Ein zeitgenössischer, gesellschaftskritischer französischer Roman, der von 3 Antihelden handelt. Der superreiche Geschäftsmann Vely verleugnet seine jüdische Herkunft, erleidet durch einen Medienskandal DEN gesellschaftlichen Abstieg, die Ex-Frau nimmt sich das Leben, die zweite Frau verliebt sich in einen Jüngeren, und die Kinder wenden sich von ihm ab. Der schwarze Politiker Osman Diboula, süchtig nach politischer Anerkennung, schafft es, die rechte Hand des Regierungspräsidenten zu werden, und fühlt sich aufgrund seiner Hautfarbe ständig diskriminiert. Romain Roller kehrt als traumatisierter Soldat aus Afghanistan zurück und kann sich im normalen Leben nicht mehr zurechtfinden. Er verliebt sich in Dagmar, die untreue Frau von Vely. Afghanistan, Krieg, Rassismus, Irak, Antisemitismus, IS, Terror, Frankreich in Ausnahmesituation: Und mittendrin drei unterschiedliche Charaktere, die eines gemeinsam haben: Sie können ihrer Herkunft und ihrer Klasse mit allen Konsequenzen nicht entkommen, getrieben von der Gier nach Anerkennung. Spannend zu lesen, nie langatmig auch wenn einzelne Höhepunkte fehlen und das Buch viele Seiten aufweist. Die nicht grad sympathischen Hauptdarsteller erregen aufgrund ihres selbstauferlegten Schicksals fast Mitleid, sie hetzen ruhelos durch das Leben und das Ende lässt Schlimmes erahnen.

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