das niemand drucken will,
Jessie entdeckt ihren Freund in flagranti mit einer anderen in ihrer Wohnung.
Da will jede nur noch ein Ende dieses nutzlosen Lebens. Da es aber sogar jetzt nicht so einfach ist, begeben sie sich zu einer Beratungsstelle. Hier tun sie sich zusammen, haben aber trotz mehrfacher Versuche keinen Erfolg. Sie haben wohl viel zu gute Schutzengel! Um sich den ultimativen Mut anzutrinken, wollen sie an der Tankstelle Hochprozentiges besorgen.

30.11.18

Die Symphonie des Augenblicks

von Marie Fitzgerald

Beschreibung: 
Dieser wunderschöne Roman erzählt über Leben und Freundschaft, über schlimme Schicksale und tröstende Hoffnung. In dieser Geschichte lernen wir das Schicksal von vier Personen kennen, die das Leben zusammenbringt. Durch deren Perspektive erfährt man von den Ereignissen in ihrem Leben, aber auch von ihren Gedanken und Empfindungen. Claude, ein seit der Kindheit blinder Klavierlehrer, ist ein liebenswerter Mann, der, auch jetzt dem Tod sehr nahe, sein Schicksal mit bewundernswerter Gelassenheit meistert. Er ist derjenige, der alles lenkt. Alain ist ein Obdachloser, der viel Zeit auf der Bank vor Claudes Haus verbringt. Er ist unverschuldet in diese Lage geraten und die Gesellschaft macht es ihm nicht gerade leicht wieder integriert zu werden.

13.4.18

Mein Freund Charlie

von Tanya Lieske

„Gute Literatur ist wie ein Leben, aus dem man die Langeweile herausgeschnitten hat.“ Langweilig ist es nicht in Tanja Lieskes neuem Jugendroman „Mein Freund Charlie“. Der 15-jährige Niks und sein Vater Marhis gehen nach Deutschland, genauer gesagt nach Düsseldorf, noch genauer gesagt, sie fahren mit einem Bus von ECOLINES über 50 Stunden von Lettland nach Düsseldorf. „Deutschland is’gut. In Deutschland haben alle Arbeit und wir haben ja jetzt den Euro.“ Die Realität in der Linienstraße sieht allerdings anders aus. Niks ist viel allein, weil Marhis auf verschiedenen Baustellen schuftet. Er freundet sich mit den Nachbarn an, mit der wunderschönen Natascha, in die er sich verliebt, mit Charlie, der sein bester Freund wird. Zusammen mit Charlies Bruder Vladimir, der irgendwie ballaballa ist, haben die zwei eine gut organisierte Einbrecherbande, zu der bald auch Niks gehört, weil er sich so gut anschleichen kann.

25.8.17

Die Verwandlung des Schmetterlings

von Federico Axat

Beschreibung:
Im Jahr 1974 kommt ein Auto bei schlechtem Wetter von der Straße ab. Am Unfallort findet man nur den 1 Jahr alten Sam Jackson, von seiner Mutter fehlt jede Spur. Der Junge kommt zu der Pflegefamilie Carroll, welche einen Hof in Carnival Falls bewirtschaftet. Dort wächst er zusammen mit vielen anderen adoptierten Kindern auf.
1985: Sam und sein Freund Billy freuen sich auf einen langen Sommer mit langen Fahrradtouren und abenteuerlichen Streifzügen durch den nahe gelegenen Wald, wo sie ein verstecktes Baumhaus bauen. Sie freunden sich mit Miranda an, welche mit ihren reichen Eltern in die verlassene Villa des Ortes eingezogen ist, und verlieben sich beide in sie.

26.5.17

Der Poet der kleinen Dinge

von Marie-Sabine Roger

Alex, eine junge Frau, die aussieht wie ein Jugendlicher und nichts dafür tut, um als Frau erkannt zu werden, wohnt in Miete bei einer Familie, die keine Kinder, dafür einen Hund und einen Behinderten im Haus hat. Der Behinderte ist Gerard. Er kann sich kaum alleine bewegen, ist entsetzlich mager und kann nicht richtig sprechen, weil sein Gaumen verformt ist. Gerard ist der Bruder von Bertrand. Marlene, seine Frau, ist Hausfrau, zuweilen hysterisch und ungeheuer misslaunig, wenn es um Gerard geht. Bertrand, ein schweigsamer Typ, arbeitet in der nahen Hühnerfabrik, in der auch Alex wie so oft einen Gelegenheitsjob angenommen hat. Denn Alex ist andauernd auf Achse, mal arbeitet sie hier, mal dort, überall in Europa. Stets achtet sie darauf, wurzellos zu bleiben. Doch diesmal macht Gerard ihr die Sache schwer; sie kümmert sich um ihn, fährt ihn in einer Art Leiterwagen spazieren.