Was wäre, wenn du am Morgen aufwachst und feststellst, dass du sich deine Hautfarbe verändert hat? Diesen Gedanken spielt der Autor, der in London und Lahore lebt, konsequent durch. In einer kleinen, nicht näher bezeichneten Stadt wachen die Menschen aus ihrem Schlaf auf und stellen fest, dass sich ihre Hautfarbe verändert hat: Sie sind nicht mehr weiß.
Anders, eine Hauptfigur des Romans, ist als einer der ersten davon betroffen. Er ist, denkt er, aber immer noch Anders, derselbe Mensch wie vorher, mit denselben Eigenschaften, Fähigkeiten, Gedanken. Die Hautfarbe hat an seinem Wesen nichts geändert. Doch Anders' Umfeld sieht dies nicht so. Hilfe erhält er von seinem Vater, der Anders' Hautfarbe zwar nicht billigt, doch der Meinung ist, Blut sei eben stärker. Auch Oona, eine Yogalehrerin, die Anders von früher kannte, steht zu ihm.Mein Fazit:
Mohsin Hamid deckt den verborgenen Rassismus einer Gesellschaft auf, die von sich glaubt, tolerant und vorurteilsfrei zu sein. Ein lesenswertes Buch!
Sonja Hartner, Stadtbibliothek Bruneck

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