von Leila Slimani
„Das Baby ist tot!“ Mit diesem Satz beginnt der Roman. Zugegeben: die ersten drei Seiten des Romans sind nichts für zarte Gemüter. Die Nanny Louise bringt die beiden Kinder der Familie um. Nach diesem blutrünstigen Auftakt erzählt Slimani die Vorgeschichte. Myriam und Paul leben in Paris: es geht ihnen gut. Paul ist erfolgreicher Musikproduzent und Myriam möchte nach der Babypause wieder als Anwältin in einer Kanzlei arbeiten. Aus diesem Grund suchen sie eine Nanny. Und sie finden Louise: sie schließt nicht nur sofort die beiden Kinder ins Herz, sondern sie ist auch eine perfekte Hausfrau. Louise ist wirklich ein Glücksgriff. Sie nehmen sie sogar mit in die Ferien ans Meer. Alles scheint perfekt. Schritt für Schritt bekommt der Leser Einblick in das Leben von Louise. Sie ist zutiefst vereinsamt, wenn sie in ihre winzige Wohnung in den Banlieues zurückkehrt. Die Klassenunterschiede sind eklatant. Und mit Louise stimmt etwas nicht. Ihr Verhalten ist manchmal sehr merkwürdig. Als dann auch noch Mahnbriefe von Banken und Behörden ins Haus flattern, reagieren Paul und Myriam noch immer nicht. Bis es dann schließlich zu spät ist und die Tragödie ihren Lauf nimmt bis zum tragischen Ende.
„Das Baby ist tot!“ Mit diesem Satz beginnt der Roman. Zugegeben: die ersten drei Seiten des Romans sind nichts für zarte Gemüter. Die Nanny Louise bringt die beiden Kinder der Familie um. Nach diesem blutrünstigen Auftakt erzählt Slimani die Vorgeschichte. Myriam und Paul leben in Paris: es geht ihnen gut. Paul ist erfolgreicher Musikproduzent und Myriam möchte nach der Babypause wieder als Anwältin in einer Kanzlei arbeiten. Aus diesem Grund suchen sie eine Nanny. Und sie finden Louise: sie schließt nicht nur sofort die beiden Kinder ins Herz, sondern sie ist auch eine perfekte Hausfrau. Louise ist wirklich ein Glücksgriff. Sie nehmen sie sogar mit in die Ferien ans Meer. Alles scheint perfekt. Schritt für Schritt bekommt der Leser Einblick in das Leben von Louise. Sie ist zutiefst vereinsamt, wenn sie in ihre winzige Wohnung in den Banlieues zurückkehrt. Die Klassenunterschiede sind eklatant. Und mit Louise stimmt etwas nicht. Ihr Verhalten ist manchmal sehr merkwürdig. Als dann auch noch Mahnbriefe von Banken und Behörden ins Haus flattern, reagieren Paul und Myriam noch immer nicht. Bis es dann schließlich zu spät ist und die Tragödie ihren Lauf nimmt bis zum tragischen Ende.
Slimani präsentiert nach und nach mithilfe von Rückblenden und Zeugenaussagen die Familiengeschichte von Louise, frühe Ausbruchsversuche und die Vorzeichen von Gewalt. Sie zeichnet mit diesem Roman, der in Frankreich ein großer Erfolg war, ein präzises und schonungsloses Bild der französischen Gesellschaft, die von tiefen sozialen Unterschieden und Ungerechtigkeiten geprägt ist. Gleichzeitig zeigt sie eine verletzte, einsame Frau, die in einer anderen Familie das Glück und die Anerkennung sucht, die sie sonst nicht findet.
Wenn man die ersten drei Seiten überstanden hat, ist die Lektüre wirklich lohnenswert und daher ist es ein Buch für alle Bibliotheken. MF
Wenn man die ersten drei Seiten überstanden hat, ist die Lektüre wirklich lohnenswert und daher ist es ein Buch für alle Bibliotheken. MF

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