28.9.18

Töchter einer neuen Zeit

von Carmen Korn

Beschreibung: 
Eine Geschichte, die das Leben von vier Frauen in Hamburg in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erzählt. Da ist Henny, sie will die Hebammenschule besuchen, weil sie Frauen helfen will ihre Kinder zur Welt zu bringen. Hinter ihr liegt ein Weltkrieg und sie lebt täglich mit dessen Folgen. Auch Käthe ihre Freundin, wagt es sich gegen den Willen ihrer Eltern in der Schule anzumelden. Ida hingegen kommt aus einer wohlhabenden Familie und kennt die Probleme der einfachen Leute nicht. Lina ist Lehrerin und sorgt seit dem Tod ihrer Eltern allein für ihren Bruder. Diese Frauen erleben vieles gemeinsam, trotzdem macht jede ihre eigene Entwicklung durch, wie es für diese Generation eben war.

21.9.18

Die Zeit der Ruhelosen

von Karine Tuil

Ein zeitgenössischer, gesellschaftskritischer französischer Roman, der von 3 Antihelden handelt. Der superreiche Geschäftsmann Vely verleugnet seine jüdische Herkunft, erleidet durch einen Medienskandal DEN gesellschaftlichen Abstieg, die Ex-Frau nimmt sich das Leben, die zweite Frau verliebt sich in einen Jüngeren, und die Kinder wenden sich von ihm ab. Der schwarze Politiker Osman Diboula, süchtig nach politischer Anerkennung, schafft es, die rechte Hand des Regierungspräsidenten zu werden, und fühlt sich aufgrund seiner Hautfarbe ständig diskriminiert. Romain Roller kehrt als traumatisierter Soldat aus Afghanistan zurück und kann sich im normalen Leben nicht mehr zurechtfinden. Er verliebt sich in Dagmar, die untreue Frau von Vely.

14.9.18

Am See

von Bianca Bellova

Der Roman spielt an einem See, irgendwo am Rand der ehemaligen Sowjetunion. Am See, der langsam austrocknet und der ziemlich verseucht ist, liegt ein Fischerdorf. Nami, die Hauptfigur, erinnert sich. Der Großvater war Fischer und ist im See umgekommen. Am Rande des Sees haben sich Fabriken zur Fischverarbeitung angesiedelt, auch die sowjetische Kriegsflotte, deren Schiffe vor sich hin rosten. Die Fabriken schließen, es kommen Kinder mit drei Armen auf die Welt, die Kinder haben Ekzeme. Nami erinnert sich an die Schulzeit, das karge Leben im Dorf. Und da ist eine große Lücke. Wer sind seine Eltern? Die Großmutter schweigt beharrlich. Einige lückenhafte Infos bekommt er in der Dorfkneipe. Seine Mutter muss sehr schön sein. Einige behaupten, sie sei ein Flittchen, das in der Stadt lebt. Eine Erinnerung hat der Junge an seine Mutter.

7.9.18

Weißzeit

von Christoffer Carlsson

Veda ist 16 und Schülerin. Sie wohnt mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Jakob in einem schwedischen Kaff, wo Fuchs und Hase sich gute Nacht sagen. Der Vater hat sich vor Jahren verabschiedet. Jakob betreibt zusammen mit seinem durch eine Kriegsverletzung behinderten Onkel einen illegalen Schnapshandel. Er ist für die Auslieferungen zuständig. Eines Tages wird er gerufen, um eine Leiche zu beseitigen. Veda kriegt das alles live mit. Jakob verschwindet spurlos, die Polizei ist ihm auf den Fersen und hat auch Veda im Visier. Diese will Jakob helfen und betätigt sich als Ermittlerin. Vedas Bettgeschichte Tom scheint mehr zu wissen, als Veda lieb ist. Christoffer Carlsson legt mit „Weisszeit“ sein erstes Jugendbuch vor. Spannend erzählt bis zur letzten Seite, voll krimineller und sexueller Energie. Das Titelbild ist außergewöhnlich schön.