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2.6.23

Jetzt halt doch mal die Klappe, Mann!

von Fee Brembeck
Oktober 2021 (Goldmann), 256 Seiten

Fee Brembeck ist Slam-Poetin, Kabarettistin, Autorin und klassische Sopranistin. Sie schreibt über Models, das Theologiestudium, Opernsängerinnen, den Protestantismus und vieles mehr.

30.12.22

Volovia

von Antonio Ferrara
Mai 2021 (Einaudi Ragazzi), 180 Seiten

Salvatore lebt in Neapel und hat die Bestattungsagentur seines Vaters geerbt. Damit kann er sich selbst und seiner Familie (Mutter und Schwester) ein gutes Leben sichern. Auch ist er sehr fleißig und schreibt in einem Büchlein auf, wen er wann bestattet, wie alt die Person war und warum sie gestorben ist.

21.10.22

Die Rebellion der Alfonsina Strada

von Simona Baldelli
April 2021 (Eichborn), 336 Seiten

In diesem biographischen Roman wird das Leben der Rennradfahrerin Alfonsina Strada nachgezeichnet. Sie war zu Anfang des 20. Jahrhunderts eine der ersten Radfahrerinnen in Italien. 1891 als Alfonsina Morini geboren, entstammte sie einer bitterarmen, kinderreichen Familie. Der Vater war Tagelöhner. Im Roman schenkt man ihm ein Fahrrad, das Alfonsina für sich in Beschlag nimmt.

16.9.22

Das Jahr des Dugong

von John Ironmonger
Oktober 2021 (S. Fischer), 144 Seiten

Toby Markham, ein erfolgreicher Unternehmer, erwacht in einem unbekannten Raum, umgeben von Menschen mit seltsamen Namen, die ihm den Prozess machen wollen. Er soll schuld sein an einer unvorstellbaren Katastrophe.

29.7.22

Sommernachtserwachen

von Meg Rosoff
Juli 2021 (Fischer KJB), 256 Seiten

Meg Rosoff schafft es meisterlich, eine Idylle zu zeichnen, in der man sich als Lesende*r einfach nur wohlfühlt. Ich für meinen Teil wünsche mir einzutauchen in den Familienurlaub, ich will mit den Protagonist*innen auf der Terrasse sitzen, essen, reden, Hochzeitsvorbereitungen treffen und mich einfach wohlfühlen. Aber Meg Rosoff wäre nicht Meg Rosoff, würde ihr das genügen.

15.7.22

Schön wie die Acht

von Nikola Huppertz
Januar 2021 (Tulipan), 224 Seiten

Eine feinfühlige „Familien-Freundschafts-Liebes-Selbstfindungsgeschichte voller Poesie“ nennt Rezensentin Christine Knödler Nikola Huppertz' Buch über einen Jungen namens Malte, der Zahlen liebt und Gedichte zu lieben lernt. In die heile Einzelkind-Welt bricht seine 16-jährige Halbschwester Josefine wie ein Taifun herein. Aufgrund der Krebserkrankung ihrer Mutter und der damit verbundenen Reha muss sie für ein paar Wochen zu ihrem Vater und besucht die Schule, die auch Malte besucht.

1.7.22

Das letzte Bild

von Anja Jonuleit
August 2021 (dtv), 480 Seiten

Die Schriftstellerin Eva entdeckt in der Zeitung das Foto einer Frau, die vor 50 Jahren in Norwegen getötet wurde. Entsetzt muss sie feststellen, dass diese Frau ihrer Mutter und ihr selbst frappierend ähnlich sieht. Sie beginnt Recherchen anzustellen und reist selbst nach Norwegen, um dem Geheimnis dieser Frau und damit dem Geheimnis ihrer Mutter auf die Spur zu kommen.

24.6.22

Keiner zwischen uns

von Carolin Hristev 
Februar 2021 (Ueberreuter), 224 Seiten

Nelson und Hamza sind Klassenkameraden und beste Freunde, seit Hamza Nelson in der 5. Klasse vor Ibos Mobbingattacken gerettet hat. Zu Beginn des Sommersemesters kommen zwei neue Mädchen in die Klasse. Die ultrakluge Marie, bald von allen nur „die Streberin“ genannt, und Barin, die erst vor einem halben Jahr mit ihren Eltern aus Afghanistan geflüchtet ist.

3.6.22

Die Nacht so groß wie wir

von Sarah Jäger
September 2021 (Rowohlt Taschenbuch), 192 Seiten

Ob die fünf Freunde eine Anspielung an Enid Blyton sind oder Zufall, ich weiß es nicht. Aber es könnte halt sein. Es geht, wie oft in Coming-of-Age-Romanen, um „die letzte Nacht unserer Jugend“. Pavlow, einer der fünf Freunde, findet, dass diese Nacht gebührend gefeiert gehört.

27.5.22

Stay away from Gretchen

von Susanne Abel
März 2021 (dtv), 528 Seiten

Die 84jährige Greta erhält die Diagnose Demenz. Ihr Sohn, der berühmte Nachrichtenmoderator Tom Monderath, ist schockiert. Doch die Krankheit hat einen Vorteil: Zum ersten Mal erzählt Greta von ihrer Vergangenheit.

20.5.22

Alles ganz normal

von Roberta Marasco
Februar 2021 (Carlsen), 192 Seiten

Abwechselnd aus der Perspektive von Camilla und Luna geschrieben ist dieses im Original italienische Jugendbuch zum Thema Menstruation. Ja, auch darüber kann man einen Roman schreiben.

6.5.22

Dinge, die so nicht bleiben können

von Michael Gerard Bauer
Februar 2021 (Hanser), 224 Seiten

Der Autor von „Nennt mich nicht Ismael!“ legt auch mit seinem neuen Roman ein grandioses Stück Literatur vor. Deklariert als Jugendbuch, möchte ich es so manchem Erwachsenen ans Herz legen. Sebastian und Frida treffen sich beim Schnuppertag an der Uni, die sie besuchen möchten. Sebastian ist mit seinem Freund Tolli da, Frida mit ... irgendwie niemandem.

29.4.22

Eine Formalie in Kiew

von Dmitrij Kapitelman
Januar 2021 (Hanser Berlin), 176 Seiten

Der Autor erzählt in der ersten Person von einer Familie, die schon seit über 25 Jahren in Deutschland lebt, aber dennoch die alte Heimat im Herzen trägt. Nur der Sohn scheint gut eingebürgert zu sein, er spricht besser sächsisch als die „Eingeborenen“ und verspürt den großen Wunsch, einen deutschen Pass zu besitzen. Deshalb macht er sich auf den beschwerlichen Weg durch die Bürokratie, die nicht nur in den westlichen Staaten den Alltag beherrscht.

22.4.22

Was bei uns bleibt

von Didi Drobna
September 2021 (Piper), 256 Seiten

In zwei verschiedenen Handlungssträngen wird die Geschichte von Klara erzählt. Im August 1944 arbeitet Klara in der Munitionsfabrik im niederösterreichischen Hirtenberg. Zusammen mit vielen anderen Frauen arbeitet sie trotz Fliegerangriffen und vielen Entbehrungen viele Stunden am Tag und fühlt sich kriegswichtig. Die zweite Erzählschiene handelt von Klara als alte Frau, die mit ihrem Enkel einen Hof bewirtschaftet und von den Dämonen der Vergangenheit heimgesucht wird. Erst als sie mit ihrem Enkel die Vergangenheit noch mal aufleben lässt, kann sie damit abschließen.

15.4.22

Der Himmel über dem Platz

von Martina Wildner
Februar 2021 (Beltz & Gelberg), 218 Seiten

Ein Mädchen-Fußballbuch! Das hatten wir noch nicht! Martina Wildner befasst sich gerne und gut mit sportlichen Themen (z.B. Turmspringen in „Königin des Sprungturms“). Jo ist ein Genie auf dem Fußballplatz. In der Mädchenmannschaft zu wenig gefordert, beginnt sie in der Jungsmannschaft von Blau-Weiß. Mit dem Resultat, dass die Mädchen und die Jungs sie auf der Seite haben.

8.4.22

Die vier Winde

von Kristin Hannah
September 2021 (Rütten & Loening), 516 Seiten

In Texas kämpft man 1934 gegen die große Wirtschaftskrise, die so viele arbeitslos gemacht hat. Hier lebt die junge Elsa, die in ihrer Familie überhaupt nicht geschätzt wird. Sie ist zu dürr, also nicht schön, und zudem in ihrer Kindheit eher kränklich. Daher ist sie für die Familie nur ein lästiges Anhängsel, das man nicht gern in der Öffentlichkeit zeigt.

25.3.22

Erwachsene Menschen

von Marie Aubert
April 2021 (Rowohlt), 176 Seiten

Ida fährt zu Besuch zu ihrer Schwester Marthe ins Ferienhaus am Meer. Dort will sie zusammen mit dem Mann der Schwester und dessen Kind, das er in die Ehe mitgebracht hat, den 65. Geburtstag der Mutter feiern. Das Ferienhaus gehört den beiden Schwestern gemeinsam. Doch Marthe benutzt es viel öfter, was Ida schon ein wenig stört. Dass Marthe außerdem doch tatsächlich schwanger ist, nachdem sie es so lange versucht hat, erfüllt Ida nicht wirklich mit Freude, wollte sie doch ihre Eizellen einfrieren lassen, um später, sobald sich der geeignete Partner einstellt, ein Kind haben zu können. Denn Ida ist 40, in ihrem Beruf recht erfolgreich, aber privat ziemlich allein. Die Situation spitzt sich immer mehr zu: Ida benimmt sich unmöglich, Marthe erfährt, dass ihr Partner eigentlich gar kein Kind will, die Mutter will einen netten Geburtstag verbringen und sonst in Ruhe gelassen werden.

18.3.22

Der Schiffskoch

von Mathijs Deen
Februar 2021 (mare), 112 Seiten

Dies ist keine Geschichte über eine Luxuskreuzfahrt, nein, überhaupt hat sie nichts mit Schiffsreisen zu tun. Es geht hier um den Schiffskoch Lammert, der die Mannschaft des Feuerschiffs „Texel“ betreut. Ein Feuerschiff ist nicht das, wovon ein Matrose träumt, denn hier gibt es keine Aussicht auf die fremde weite Welt. Das Feuerschiff liegt nämlich fest verankert im Meer in Hafennähe und verrichtet da seine Aufgabe als schwimmender Leuchtturm. Keine leichte Aufgabe, wenn auf dem Meer Nebel aufkommt und man hoffen muss, nicht von einem unachtsamen Schiff versenkt zu werden. Und genau deshalb will der Schiffskoch seine Kameraden verwöhnen, indem er immer wieder besonders gut für sie kocht.

11.3.22

Krummer Hund

von Juliane Pickel
März 2021 (Beltz & Gelberg), 264 Seiten

Nachdem Daniels Vater spurlos verschwunden ist, lebt er mit seiner Mutter ein nicht immer einfaches Leben. Diese tröstet sich mit wechselnden Männerbekanntschaften über den Verlust des Ex-Partners hinweg – aktuell mit dem Tierarzt, der Daniels Hund eingeschläfert hat. Wie schön.

4.3.22

Wir sind schließlich wer

von Anne Gesthuysen
November 2021 (Kiepenheuer & Witsch), 416 Seiten

Anna von Betteray übernimmt nach einem traumatischen Erlebnis in einem kleinen Dorf die Vertretung des erkrankten Pastors. Die Dorfbewohner sind von der jungen Pastorin nicht überzeugt, da sie jung, geschieden und adelig ist. Im Nachbardorf wohnt Annas Familie, die gerade einen Skandal durchlebt. Der Mann von Annas Schwester Maria wird wegen Betrug verhaftet und ihr Neffe Sascha wird entführt. Trotz aller Streitigkeiten hält die Familie zusammen und auch die anfangs so kritische Dorfbevölkerung hilft mit, Annas Neffen wiederzufinden.